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Checkliste für die Nutzpflanzen in Ihrem Oktobergarten

Oktobergarten_Bild

Es gibt immer noch einiges zu tun. Im Oktober bleibt im Garten wenig Zeit zur Entspannung. Denn auch bei den Nutzpflanzen gilt es die Vorbereitungen für den Winter und für die nächste Saison zu treffen. Zudem ist jetzt auch Erntezeit für Obst und Gemüse. Und es ist Zeit, die Beete mit Fruchtgemüse komplett abzuräumen. Auch die jungen Obstbäume warten darauf, einen neuen Standort in Ihrem Garten zu erhalten. Denn die Herbstpflanzung ist für diese Gehölze durchaus von Vorteil.

Checkliste für die Nutzpflanzen in Ihrem Oktobergarten

Pflanzzeit für Obstbäume:

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Sie lieben leckeres Obst aus dem eigenen Garten, dann heißt es nun die Ärmel aufkrempeln und zu Hacke und Spaten zu greifen. Obwohl die Pflanzzeit für Obstbäume von Mitte Oktober bis ins kommende Frühjahr reicht, wird die Herbstpflanzung von den meisten Experten bevorzugt. Grund ist, dass die jungen Bäume bei frostfreiem Wetter vor dem anstehenden Winter noch Wurzeln bilden und somit Feuchtigkeit speichern können. Wer im nächsten Jahr also Birnen, Äpfel oder Kirschen ernten will, für den gilt es im Herbst vorzusorgen und die wurzelnackten Obstgehölze jetzt zu pflanzen.

Wenn Sie die folgenden Hinweise beachten, werden Sie an Ihren Obstbäumen viel Freude haben:

Quelle: Herbstpflanzung – Wie pflanze ich einen Obstbaum im Herbst – youtube

  • Finden Sie den richtigen Pflanzzeitpunkt für die Baumsorten, die Sie in Ihrem Garten beheimaten wollen. Der Pflanzzeit richtet sich nach der Baumsorte und den regionalen Klimabedingungen. Es macht Sinn, sich in einer Baumschule vor Ort beraten zu lassen.
  • Natürlich gilt es, beim Kauf des Baumes auf einen geraden Stamm zu achten. Auch sollte die Krone einen ausgeprägten Mitteltrieb mit drei bis vier kräftigen Seitentrieben besitzen, die um den Stamm verteilt sind. Bei den Wurzeln muss das Verhältnis zwischen kräftigen und feinen Strängen ausgewogen sein. Einen geeigneten Baum erkennen Sie außerdem an einer gesunden Veredelungsstelle. Das bedeutet, dass die Verdickung am unteren Stamm-Ende keine Verletzungen aufweisen darf.
  • Idealerweise wird der junge Baum beim Kauf am besten frisch dem Boden entnommen. Danach gilt es, ein Austrocknen der Wurzel durch lange Wartezeiten zu verhindern. Es empfiehlt sich, die Wurzeln abzudecken und den Baum so schnell es geht wieder einzupflanzen.
  • Um dem jungen Baum die Eingewöhnung zu erleichtern, markieren Sie die Himmelsrichtung, in der der Baum in dem Fachbetrieb ausgerichtet war. Wenn Sie den Obstbaum in Ihrem Garten in die gleiche Richtung ausrichten, gelingt der Eingewöhnungsprozess erheblich schneller.
  • Das Pflanzloch sollte ausreichend groß sein, damit die Wurzeln nicht zu schnell auf dichten Boden stoßen. Das hemmt das Wachstum wie in einem zu kleinen Blumentopf. Als Faustregel sollte das Pflanzloch etwa doppelt so groß sein wie der Wurzelballen und kann bei harten Böden kann das Loch sogar noch größer ausfallen. Die Lockerung des Untergrundes beugt zudem Staunässe vor.
  • Vermischen Sie die ausgehobene Erde mit Substrat oder Kompost, bevor Sie das Loch auffüllen. Der Baum sollte nun etwas hin- und her bewegt werden, damit die Erde sich gleichmäßig zwischen den Wurzeln verteilt. Danach treten Sie den Boden vorsichtig fest und legen einen Gießrand an.
  • Geben Sie dem jungen Bäumchen Halt durch einen Stützpfahl. Im Idealfall sollte dieser bis unter die Baumkrone reichen. Damit rüsten Sie das wurzelschwache Gehölz gegen mögliche Herbststürme und Schneelasten. Nach dem Pflanzen befestigt man den Stützpfahl noch mit einem Kokosstrick kurz unterhalb der Krone. Um einen Abstand zwischen Stamm und Stange zu erhalten, legen Sie den Strick wie eine Acht um diese beiden.
  • Die Neuanschaffung muss ausreichend gegossen werden. Dem jungen Baum fehlt logischerweise noch das weit verzweigte Wurzelwerk. Stellen Sie eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit sicher. Am besten wässert man den frisch gepflanzten Baum sofort mit etwa 30 Litern Wasser.
  • Anders als bei Beerensträuchern werden Obstgehölze nicht direkt nach der Pflanzung im Herbst gekürzt. Dies geschieht erst im nächsten Frühjahr. So verhindern Sie, dass Frost oder Pilzkrankheiten in die frischen Schnittstellen eindringen können. Eine Schädigung des noch insgesamt schwachen Baumes wäre die Folge.
  • Bedenken Sie, dass die Krone eines Obstbaumes einen ansehnlichen Durchmesser erreichen kann. Lassen Sie daher genügend Freiraum und pflanzen diese Bäume nicht zu nah an Hauswände oder Grundstücksgrenzen.

