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➤ Gartenarbeiten im Dezember

 

Gartenarbeiten im Dezember? Na klar! Ein Garten im Dezember bedeutet keineswegs, dass alles ruht und die Gartenarbeiten für geraume Zeit erledigt sind. Ganz unabhängig davon, dass es in diesem Monat nahezu ausnahmslos wieder ungemütlich wird. Meist zeichnet sich in unseren Breitengraden der letzte Monat des Jahres durch sein nasskaltes Schmuddelwetter aus. Nicht immer erfüllt sich der sehnliche Wunsch nach einer weißen Weihnacht. Gleich welches Wetter, für Sie als Gartenbesitzer gibt es rund um das ganze Jahr genügend zu tun. Diese Checkliste für die Gartenarbeiten im Dezember soll Ihnen Anregungen geben, welche Aufgaben zu dieser Jahreszeit zu erledigen sind.

Was gibt es also zu tun? Worauf sollten Sie sich ganz besonders konzentrieren? Welche Schutzmaßnahmen sind erforderlich? Wie steht es mit den Überwinterungshilfen für die Tiere? Um diese und einige weitere Fragen geht es in diesem Beitrag. Mehr erfahren Sie, wenn Sie dranbleiben….

 


Nutz- und Zierpflanzen brauchen Schutz

Wenn es um die Gartenarbeiten im Dezember geht, sind da einmal die Nutz- und Zierpflanzen im Garten, denen das Augenmerk gilt. Um ihnen den Temperaturschock so angenehm wie möglich zu gestalten, gilt es, diese möglichst vor Kälte zu schützen. Die Beete sind ebenfalls abzudecken und auch der Gartenteich mit seinem sensiblen Ökosystem darf nicht vergessen werden.

Vor allem die frostempfindlichen Pflanzen schützen!

Sobald der erste Frost angesagt wird, benötigen auch frisch gepflanzte Stauden, junge Herbstanemonen, Sommerflieder und andere empfindliche Pflanzen einen Schutz. Als Abdeckung eignen sich idealerweise Laub und Fichtenreisig, aber auch Filzmatten und Vlies. Bei Rosen sind die Veredelungsstellen am Kronenansatz am empfindsamsten.

Daher ist es sinnvoll, Erde oder Mutterboden sowie Kompost so anzuhäufen, dass diese Stellen gut bedeckt sind. Für die Hochstammrosen eignet sich ein Mantel aus Vlies, Sackleinen oder Jute. Verwenden Sie dazu jedoch keine Folie.

Gefäße mit winterharten Kübelpflanzen werden einfach in Noppenfolie gehüllt. Ebenso sind mediterrane Gehölze sehr anfällig für Winterschäden. Ganz allgemein sind nahezu alle Gehölze für einen Schutz dankbar.

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Kübelpflanzen richtig überwintern lassen

Die winterharten Kübelpflanzen sollten spätestens jetzt ihren Frostschutz in Form von Vlies oder Jutesäcken erhalten. Gegen starke Bodenkälte eignet sich eine Styroporplatte. Die nicht winterharten Pflanzen müssen auf jeden Fall in ein Winterquartier wie Wintergarten, Abstellraum oder Keller. Eventuell bringen Sie diese Pflanzen auch in einer Gärtnerei unter.

Bei starkem Schneefall sollten Sie auch daran denken, eine allzu schwere Schneelast von immergrünen Pflanzen abzuschütteln oder abzukehren, damit die Äste unter dem Gewicht nicht brechen.

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Der Gemüsegarten verlangt nach Ihrer Aufmerksamkeit

Natürlich sind bei den Gartenarbeiten im Dezember auch die Gemüsebeete nicht zu vernachlässigen. Das Gemüse, das noch auf dem Beet steht, sollte mit Vlies oder Laub geschützt werden. So können Rosenkohl und Grünkohl in frostfreien Perioden bis Ende Januar geerntet werden. Ein wenig Frost schadet dem Kohl nicht, ganz im Gegenteil, er sorgt dafür, dass die Röschen das richtige Aroma bekommen. Durch die Minustemperatur erhöht sich der Zuckergehalt in diesem Gemüse.

In kälteren Gegenden ist es allerdings empfehlenswert, den Rosenkohl mit Vlies vor dem Frost draußen zu schützen. Auch Feldsalat und Spinat überwintern problemlos unter dieser Schutzschicht im Gemüsebeet oder auch im Hochbeet.

Da es nun überall kalt wird, ist die Zeit gekommen, frostempfindliche Wurzelgemüse-Sorten aus dem Boden zu nehmen. Das gilt ganz besonders für Knollensellerie, Möhre und die Rote Bete.

