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Checkliste für Ihre Zierpflanzen im September

Gartenarbeit_September

Der September lässt Ihnen wenig Zeit zum Ausruhen, denn Ihr Garten erfordert jetzt Ihre ganze Aufmerksamkeit. Nachdem wir bereits einige allgemeine Arbeiten abgehandelt haben, finden Sie hier die wichtigsten Punkte für Ihren Ziergarten. Denn gerade für Sträucher und Gehölze, Stauden und Blumen ist der September im Garten ein besonders wichtiger Monat.

Checkliste für die Zierpflanzen im Septembergarten

Pflanzen:

Für viele immergrüne Gehölze genauso wie für Nadelgehölze ist der September der ideale Pflanzmonat. Das gilt z. B. für Kirschlorbeer, Scheinzypressen, Lebensbäume oder Eiben. Werden diese rechtzeitig gepflanzt, bleibt noch genügend Zeit um in den Boden einzuwurzeln. Für die Pflanzen ist das Einwurzeln überlebensnotwendig, da immergrüne Pflanzen in der frostfreien Winterzeit Wasser über ihre Wurzeln aufnehmen.

Auch beim Einkauf der neuen Pflanzen gibt es etwas zu beachten: Es geht um die Qualität der Wurzelballen. Wenn Sie die Pflanze aus dem Topf, muss der Wurzelballen rund und kompakt bleiben. Sollte dieser hingegen auseinanderfallen, ist er schlecht durchwurzelt. Das gilt auch für Containerpflanzen, wenn sich die Wurzeln beim Herausziehen vom Ballen lösen.


Quelle: Gartennachrichten September: Wie Pflanzen wirklich blühen – youtube

Umpflanzen:

Immergrüne Nadel- und Laubgehölze sollten Sie spätestens im September umpflanzen. Die Pflanzen können vor dem ersten Bodenfrost noch wachsen. Zudem bilden sie im noch warmen Boden bis zum Winter neue Wurzeln, die die Pflanzen bereits im Winter mit Wasser versorgen können. Auch die Niederschlags-wahrscheinlichkeit ist im Spätsommer und im Herbst höher als im Frühjahr. So ist die Gefahr gering, dass die frisch gepflanzten Gehölze bei milden Temperaturen vertrocknen. Da diese Pflanzen jedoch im ersten Winter anfälliger für Frostschäden sind, ist es besser das Umpflanzen empfindlicher Arten wie Palmen, Erdbeerbäume, Olivenbäume, Flanellsträucher oder Kamelien daher besser auf das Frühjahr zu verschieben.

Das Alter der Pflanzen spielt weiterhin eine Rolle, da immergrüne Gehölze, die länger als fünf Jahre an ihrem Platz standen ein Umpflanzen meist schlecht vertragen. Buchsbaum, Eibe und Moorbeetpflanzen wie Rhododendren lassen sich am besten umsiedeln. Andere wie Kirschlorbeer oder Ilex reagieren dagegen empfindlich auf das Umsetzen. Erhalten Sie beim Verpflanzen möglichst viele Feinwurzeln, indem Sie den Wurzelbereich mit dem Spaten weiträumig ausstechen. Setzen Sie die Pflanze nicht tiefer in die Erde als zuvor und wässern Sie gründlich. Da es auch im Spätsommer und Herbst noch einmal sehr warm werden kann, macht es Sinn, große Pflanzen mit einem Vlies vor der Sonne zu schützen.

Der letzte Schnitt:

Zwischen dem 1. März und dem 30. September ist zwar laut Bundesnaturschutzgesetz das umfangreiche Beschneiden von Hecken und Bäumen grundsätzlich verboten, denn das Gehölz dient als Brutstätte für viele Vögel. Ausgenommen von dieser Regelung sind allerdings schonend durchgeführte Form- oder Pflegeschnitte. Allerdings vorausgesetzt, Sie nehmen stets auf brütende Vögel Rücksicht.

Im Spätsommer können immergrüne Pflanzen wie der Spindelstrauch, Scheinzypresse oder Lebensbaum ein letztes Mal geschnitten werden. Buchsbaum hingegen sollte man nicht später als Mitte August bis max. Anfang September trimmen. Wer später zur Schere greift riskiert, dass die nachwachsenden Triebe bis zum Winter nicht richtig ausreifen und später erfrieren.

