Permalink

3

Beeteinfassung – die richtige Rasenkante oder Beetkante und Co.

Rasenkante Beitrag

Mit etwas Geschick und Kreativität lässt sich ein Garten abwechslungsreich und optisch ansprechend gestalten. So bestimmen häufig neben einer Rasenfläche auch Beete und Gehölzecken das Bild. Allerdings ist es so, dass Pflanzen dazu neigen, zu wachsen und sich auszubreiten. Die Wurzeln der Gräser oder Unkraut haben einen starken Drang sich zu verbreiten. Eine Beeteinfassung, die auch als Rasenkante oder Beetkante bezeichnet wird, kann sehr dienlich sein, um die Rasenfläche und die Gartenbeete voneinander zu trennen.

Zudem sind Beeteinfassungen wichtige Gestaltungselemente, die den individuellen Stil eines Gartens unterstreichen. So sind mittlerweile nahezu alle möglichen Designs denkbar. Es muss nicht mehr nur eckig oder rund sein. Auch in der Höhe lassen sich Beeteinfassungen sehr schön variieren.

 


Konzept und Materialien

Wenn Sie beabsichtigen, in Ihrem Garten Einfassungen anzulegen, erstellen Sie besser vorher ein Konzept für die Gartengestaltung. Denn meistens lässt sich dies mit der Umgestaltung eines Gartens verbinden. Das macht auch Sinn, da sich manchmal mehrere kleine Beete zu einer größeren Fläche zusammenlegen lassen. Damit verringert sich u. U. die Gesamtlänge der Beeteinfassung und auch der Pflegeaufwand wird verringert.

Für ein solches Vorhaben gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Materialien, mit denen sich die Beete einfassen lassen. Neben den natürlichen Materialien werden auch Kunststoffe oder Metall eingesetzt. Das zur Verfügung stehende Angebot reicht von niedrigen Weidenflechtzäunen oder schlichten Metallkanten über Klinker- oder Granitsteine bis hin zu kunstvoll verzierten Einfassungselementen aus Gusseisen oder Naturstein.

Sofern Sie die Einfassung selbst gestalten wollen, planen Sie ausreichend Zeit ein, denn es ist durchaus aufwändiger, als es anfangs scheint. Je nachdem für welche Form und welches Material Sie sich entscheiden, kann es sein, dass ein Einfaches in den Boden stecken nicht ausreicht. Denn um zu verhindern, dass Graswurzeln oder Flachwurzler den Weg ins Beet finden, werden die Einfassungen bis 20 cm tief in den Boden gesetzt. Bei einigen Pflanzen wie z. Bsp. Bambus ist dies allerdings auch noch nicht ausreichend und es empfiehlt sich zusätzlich eine Rhizomsperre (s. auch Bambushecken als Sichtschutz).

Da viele Pflanzen nicht nur unterirdisch wuchern sondern sich auch oberirdisch breit machen, sollten die Einfassungsmaterialien einige Zentimeter aus dem Boden ragen. Denn nur so verhindern Sie, dass Bodendecker und niedrige Stauden nicht in den Rasen ragen oder Gräser nicht oberirdisch ins Beet gelangen. In diesem Zusammenhang spielt dann die Optik natürlich schon eine Rolle, denn es soll ja gut aussehen und die Kanten sollen keine Stolperfallen werden.

zurück nach oben

Einfassungs-Materialien in der Übersicht

Sowohl was die Optik als auch die Witterungsbeständigkeit betrifft, hat sich von Seiten der Hersteller eine Menge getan. So ist die Wahl der Materialien für diesen Verwendungszweck mehr zu einer Frage des Geschmacks geworden. Hier ein paar Einfassungs-Materialien für die Beete in der Übersicht:

Der Klassiker für die Beeteinfassung – Steine

Beetbegrenzung Stein

Das am häufigsten gewählte Material für Beeteinfassungen, ein echter Klassiker, sind sicherlich Steine. Der Vorteil ist die gestalterische Funktion mit klaren Strukturen. Sowohl Natursteine, Granit, Klinker, Backsteine oder Betonsteine finden dafür Verwendung. Sie werden 10 bis 20 Zentimetern breit in einem Kiesbett oder in Magerbeton bündig mit dem Erdreich verlegt. Auf diesem Steinrand kann dann auch ein Rad des Rasenmähers fahren.

Gerade bei Klinker- und bei Backsteinen kann es sehr gut aussehen, wenn die Umrandung unterschiedlich hoch angelegt wird. Hat dann allerdings wieder Nachteile, wenn es z. Bsp. um den Pflegeaufwand geht.

