Der Herbst wird mit fallenden Temperaturen deutlich spürbar. Dennoch ist jetzt im Oktober die beste Pflanzzeit. Wenn Sie sich im kommenden Frühjahr in Ihrem Garten an schönen, neuen Farben erfreuen möchten, sollten Sie die zur Verfügung stehende Zeit nutzen. Dies gilt für Zwiebelblumen, Ziersträucher und Stauden. Diese bilden vor dem Winterbeginn noch Wurzeln. Und im anstehenden Winter tut den Pflanzen die Winterruhe gut. Viele Sommerblumen sind ab Ende Oktober nicht mehr besonders ansehnlich. Daher ist es besser, die Beete abzuräumen und die Pflanzen auf dem Kompost zu entsorgen. Es empfiehlt sich, den Boden der Beete mit einer schnell wachsenden Gründüngung wie Raps oder Winter-Roggen aufzubessern.

Die Checkliste für Ihre Zierpflanzen im Oktobergarten:

Auch wenn einige dieser Themen bereits im Septembergarten behandelt worden sind, sind diese auch im Oktober noch aktuell. Gerade was das Pflanzen der Blumenzwiebeln angeht.

Wie pflanze ich Zwiebelblumen richtig?

Idealerweise werden Blumenzwiebeln in einem Beet, möglichst in Gruppen und für die Optik nach Größe gestaffelt, gepflanzt. Zwiebelpflanzen kommen einzeln nämlich kaum zur Geltung. Tulpen, Schneeglöckchen, Krokusse und Narzissen sind möglichst in den nächsten Tagen einzusetzen. Neben den neuen Zwiebeln sind auch die alten Zwiebelblumen in die Erde zu bringen. Die neuen Knollen sollten beim Kauf fest und trocken sein und eine glatte Haut aufweisen.

Blumenzwiebel
Tulpenzwiebeln

Der Lasagne-Trick

Kennen Sie den Lasagne-Trick? Jetzt werden Sie sich bestimmt fragen, was Lasagne mit Blumenzwiebeln zu tun hat. Nun, diejenigen, die im Frühling nur auf kleinen Flächen oder gar nur in einem Gefäß Tulpen, Narzissen und Krokusse setzen können, sollten diese in Schichten stapeln. Ähnlich wie die Schichten einer Lasagne. Damit sorgen Sie dafür, dass die Pflanzen auf einer kleinen Fläche länger blühen. Wie funktioniert das in der Praxis? Indem Sie die größeren Zwiebeln ganz nach unten setzen und kleinere weiter nach oben. Genauso ist es ratsam, frühblühende langstielige Tulpen zuerst in die Erde zu setzen. Kleine Narzissen setzen Sie darüber und zuletzt folgen Traubenhyazinthen.

Große Zwiebeln für große Ergebnisse

Bei den Zwiebeln gilt, dass größere Zwiebeln meist auch kräftigere Pflanzen hervorbringen. Sie blühen schöner und besser als kleinere Exemplare ihrer Art. Um eine volle Blütenpracht im Frühjahr bewundern zu können, setzen Sie einfach mehrere Knollen einer Art zusammen. Damit erzielen Sie Ergebnisse, die sich sehen lassen können.

Frostfreier Boden für die Blumenzwiebeln

Solange der Boden nicht gefroren ist, können die Knollen noch gesetzt werden. Ab November ist es dafür meistens zu spät. Ein durchlässiger Boden ist für das Stecken der Zwiebeln schon wichtig. Bei den gekauften Blumenzwiebeln werden Sie zunächst keinen Dünger benötigen, da die Knollen alle wichtigen Nährstoffe für eine schöne Blüte bereits gespeichert haben.

Auch die Dauer der Blüte können Sie aktiv beeinflussen, indem Sie bei den einzelnen Arten verschiedene Sorten auswählen. Wählen Sie also möglichst Sorten mit unterschiedlichem Blütezeitpunkt. Diese Kombination ergibt in der kommenden Saison einen sehr schönen Effekt. Achten Sie allerdings beim Setzen darauf, dass sich die Stiele beim Austreiben nicht behindern können.

Die Favoriten unter den Blumenzwiebeln

An erster Stelle der Beliebtheitsskala stehen die….

na klar, die Tulpenzwiebeln aus Holland. Tulpen zählen zu den begehrtesten Schnittblumen und Gartenpflanzen in Deutschland. Die Niederlande sind mit einem Anteil von 80 Prozent weltweit der größte Exporteur dieser Knollen. Es gibt Tulpen in über 5000 Sorten! Ihre Farbvielfalt reicht von Gelb, Weiß, Rot, Rosa, Orange bis zu Violett. Und auch die Formen sind vielfältig: Ob gefüllt, gefiedert und gestreift, gezackt oder gekräuselt.