Im Dezember kommen die ersten, ganz frischen Triebe von Gemüsepflanzen – die sog. Keimsprossen. Sie liefern besonders jetzt im Winter wichtige Vitamine und Mineralien. Die Keimsprossen können Sie ins Haus bringen und auf eine nicht zu sonnige Fensterbank stellen. Wenn Sie diese ein paar Mal befeuchten, werden sie bei ungefähr 20 Grad Wärme weiter keimen und gut gedeihen.

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Grobe Arbeiten und Rückschnitt

Zwar gelten die Monate Januar und Februar als die Monate für den Winterschnitt. So trocknen die Blätter und Früchte bei lichten Baumkronen schneller ab, und trockenes Laub wird nicht so leicht von Pilzkrankheiten befallen.

Abgestorbene Äste und Zweige lassen sich jedoch bereits jetzt besonders gut zurückschneiden, da die Gehölze ihr Laub verloren haben. Dies gilt sowohl für die Bäume als auch für Sträucher und Hecken.

Weiterhin ist die Zeit für die groben Arbeiten wie das Fällen von Bäumen gekommen.

Ansonsten sollten Sie es bei einem leichten Rückschnitt bewenden lassen und für den Hauptschnitt auf den ausklingenden Winter warten. Denn es besteht die Gefahr, dass der Frost tief in das Holz eindringt und zu Schäden führt.

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Schäden an Bäumen vorbeugen

Sehr häufig entstehen an den Baumstämmen Risse, die durch starke Temperaturschwankungen hervorgerufen werden. Insbesondere in Phasen von frostigen Nächten und Sonnenschein am Tag. Hier hilft ein reflektierender weißer Kalkanstrich.

Damit erreichen Sie, dass Extremtemperaturen und Temperaturunterschiede im Rindengewebe abgemildert werden und es eben nicht zu Hitzeschäden oder Spannungsrissen kommen kann.

Die Monate November und Dezember eignen sich insbesondere bei Obstbäumen sehr gut für den Weißanstrich. Beachten Sie dabei, den Weißanstrich nur an frostfreien, trockenen und sonnigen Tagen aufzutragen. An solchen Tagen trocknet die Farbe schneller und hält insgesamt länger.

Und vor Schädlingen, die vorzugsweise bei Obstbäumen auftreten – hierzu gehören u. a. Frostspannerweibchen und Blattläuse – helfen Leimringe.

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Weitere Gartenarbeiten im Dezember – das Pflanzen

Übrigens darf auch im Dezember gerne noch gepflanzt werden – solange der Boden frostfrei ist. Selbst die Zwiebeln für die Frühblüher können noch ins Gartenbeet.

Diese und ein paar weitere Tipps erhalten Sie in diesem Video.

Quelle: MDR Gartenkalender für Dezember: Gartentipps für den Winter | MDR Garten – youtube

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Den Gartenteich im Winter schützen

Im Zusammenhang mit den Gartenarbeiten im Dezember werden für einen eventuell vorhandenen Gartenteich die letzten Vorkehrungen getroffen. Sollten Sie einen Teich in Ihrem Garten haben, gilt Folgendes zu beachten: Bei niedrigen Temperaturen begeben sich auch die Fische zur Ruhe und die Fütterung sollte komplett eingestellt werden. Die Futtermittel werden nicht mehr von den Fischen angenommen und führen zu Verunreinigungen.

Alle nicht winterharten Teichpflanzen, wie zum Beispiel Seerosen, lagern Sie besser an einem frostfreien Ort ein.

Eisfreihalter verhindern das völlige Zufrieren des Teiches. Lassen Sie diese an der tiefsten Stelle des Teiches ins Wasser. Bei kleineren Teichen verhindern auch ins Wasser gestellte Strohmatten das Zufrieren. Zusätzliche Hilfsmittel sind Teichheizer.

Entfernen Sie jedoch Pumpen und Filter und lagern Sie diese frostfrei ein.

Ein weitestgehend eisfreier Gartenteich ist wichtig für den Austausch von Sauerstoff und Faulgasen. Sollte er aber doch einmal von einer Eisschicht bedeckt sein, müssen Sie behutsam vorgehen. Wenn Sie einfach nur ein Loch in die Eisdecke schlagen, wird es zu einem plötzlichen Druckunterschied im Teich kommen und die Schwimmblasen der Fische könnten platzen.

Sie können die Eisdecke jedoch vorsichtig und langsam mit heißem Wasser an einigen Stellen zum Schmelzen bringen. Am besten setzen Sie anschließend direkt einen Eisfreihalter ein, um den Teich vor erneutem Zufrieren zu schützen.