Steinguss – eine kostengünstige Alternative

Sofern Sie Lust auf wenig Handarbeit haben, bietet sich mit Steinguss eine preisgünstige Alternative an. Steinguss wird auch als Zementguss, Betonguss oder Kunststein bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Gießmasse, die aus Zement, Sand, Wasser und eventuell Kies und Farbpigmenten besteht. Steinguss eignet sich nicht nur, um dekorative Steine für die Beetbegrenzungen herzustellen. Mit Steinguss lassen sich auch Dekorationen für die Terrasse und den Garten anfertigen. Für Figuren, Skulpturen, Blumenkübeln, Trögen findet die Gießmasse Verwendung. Es lassen sich aber auch Hand- und Fußabdrücke, Namen, Sprüche oder andere Motive in eine solche Modelliermasse eindrücken.

Verwenden Sie für den Steinguss am besten Weißzement. Weißzement hat den Vorteil, dass er nicht die typisch graue Betonfarbe aufweist. Zudem lässt er sich auf Wunsch mit zementechter Oxidfarbe gut einfärben. Eine Alternative dazu gibt es noch, indem Sie die Oberflächen der fertigen Steine einfach mit Granit-Farbe besprühen.

Die Verarbeitung von Steinguss ist einfach. Mithilfe passender Gussformen wie Backformen aus Silikonkautschuk oder aber auch einfachen Plastikgefäßen können Sie Ihren kreativen Ambitionen freien Lauf lassen. Ihre kreativen Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos und Sie erschaffen sich Unikate, die so wahrscheinlich in keinem anderen Garten zu finden sind.

Natürlich wirkende Beeteinfassung aus Holz

Beetbegrenzung Holz

Holz sieht als natürliches Material schön aus. So wirken auch Beeteinfassungen aus Holz viel natürlicher. Allerdings wird unbehandeltes Holz bereits nach kurzer Zeit im Boden zu faulen beginnen. Sofern Sie sich für diese Variante entscheiden, sollten Sie darauf achten, dass das Holz mit einem speziellen Schutzmittel behandelt und kesseldruckimprägniert wurde, als Schutz vor Witterungseinflüssen. Es wird dadurch langlebiger.

Falls Sie ein Faible für recyceltes Holz wie alte Eisenbahnschwellen haben, darf dieses nicht mit Chemikalien verunreinigt sein. Ansonsten würde es negative Auswirkungen auf die Pflanzen haben.

Cooles Design mit einer Beeteinfassung aus Metall und Stahl

Beetbegrenzun Metall

Diejenigen, die ein cooles Design schätzen, werden sicher Beeteinfassungen aus Metall oder Stahl wählen. Seit geraumer Zeit sind vor allem dünne Profile aus Edelstahl, verzinktem Stahl oder Aluminium als Begrenzungen sehr beliebt. Sie sind nahezu unverwüstlich und vergleichsweise günstig.

Die Steckverbindungen mit einem intelligenten Klammersystem machen die Montage relativ leicht und mit zumeist separat erhältlichen Ecken und Abschlussstücken lassen sich runde, ovale oder eckige Formen ganz nach Ihren Vorstellungen anlegen. Allerdings haben die Metallstücke sehr oft eine gebördelte Oberkante für mehr Stabilität. Insofern lassen sie sich nur bedingt formen.

Viel mehr Möglichkeiten mit der Beeteinfassung aus Kunststoff

Beetbegrenzung Kunststoff

Auch wenn Beeteinfassungen aus Kunststoff viel mehr Möglichkeiten bieten, gilt: „Schönheit liegt im Auge des Betrachters“. Ob die preiswerteren Einfassungsbänder aus Gummi, recyceltem Material oder Profile aus Kunststoff Ihrem Geschmack entsprechen, können letztlich nur Sie entscheiden. Diese haben bei geringerer Qualität den Nachteil, dass sie häufig wenig langlebig sind und unter Umständen von Gartengeräten beschädigt oder bei Frost brüchig werden. Achten Sie daher bei der Anschaffung darauf, dass es sich um qualitativ hochwertige, witterungs- und widerstandsfähige Materialien handelt.

Ansonsten sind sie schon recht praktisch. Diese Varianten lassen sich meistens gut zuschneiden. Ebenfalls sehr komfortabel sind die mitgelieferten Erdspieße oder Bodendornen, mit denen sich die Begrenzungselemente gut verankern lassen. Manche verfügen über eine Mähkante, sodass sich das Mähen des Rasen einfach vornehmen lässt.

Gräben oder natürliche Rasenkanten – nur mit Muskelkraft

Eine Alternative zu den bereits erwähnten Einfassungsmaterialien ist ein Graben, der als eine natürliche Rasenkante angelegt wird. Dies ist sicher die kostengünstigste aber auch arbeitsintensivste Maßnahme. Denn hier ist körperliche Arbeit und Muskelkraft angesagt. Für diese Art der natürlichen Einfassung ziehen Sie zwischen dem Rasen und dem Beet einen Graben, den Sie anschließend mit Mulch füllen. Harmonisch sieht dies aus, wenn Sie für den Graben den Mulch verwenden, den Sie auch auf das Beet auftragen.