Weitere sehr beliebte Frühlingsboten sind Narzissen, Schneeglöckchen, Traubenhyazinthen, Iris, Alpenveilchen, Anemonen oder Buschwindröschen. Auch sehr schön anzusehen ist die nordamerikanische Prärielilie. Im Mai beginnt diese Blume zu blühen und erfreut das Auge mit blauen und violetten Blüten. Eigenartig, dass bei uns diese Zierpflanze mit den sternförmigen Kelchen eher selten kultiviert wird. Mit der richtigen Bodenbeschaffenheit ist diese Schönheit recht pflegeleicht. Lediglich zu viel Nässe schadet den kleinen Zwiebeln.

Die beliebten Frühlingsblumen in der Übersicht:

So behandeln Sie Blumenzwiebeln richtig:

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Quelle: Blumenzwiebeln im Herbst setzen – youtube

Was gibt es noch zu tun?

Während Gräser erst wieder im Frühjahr gepflanzt werden, können junge Zweijährige ausgesetzt werden. Die Königskerze, der Fingerhut und Goldlack blühen erst im Frühling, brauchen aber vorher etwas Zeit, um sich an ihre Umgebung zu gewöhnen.

Die Rosen wollen auch beachtet werden

Viele Gärtnereien bieten jetzt im Oktober wieder preiswerte, wurzelnackte Rosen an. Da die Rosenstöcke jetzt ganz frisch sind, empfiehlt sich der Kauf. Jetzt gepflanzt, sind die Rosen im Frühjahr schon gut eingewurzelt und treiben daher auch früher aus. Die wurzelnackten Rosen, die im Frühjahr angeboten werden, haben sehr oft schon drei bis vier Monate Lagerung im Kühlhaus hinter sich.

Unabhängig von der Sorte brauchen alle Rosen einen vollsonnigen Standort auf nährstoffreichem Boden. Handelt es sich um empfindlichere Sorten, wie zum Beispiel Beetrosen, sollten Sie bei kälterer Witterung auch ans Anhäufeln mit Kompost denken. Eine Auflage mit Reisig schützt zusätzlich vor Kälte. Einige Rosensorten blühen sogar noch bis in den Winter hinein.

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Entgegen der hinlänglichen Meinung, dass die Rosen im Herbst stark zurückgeschnitten werden müssen, ist es sinnvoller, diese nur ein wenig zu bearbeiten. Im Frühjahr ist richtige Zeitpunkt, diese auf drei bis vier Augen einzukürzen und Winterschäden zu beseitigen.

Quelle: Herbstschnitt bei Rosen – youtube

Immergrüne bringen Farbe im Winter

Einen schönen Anblick bieten die Immergrünen. Dies gilt umso mehr in der tristen Jahreszeit, wenn es dem Garten an Farbe fehlt. Buchsbaum oder Rhododendron gedeihen am besten im Halbschatten wie zum Beispiel unter hohen Bäumen. Kirschlorbeer kann bei kaltem, klarem Wetter und zusätzlichem Wassermangel schnell Blattschäden bekommen. Im nächsten Frühjahr zeigt er sich jedoch erholt und bringt erneut Triebe hervor.

Bonsai im Garten?

Genau wie die Bäume bereiten sich auch Bonsais langsam auf den Winter vor. Sie benötigen weniger Wasser und größere Schnittmaßnahmen sollten nicht mehr erfolgen. Da die Pflanzschalen bei anhaltendem Frost leicht durchfrieren, sollten Sie die Wurzelballen zum Monatsende samt Gefäß ins Gartenbeet eingraben. Der Erdboden isoliert und schützt die Wurzeln.

Schöne Ansicht auch im Winter

Da es viele Staudenarten gibt, die auch im Winter attraktive Samenstände tragen, sollten Sie nicht alle verblühten Stauden zurückschneiden. Auch werden manche Stauden wie zum Beispiel Astern durch einen frühen Rückschnitt viel empfindlicher gegen Frost. Kurzlebigen Staudenarten wie Stockrosen tut ein früher Rückschnitt allerdings gut.

So, jetzt will ich Sie aber nicht länger aufhalten. Es gibt viel zu tun an und mit Ihren Zierpflanzen im Oktobergarten.

Lesen Sie im nächsten Beitrag: Checkliste für die Nutzpflanzen in Ihrem Oktobergarten.

Garten Pflanzen Grüner Daumen

 

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