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Tiere beim Überwintern unterstützen

Es streiten sich die Gelehrten voller Inbrunst: Ist das Füttern der Vögel im Winter sinnvoll oder nicht?

Die relevanten Streitpunkte sind die Hygiene und Krankheitserreger (Salmonellen, Trichomonaden) sowie das Anlocken anderer (unerwünschter) Gäste.

Sollten Sie sich für die Fütterung entscheiden, ist unbedingt für die notwendige Hygiene zu sorgen. Das gilt einmal für den Futterplatz selbst und natürlich auch für die unmittelbare Umgebung.

Im besten Fall entscheiden Sie sich für Futterspender (Futtersilos), bei denen die Tiere nicht im Futter herumlaufen und es mit Kot verschmutzen können. Das trägt maßgeblich zur Minimierung der Übertragung und Ausbreitung von Krankheitserregern bei. Sofern die Futterspender so angebracht werden, dass das Futter auch bei starkem Wind, Schnee und Regen nicht durchnässt werden kann, verdirbt oder vereist das Futter darin nicht.

Es lässt sich kaum vermeiden, dass Vogelfutter auf den Boden fällt und somit Ratten anlocken kann. Aus diesem Grund sollten Sie geeignete, für Ratten nicht erreichbare Auffangteller unter den Futtersäulen anbringen. In jedem Fall zumindest aber die Futterreste unter den Futtersäulen täglich beseitigen.

Mittlerweile steht außer Frage, dass Futterstellen neben kleineren Singvögeln auch deren Feinde anlocken. Dazu zählen etwa Eichhörnchen oder größere Vögel wie Krähen. Es kommt tatsächlich in seltenen Fällen vor, dass Eichhörnchen Eier oder Jungvögel als Nahrung betrachten. In der Regel interagieren Vögel und Eichhörnchen hervorragend miteinander interagieren. An den Futterstellen nimmt sich jedes Tier das, was es braucht. Die Tiere arrangieren sich gut miteinander.

Hingegen sollten Sie nicht vernachlässigen, dass es Vögel gibt, auf deren Speisezettel die putzigen Eichhörnchen stehen. In der Folge locken Futterplätze, an denen sich die kleinen Nager aufhalten, Jäger wie z. Bsp. Habichte, Elstern, Eichelhäher und die Krähen an.

Mehr Informationen rund um die Vogelhäuser, Fütterung, Fressfeinde und Hygiene erfahren Sie in dem Gastartikel: Vogelhäuser als Vogelvilla. Ein weiterer Gastartikel beinhaltet die Anleitung für den Bau von Vogelhäusern im DIY-Verfahren: Ein Vogelhaus selber bauen und ein paar Tipps.

Insektenhäuser bieten nützlichen Tieren wie Marienkäfern, Schmetterlingen, Florfliegen und anderen Garten-Nützlingen eine Überwinterungshilfe. Deshalb macht die Anbringung eines Insektenhotels für die Wintermonate durchaus Sinn. Während des gesamten Winters treffen immer noch ab und zu neue Gäste ein, während die bereits eingezogenen Bewohner ihre Winterruhe halten.
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Eine gute Zeit für ein Hochbeet

Hochbeete erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, denn sie haben viele Vorteile: Sie können viel rückenschonender arbeiten. Das Gemüse wächst dank vieler Nährstoffe und zusätzlicher Bodenwärme optimal und lässt sich leichter vor Schneckenfraß schützen.

Einfacher Aufbau eines Hochbeetes

Ein Hochbeet einfach aufgebaut

Der Aufbau eines Hochbeetes ist recht einfach. Entscheiden Sie sich für den geeigneten Standort und legen Sie zunächst die Grundfläche fest. Der Standort sollte idealerweise von der Sonne begünstigt werden und windgeschützt sein. Möglicherweise bietet sich eine Hecke in der Nähe als Windschutz an.

Damit Sie bequem gärtnern können, sollte das Beet ca. 80 bis 120 cm hoch und nicht breiter als 130 cm sein.

Säubern Sie den Bereich von größeren Steinen sowie anderen Fremdkörpern. Entfernen Sie zudem eine eventuell vorhandene Grasnarbe. Ebnen Sie mit einer Schaufel die Grundfläche des Beetes großzügig ein, indem Sie den Boden rund 25 cm tief abtragen.

Anschließend breiten Sie auf der gesamten eingeebneten Fläche ein dünnes Gartenvlies aus. Das hat den Vorteil, dass die unteren Bretter keinen direkten Bodenkontakt haben und bedeutend länger halten.