Eine Rasenkante mit einem Spaten zu stechen, kann allerdings ziemlich anstrengend sein. Der Graben sollte eine senkrechte Rasenkante haben, die zum Beet hin schräg abfällt. Die ausgegrabene Erde tragen Sie auf das Beet auf, um es leicht zu erhöhen.


Quelle: Gartentipp: Rasenkanten stechen – youtube

Eine weitere natürliche Variante ist der nahtlose Übergang zwischen Rasen und Beet, auch „Englische Rasenkante“ genannt. Diese finden Sie besonders häufig im naturnahen Garten vor.

Kanten Stecher

Damit der Rasen nicht in die Beete eindringt, wird er unter Zuhilfenahme eines Rasenkantenstechers oder eines Spatens abgestochen. Mehr dazu finden Sie in dem Artikel: Alles rund um Rasenkantenschneider und Tests.

Bei gerade verlaufenden Beetkanten sieht die Stechkante akkurater aus, wenn diese zuvor mit einem langen Holzbrett oder einer Schnur markiert wird. Da im Laufe der Zeit ein immer größerer Höhenunterschied zwischen Beet und Rasen entsteht, sollte die Kante von Zeit zu Zeit mit Mutterboden ausgeglichen werden.

Der Pflegeaufwand ist hier wesentlich höher als bei anderen Begrenzungsvarianten.

Beeteinfassungen aus Pflanzen

Selbstverständlich können auch Pflanzen verwendet werden, um den Beeten einen natürlichen Rand zu geben. Kompakte, niedrige Pflanzen sind dafür ideal geeignet.

Nehmen Sie dazu Zwerglavendel, aber auch Thymian, Ehrenpreis oder Geranien sind eine gute Wahl. Hinzu kommen verschiedene Storchenschnabel-Arten, die sich hervorragend als blütenentwickelnde Beeteinfassung eignen.

Der blau blühende Ährige Ehrenpreis, eine winterharte Staude, oder auch viele Vertreter aus der Familie der Steinbrech-Pflanzen können sehr gut als Beeteinfassung gepflanzt werden. Nehmen Sie hier zum Beispiel das Purpurglöckchen, eine meist immergrüne und ausdauernde krautige Pflanze, die horstartig wächst.

Oder denken Sie an einen Buchsbaum. Ein Buchsbaum ist nahezu ideal als Beeteinfassung. Sie finden ihn in verschiedensten Größen und der Vorteil ist sein geringes Wachstum.

Beet Staude

Es ist klar, dass die Pflanzen regelmäßig bearbeitet werden müssen, um die Beete sauber aussehen zu lassen.

zurück nach oben

Ideen für eine Beeteinfassung

Die Wahl der Materialien hängt natürlich von Ihren individuellen Vorstellungen, der Größe Ihres Gartens und Ihren Ideen für eine Beeteinfassung ab.

Sehr beliebt sind die Einfassungen mit Steinen. Hier haben Sie sicher die größtmögliche Auswahl. Doch auch Element aus Gusseisen, knöchelhohe Holzpalisaden und Mini-Weidenzäune, finden ebenso Verwendung wie Palisaden aus Kunststoff oder Randkanten aus Metall.

Es gibt natürlich auch unkonventionelle und auffällige Variationen. So lassen sich individuelle Designs z. Bsp. mit farbigen Dachziegeln, umgedrehten Flaschen, Tellern, Bambusstangen oder rostigen Rohren etc. anfertigen.

Je nachdem wie experimentierfreudig Sie sind, gibt es auch attraktive Beispiele für Beetumrandungen aus gemischten Einfassungsmaterialien. So verwenden ein paar professionelle Gartendesigner Kombinationen aus Flusssteinen oder blauem Schiefer zusammen mit druckimprägniertem Holz.

Haben Sie darüber nachgedacht, mit Lichteffekten zu arbeiten? Es gibt z. Bsp. Hersteller, die Backsteine aus Kunstharz mit integrierten Solar-Leuchten oder eine wellenförmige, durch Phosphoreszenz leuchtende Beetumrandung anbieten.