 

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Obsternte:

Oktobergarten-Apfelbaum

Äpfel aus dem eigenen Garten

Es ist Zeit für die späten Apfelsorten. Diese sind jetzt erntereif. Doch erntereif heißt noch nicht genussreif. Nicht alle Apfelsorten können Sie direkt verwerten, wenn sie erntereif sind. Es gibt einige Sorten wie Roter Boskoop, die nach der Ernte noch etwas vier bis acht Wochen lagern müssen. Erst dann erreichen sie die sogenannte Genussreife. Gleiches gilt für Sorten wie Berlepsch und die neuere Sorte Pilot. Erst während der Lagerung entwickeln sie ihr sortentypisches Aroma. Lagern Sie Äpfel möglichst nahe am Gefrierpunkt und bei hoher Luftfeuchtigkeit. Optimal ist ein kalter Kellerraum.

Gleiches gilt für großfruchtige Kiwis, die ab Oktober geerntet werden. Sie müssen ebenfalls noch einige Zeit im Haus nachreifen. Die kleinfruchtigen Sorten wie Weiki kann man hingegen noch bis Ende November gleich nach der Ernte genießen. Da diese Mini-Kiwis in lockeren Trauben wachsen, werden sie mit dem ganzen Zweig abgeschnitten. Hartreif geerntete Mini-Kiwis halten sich noch zwei Wochen im Kühlschrank.

Tipp: Lagern Sie die großfruchtigen Kiwis zusammen mit frischen Äpfeln in Folienbeuteln. Die Äpfel verströmen ein Reifegas, das die Kiwis schneller reifen lässt.


Beete mit (Frucht-)Gemüse:

Sie haben noch Gurken oder Auberginen in Ihren Beeten? Dann ist jetzt die Zeit gekommen, die letzten Gurken und Auberginen, aber auch den Schnittlauch, Knollensellerie oder Rote Rüben abzuernten.

Oktobergarten-Gemüsesorten

Vitaminreich und gut

Fruchtgemüse wie Tomaten oder Paprika entwickeln hingegen bis zum ersten Frost weiterhin Blüten und Früchte. Danach sollten auch diese Gemüse abgeräumt werden. Graben Sie die ganzen Pflanzen aus und hängen diese an einem warmen, trockenen Ort kopfüber auf. So können Sie noch etwa zwei Wochen weiterernten. Einzelne grüne Tomaten reifen am besten nach, wenn man sie in einem warmen Zimmer zwischen zwei Lagen Zeitungspapier lagert.

Einige Kohlsorten, u. a. der Rosenkohl, bekommen mit den ersten Frösten sogar noch ein erheblich besseres Aroma. Der Mangold ist ein sehr robustes Gemüse und übersteht milde Winter problemlos im Freien. Mit einem Vlies schützen Sie diesen Kohl vor austrocknenden Winden und starker Kälte.

Oktobergarten-SchnittlauchI

Schnittlauch

Schnittlauch kann man Ende des Monats in Töpfen ins Haus holen. Dazu reißen Sie die noch jungen Mutterpflanzen mit der Hand auseinander. Stark durchwurzelte Ballen teilen Sie mit einem Messer. Die Jungpflanzen mit sandig frischer Blumenerde in Töpfe setzen und mit lauwarmem Wasser angießen. Das Grün mit einer Schere oder einem scharfen Messer auf 5cm über der Erde zurückschneiden, damit sich rasch neue Triebe bilden. Stellen Sie die Kräutertöpfe zum Antreiben die Kräutertöpfe hell und warm. Das gelingt in einem beheizten Gewächshaus oder auf der Fensterbank am besten. Zum Gießen nehmen Sie lauwarmes Wasser. Das Antreiben gelingt am besten, wenn Schnittlauch im Garten bereits leichten Frost abbekommen hat.