Wilder Wein rankt

Wilder Wein

Haben Sie Klettpflanzen an Ihren Hauswänden, also Wilder Wein, Kletterhortensien oder Blauregen, dann ist es wichtig, diese rechtzeitig zurück zu schneiden. Mit den Haftwurzeln klettern diese Pflanzen die Hauswände empor und wachsen in die Regenrinne oder dringen sogar in Fugen oder Risse der Fassaden und bis unter die Dachziegel. Blauregen kann sogar noch beträchtlicheren Schaden anrichten. Seine Triebe entwickeln solch unglaubliche Kräfte, dass sie sogar das Regenrohr zusammendrücken können.

Besser sind stabile Rankgerüste, die der Last von Trieben und Blattwerk dauerhaft standhalten.


Die Rosen:

Gerade bei den öfter blühenden Sorten der Rosen sollten Sie alle welken Blüten entfernen. Dann können Sie sich noch bis zum Frost an Ihren Rosen erfreuen können. Schneiden Sie die welken Blüten bis zum ersten fünffach gefiederten Blatt des jeweiligen Triebes zurück. Das Entfernen der welken Blüten fördert die Entwicklung neuer Knospen.


Quelle: Herbstschnitt bei Rosen – youtube

Um die Rosen für die Wintermonate abzuhärten empfiehlt es sich, die Rosensträucher in den kommenden Wochen mit Kalimagnesia zu düngen. Kalimagnesia ist im Handel unter der Bezeichnung „Patentkali“ erhältlich. Der Dünger fördert die Frosthärte, weil durch das im Dünger enthaltene Salz der Wassergehalt in den Pflanzen reduziert wird und die Triebe besser verholzen. Hinzu kommt die Versorgung der Rosen mit Kalium und Magnesium. Da sich sehr schnell Brandschäden einstellen können, suchen Sie möglichst bedeckte Tage für diese Arbeiten. Ungefähr 20 bis 30 Gramm Kalimagnesia pro Quadratmeter sind als Menge ausreichend. Tragen Sie dabei Handschuhe und schützen Sie Ihre Arme, da der Dünger die Haut reizen kann.

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Blumenzwiebeln pflanzen:

Wenn Sie neue Blumenzwiebeln einsetzen wollen, ist ab Mitte September der richtige Zeitpunkt. Bringen Sie die frischen Zwiebeln am besten gleich in die Erde. Denn dann stellen Sie sicher, dass Sie sich im kommenden Frühjahr an den Ergebnissen erfreuen können. Dies gilt vor allem für die folgenden Zwiebeln bzw. Knollen: Knotenblumen, Zierlauch, Buschwindröschen, Präriekerzen, Blausterne, Tulpen, Schneestolz, Krokusse, Hyazinthen, Narzissen, Alpenveilchen, Winterlinge, Kaiserkronen und Schneeglöckchen.

Für die Pflanztiefe gilt folgende Faustregel: Man gräbt doppelt so tief, wie die Blumenzwiebel bzw. die Knolle dick ist. Dann werden die Blumenzwiebeln so gesetzt, dass die Spitze bzw. Spross-Seite nach oben zeigt. Anschließend wird die Erde wieder darüber gefüllt. Bei nässeempfindlichen Arten sollten Sie vor dem Setzen der Zwiebel etwas groben Bausand ins Pflanzloch streuen.

So wird gepflanzt:

1. Pflanzloch in richtiger Tiefe ausheben und Boden krümelig auflockern.

2. Bei lehmigen oder tonigen Böden eine Dränage-Schicht aus Sand anlegen.

3. Zwiebeln mit der Spitze (Vegetationspunkt) nach oben einsetzen.

4. Zwiebeln mit humusreicher Gartenerde bedecken und diese leicht andrücken.

Blumenzwiebeln pflanzen

Blumenzwiebeln

Die Pflanzabstände zwischen den Blumenzwiebeln sollten so weit gewählt werden, wie die Pflanzen auch hinterher stehen sollen. Meistens pflanzt man die Blumenzwiebeln in kleinen Gruppen gleichartiger zusammen – dadurch kommen die Farbe und das Wesen der Blumenzwiebelart bzw. der Blumenzwiebelsorte besser zur Geltung.