Beet Licht

Eine Einfassung sieht natürlicher aus, wenn diese nicht in geraden Linien verläuft. Das Auge lässt sich aber auch täuschen, indem Sie einige Pflanzen über die Einfassung wachsen lassen. Diese nehmen der Umrandung die Gradlinigkeit.

zurück nach oben

Die verschiedenen Beeteinfassungen im Überblick

Grundsätzlich dienen die Beetabgrenzungen erst einmal dazu, zwei Bereiche des Gartens voneinder zu trennen. Das ist bei allen Varianten gleich. Die Beeteinfassungen unterscheiden sich jedoch, wenn es um die spezifischeren Aufgaben geht. So kommen sie als Umrandungen bzw. Abgrenzungen zum Einsatz, wenn bestimmte Bereich vom restlichen Untergrund getrennt werden sollen. Beispiele sind das Blumen- oder Gemüsebeet.

Gleichfalls lassen sich bestimmte Zonen voneinander trennen. Das gilt insbesondere für die Terrasse und den angrenzenden Rasen.

Mähkanten oder Rasenkantenprofile finden dann Verwendung, wenn verhindert werden soll, dass der Rasen in die Beete oder Wege wuchert.

♦ Beetabgrenzung

Diese Variante erfüllt in erster Linie den Zweck, Unkraut daran zu hindern, die Beete mit Gemüsepflanzen oder Blumen in Beschlag zu nehmen. Darüber hinaus gelingt es mit Beetabgrenzungen, optische Akzente zu setzen.

Die bevorzugten Materialien hierfür sind: Holz, Metall und Stein. Steine sind übrigens der Favorit, um Gartenwegen Struktur zu geben.

♦ Beeteinfassung

Hier ist Ihre Kreativität gefragt. Schließlich geht es bei Beetabgrenzungen vorrangig um eine klare optische Trennung zu benachbarten Flächen. Zum Einsatz kommen hier sehr gerne dekorative Objekte handelt.

Im Hinblick auf Form und Farbe, Design sowie Material finden Sie mittlerweile ein umfangreiches Angebot. Neben Holz, Metall, Kunststoff finden ebenfalls Naturstein oder Beton Verwendung.

♦ Rasenkante

Die Funktion der Rasen- oder Mähkante ist eigentlich selbsterklärend. Damit sich keine Probleme beim Rasenmähen ergeben, werden diese meist ebenerdig angelegt. Sie bleiben möglichst unauffällig, schaffen jedoch eine klare Abgrenzung zwischen Rasen und anders beschaffenen Flächen im Garten. Auch als Wurzelsperre erfüllen Sie Ihren Zweck.

Rasenkantenprofile werden im Fachhandel aus Stein, Kunststoff oder Metall angeboten. Inzwischen gibt es auch sehr dekorativ ansprechende Varianten.

♦ Beetzaun

Der Beetzaun hat in erster Linie eine Schutzfunktion. Einmal geht es darum, dass Kinder oder Tiere die Beete möglichst nicht betreten. Darüber hinaus ist es für einige Gemüsesorten wichtig, dass sie aufrecht wachsen können und ein Zaun kann das Höhenwachstum unterstützen.

Da die Palisaden oder Staketen im Boden tief und dicht nebeneinander verankert werden, halten diese bei Befüllung der Beete dem Erddruck Stand und dienen gleichzeitig als Wurzelsperre.

Holz ist das Material, das am häufigsten verwendet wird. Es gibt jedoch auch Ausführungen aus Beton, Naturstein oder Kunststoff.

♦ Beetumrandung

Bei der klassischen Beetumrandung geht es um Formgebung. Ein schön und dekorativ eingefasstes Beet ist für die Liebhaber von Form und Struktur ein Hingucker.

Beetumrandungen lassen sich sehr kreativ gestalten und dem individuellen Geschmack anpassen. Ein Nebeneffekt ist die Schutzfunktion.

Der Trend geht weg von den vorgefertigten Kunststoff- und Metallbauteilen hin zu naturbelassenen Elemente wie Holz, Steine oder Bambus.

zurück nach oben

Fazit

Es gibt die unterschiedlichsten Methoden zur Beeteinfassung. Mit sehr unterschiedlichen Materialien lassen sich Rasenkanten oder Beetkanten erstellen.

Wenn Ihnen die Vorstellung fehlt, machen Sie doch einfach mal einen Spaziergang durch ein Wohngebiet mit Einfamilienhäusern. Ganz bestimmt werden Sie sich die verschiedensten Ideen zur Beeteinfassung anschauen können. Auch auf Messen und Gartenausstellungen haben Sie die Möglichkeit, sich inspirieren zu lassen.

Das reichhaltige Angebot in Hinblick auf Form, Farbe und Material gibt es durchaus her, mit einer dekorativen Beeteinfassung dem Beet Form zu geben und zusätzlich Schutz zu bieten.

In diesem Beitrag enthaltene Links:

Garten Pflanzen Grüner Daumen



 

 

zurück nach oben

3 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld.

*

Zustimmung zur Datenspeicherung lt. DSGVO