Tipp: Die Blütenstängel kosten die Pflanzen Kraft und sind besser rechtzeitig zu entfernen.

Salat:

Oktobergarten-Salatblatt

Gesund und lecker – Salat

Einige Salat-Sorten, wie z. Beispiel der Ende Juli bis Anfang August gepflanzte Endivien-Salat, sind ab Oktober erntereif. Traditionelle Sorten werden vor der Ernte durch Aufbinden gebleicht, neuere Züchtungen bilden von selbst zarte, gelbe Herzblätter.

Ein paar kalte Nächte überstehen die Köpfe problemlos. Fallen die Temperaturen allerdings nachts unter null, sollten Sie die Beete mit zwei Lagen Vlies abdecken. Um das Faulen der Salat zu verhindern, lüften Sie die Beete an sonnigen Tagen. Bei einer angekündigten länger anhaltenden Kälteperiode schneiden Sie die Rosetten knapp über den Wurzeln ab. Anschließend wickeln Sie die Rosetten in Zeitungspapier und lagern diese kühl. Sofern Sie die Köpfe samt Pfahlwurzel ausgraben, können Sie diese im Frühbeet in Erde einschlagen.

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Quelle: Unser Gemüsegarten im Herbst – die Ernte – youtube

Rhabarber teilen:

Rhabarber, dieses Knöterichgewächs erfreut sich großer Beliebtheit in vielen Nutzgärten. Damit die Stauden wüchsig und vital bleiben, teilen Sie Ihren Rhabarber etwa alle acht bis zehn Jahre. Stechen Sie dazu mit einem scharfen Spaten Teilstücke mit mindestens drei gut ausgebildeten Knospen ab. Die Stauden benötigen am neuen Standort einen ausreichenden Platz von ca. 1 bis 1,50 Metern pro Pflanze. In der aufgelockerten Erde arbeiten Sie möglichst reifen und gesiebten Kompost ein. Drei bis vier Liter sollten ausreichen. Damit die Stauden ungestört wachsen können, gönnen Sie diesen im ersten Jahr Ruhe und beginnen erst im zweiten Jahr mit der Ernte.

Späte Kürbis-Sorten ernten:

Die Erntezeit für Kürbisse beginnt zwar bereits ab Ende August. Doch auch jetzt gibt es noch spätreifende Garten-Kürbisse, die es abzuernten gilt. Wenn die Wachstumsphase der Kürbisse beendet ist werden die Stiele trocken und verholzen. Ist der Stiel stark verholzt, so kann der Kürbis bedenkenlos geerntet werden. Auch die satte Farbe, die der Kürbis am Schluss des Reifegrads bekommt, ist ein Hinweis. Ein weiteres Zeichen für die Reife des Winterkürbisses ist ein hohles Geräusch bei einer Klopfprobe. Nutzen Sie die Zeit der Ernte vor dem ersten Frost. Danach ist eine Ernte der Frucht nicht mehr zu empfehlen.

Oktobergarten_Kürbisse

Kürbis ist echt lecker

Bei der Ernte selbst ist darauf zu achten, dass die Kürbisse nicht beschädigt werden. Quetschungen oder anderweitige Beschädigungen setzen einen Fäulnisprozess in Gang, der Ihnen die Freude an den Gewächsen schnell nehmen kann. Nach der Ernte sollten Sie Ihre Kürbisse gründlich waschen, damit sich keine Bakterien und Pilze in den Erdresten vermehren. Eine trockene Lagerung ist für Kürbisgewächse erforderlich.

Himbeeren zurückschneiden:

Ab Ende Oktober können Sie die abgetragenen Ruten Ihrer Himbeeren zurückschneiden. Entfernen Sie bei den Sommer-Himbeeren alle zweijährigen Triebe dicht über dem Boden. Lassen Sie von den einjährigen Trieben für die Ernte im kommenden Jahr nur die kräftigsten stehen. Es gibt Sorten und den Herbst-Himbeeren, bei denen der Schnitt besonders einfach ist. Hier schneiden Sie einfach alle abgeernteten Ruten auf Bodenhöhe ab. Die Pflanzen treiben im nächsten Frühjahr wieder aus und tragen ihre Beeren im Herbst an den neuen Ruten.

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Es gibt wahrlich genug zu tun. Also, ran an die Nutzpflanzen in Ihrem Oktobergarten.

Garten Pflanzen Grüner Daumen



 


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