Ist das erledigt, schlagen oder graben Sie auf den von Ihnen festgelegten Eckpunkten vier Holzpfosten ein. Dann bringen Sie an den Seiten die Längs- und Querbretter an, wobei 2 bis 3 mm breite Fugen für eine gute Belüftung des Holzes sorgen.

Die Länge des Beetes hängt sowohl von Ihrer persönlichen Vorliebe als auch von der Stabilität des verwendeten Baumaterials ab. Eine Mindestlänge von 200 bis 250 Zentimetern ist zu empfehlen, damit Sie zum Erdaustausch hineinsteigen und die Komposterde bequem von innen herausschaufeln können.

Sollten Sie längere Seitenwände verwenden, verstärken Sie diese mit Pfählen o. ä. um zu verhindern, dass sich die Wände durchbiegen.

Bevor Sie den Abschlussrahmen montieren, macht es Sinn, auf dem Boden ein Drahtgitter anzupassen (das können Sie übrigens bereits dann auslegen, wenn Sie die untere Bretterreihe montiert haben). Das Gitter bietet einen guten Schutz gegen Wühlmäuse.

Die Innenwände verkleiden Sie als Schutz vor Fäulnis mit Teichfolie, die Sie mit einem Tacker einfach anbringen. Schneiden Sie sich die Folie passend zu und lassen Sie diese dabei oben und unten etwa 10 Zentimeter überstehen.

Wenn Sie es noch einfacher haben wollen, so finden Sie mittlerweile eine Vielzahl an Bausätzen für Hochbeete von verschiedenen Herstellern.

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Dezember – Zeit für Weihnachtsbäume und Lichterträume

Viele Menschen können sich den Dezember als den Weihnachtsmonat ohne Weihnachtsbaum und Lichtertraum gar nicht vorstellen. Weihnachtsbeleuchtung ist weiterhin sehr angesagt – eben ein Lichterglanz in Haus und Garten. Für die Fans ausgiebiger Dekorationen fallen diese hingebungsvollen Aktivitäten nicht unter die Gartenarbeiten im Dezember. Es bereitet viel mehr Freude und Spaß für die ganze Familie.

Wenn Sie das Thema Weihnachtsbeleuchtung interessiert, stöbern Sie am besten in dem Beitrag: Weihnachtsbeleuchtung – Lichterglanz in Ihrem Garten.

In diesem Beitrag geht es unter anderem um solche Fragen: Wie statten Sie Ihren Garten mit Weihnachtsbeleuchtung aus? Beleuchten Sie Haus und Garten mit energieeffizienten Lämpchen oder sogar mit Solar-Paneelen? Wirkt es ein wenig kitschig oder lässt sich eine künstlerische Note erkennen? Haben Sie das richtige Maß gefunden oder wollen Sie Aufmerksamkeit? Sicher ist vieles erlaubt – aber macht es wirklich Sinn?

Sofern Sie den Weihnachtsbaum nach den Feiertagen nicht gleich entsorgen wollen und noch ein wenig Platz im Garten haben, ist ein Weihnachtsbaum im Topf eine gute Idee.

Um ein relativ sicheres Anpflanzen nach seinem Einsatz zu gewährleisten, sollten Sie am besten einen Baum wählen, der bereits im Topf gewachsen ist. Außerdem gönnen Sie dem Gewächs genügend Zeit zum Eingewöhnen – sowohl auf dem Weg von draußen ins geheizte Wohnzimmer als auch auf dem Weg vom Wohnzimmer in den winterlichen Garten. Ein paar Tage an einem schattigen, frostfreien und windgeschützten Ort genügen meistens schon.

Wenn Sie dann für einen möglichst kühlen Standort sorgen und den Baum nicht länger als zehn Tage im Haus belassen, sollte es funktionieren. Ganz wichtig ist, dass der Wurzelballen regelmäßig gegossen wird und nicht austrocknet.

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Blütenzweige pünktlich zum Weihnachtsfest

Blütenzweige, zum Beispiel von Forsythie, Kirsche oder Apfel, können Sie am Monatsbeginn schneiden und in eine Vase stellen. Wenn diese dann mit etwas Glück pünktlich zu den Weihnachtstagen aufblühen, lässt sich daraus zusammen mit Christdorn oder grünen Tannenzweigen eine schöne Weihnachtsdekoration arrangieren.

So viel zu den Gartenarbeiten im Dezember. Ein Check in Ihrem Garten zeigt, dass es auch im Dezember immer noch genug zu tun gibt. Aber die Arbeiten lohnen sich, denn im kommenden Frühjahr werden Sie sich schnell davon überzeugen können, dass Ihre Pflanzen den Winter gut überstanden haben.

In diesem Beitrag enthaltene Links:

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