Wenn Sie die Blumenzwiebeln über den ganzen Garten verteilen, wirkt es natürlicher aber gleichzeitig auch weniger auffällig. Mehr Effekt und Aufmerksamkeit erzielen Sie, wenn Sie die ganze Farbenpracht in einem Beet unterbringen.

Es kommt allerdings entscheidend darauf an, welchen Eindruck Sie an den jeweiligen Standorten erzielen wollen. Manche Blumenzwiebeln lassen sich gut verwildern, z. B. Schneeglöckchen, Krokusse, Blausterne, Narzissen, Tulpen/Wildtulpen oder Traubenhyazinthen – diese können ein Blickfang in einer Wiese sein oder kahle Stellen unter Bäume und Gehölzen verzieren.

Die großblumigen und gefüllten Prunkzüchtungen gehören jedoch auf ein Beet. Ein Beet mit gutem und durchlässigen Gartenboden sowie ausreichender Versorgung mit Nährstoffen und entsprechender Pflege.

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Vermehrung:

Für die Vermehrung vieler Pflanzen ist jetzt ebenfalls der richtige Termin gekommen. Nutzen Sie vor dem Einräumen die letzte Gelegenheit, Kübelpflanzen wie Schönmalve, Oleander, Fuchsie oder Datura zu vermehren. Dazu schneidet man Triebspitzen von 10-15 cm Länge mit einem scharfen Messer ab. Man kürzt den Steckling bis knapp unterhalb eines Blattauges ein. Die unteren Blätter werden abgezwickt. Bei Pflanzen mit großen Blättern wie Datura und Hibiskus kürzen Sie die Blätter auf die Hälfte ein. Sie verdunsten dann weniger Wasser. Die Stecklinge werden in Aussaaterde gesteckt. Unter einer Folienhaube wurzeln sie innerhalb weniger Wochen.

Für Efeu gilt: Schneiden Sie 10-20 cm lange, ausgereifte, leicht verholzte Triebspitzen ab. Die Triebspitzen in einen 10-cm-Topf mit sandig-humoser Erde stecken, angießen und im Gewächshaus aufstellen. Genauso können die Töpfe 10 cm tief in ein Gartenbeet eingraben. Im Frühjahr haben die Stecklinge Wurzeln gebildet.

Der Wild-Mohn, ein Verwandter des Klatschmohns, ist bereits Ende Mai mit seinen dekorativen Blüten sichtbar, wenn die Aussaat jetzt erfolgt. Das sehr feine Saatgut wird breit verteilt ins Beet gestreut und dünn mit Erde bedeckt. Danach sollte die Stelle gleichmäßig feucht gehalten werden.

Topf_pikieren

In einen Topf pikieren

Ebenfalls im September können Sie noch zweijährige Sommerblumen wie Levkojen, Vergissmeinnicht oder Fingerhut aussäen. Streuen Sie die Samen in Schalen mit Aussaaterde und bedecken Sie sie leicht mit Erde (max. 1 cm). An einem an einen halbschattigen Platz und bei einer Temperatur von 15 – 18° C keimt die Saat. Drei bis vier Wochen später werden die Pflänzchen dann am besten in Töpfe pikiert. Mitte Oktober werden diese ihren vorgesehenen Platz im Garten bekommen.

Sehr beliebt in vielen Gärten sind mittlerweile Ziergräser. Diese sind ein Blickfang und immer sehr schön anzusehen. Allerdings sollten Sie unbedingt beachten, ob es sich bei Ihren Gräsern um Lampenputzer- oder Pampasgras handelt. Diese Gräser sind nur zierend. Die Waldschmiele, die einjährige Mähnengerste oder das Zittergras haben hingegen einen sehr starken Ausbreitungsdrang. Um dies einzudämmen, schneiden Sie die Ähren direkt nach der Blüte ab.

Lampenputzergras_rot

Lampenputzergras

>>>Checkliste für Ihre Nutzpflanzen im September<<<

Garten Pflanzen Grüner Daumen




Bildnachweis:
Gartenarbeit – Gabi Reinkober / pixelio.de
Wilder Wein – Grey59 / pixelio.de
Blumenzwiebeln – Joujou / pixelio.de
In den Topf pikieren – by-sassi / pixelio.de
Lampenputzergras – M. Großmann / pixelio.de

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