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➤ Gartenarbeiten im Januar

GartenPflanzenJanuarBeitrag

Genug ausgeruht. Es ist Zeit, mit den Gartenarbeiten im Januar zu beginnen. Auch wenn Sie es noch nicht glauben mögen, die Tage werden wieder länger. Das ist eine positive Nachricht zu einer Jahreszeit, in die Nächte kalt, die Tage grau und der Boden teilweise gefroren oder zugeschneit ist. 

Dennoch genau die richtige Zeit, um einige Dinge für die neue Gartensaison im Voraus zu planen. Darüber hinaus können weitere Winterarbeiten im Garten vorgenommen und erste Aussaaten durchgeführt werden. Mit den richtigen Maßnahmen starten Ihre Pflanzen perfekt in die neue Saison. Und dann werden Sie bestimmt froh sein, auch diese Tage genutzt zu haben. 

Wenn Sie Glück haben und es einen milden Winter gibt, dann erwacht Ihr Garten oft bereits schon Ende Januar zum Leben. Obwohl es sich für Sie und Ihre Pflanzen im Januar eher um einen ruhigen Monat mit wenigen Gartenarbeiten handelt, sollten Sie trotz der Ruhepause einige Dinge nicht vernachlässigen. 

Was gibt es hinsichtlich der Gartenarbeiten im Januar so zu tun? Worauf sollten Sie bereits jetzt vorausschauend achten? Reichen die Schutzmaßnahmen oder sind Weitere erforderlich? Was kann bereits gepflanzt werden? Um diese und einige weitere Fragen geht es in diesem Beitrag. Mehr erfahren Sie, wenn Sie dranbleiben…. 

 


Wasser ist Lebenselixier

Das regelmäßige Gießen der winterharten Pflanzen gehört sicher zu den vorrangigsten Arbeiten. Denn obwohl man es Ihnen teilweise nicht ansieht, benötigen diese auch in der kalten Jahreszeit Wasser. Das gilt insbesondere für immergrüne Gewächse wie Hecken, kleine Nadelbäume oder auch Rhododendren. 

Für die Fotosynthese verbrauchen die Pflanzen viel Wasser. Darüber hinaus nutzen Pflanzen die Transpiration, um eine Überhitzung der Blätter durch zu starke Sonneneinstrahlung zu verhindern (auch im Winter). Das Wasser, welches an sonnigen Tagen über die Blätter verdunstet und verloren geht, dient zur Kühlung. Und das brauchen sie zurück. Doch ein gefrorener Boden verhindert, dass das Wasser wieder aufgesogen werden kann. 

Allerdings sollte Sie nur frostfreien Tagen gießen. Bodenfrost kann schnell zu Staunässe und eventuellen Wurzelschäden führen. 
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Zeit für die Planung 

Neben dem regelmäßigen Gießen bietet sich die Ruhe im Januar geradezu an, um die Zeit zu nutzen und sich bereits jetzt Gedanken um die diesjährige Gartenplanung und Gestaltung machen. Einige meiner vorangegangenen Beiträge behandeln diese Themen bereits und es werden weitere Anregungen folgen. 

Nur so viel: Gartenplanung geht einher mit guter Beobachtung. Dazu bietet es sich an, regelmäßig den Garten zu begehen und Fotos zu machen. Anhand der Fotos lässt sich sehr gut erkennen, wie sich die Pflanzen im Laufe des Jahres entwickeln. Sie werden sehr schnell sehen, wo Lücken durch verblühende Pflanze aufkommen, welche Pflanzen wie hoch und breit werden und ob sie den Platz wie gewünscht ausfüllen. Eine gute Basis für Sie, um mögliche Schnitte bereits rechtzeitig einzuplanen. 

Des Weiteren zählt zu den Gartenarbeiten im Januar auch das Angebot der Online- und Offline-Händler zu durchstöbern, um vielleicht das eine oder andere “Schnäppchen” zu erwerben oder sich über die kommenden Gartentrends informieren. 

Weiterhin dauert es nicht mehr lange, dann wird in Gartenfachgeschäften und Tauschbörsen wieder das frische Saatgut für die kommende Gartensaison angeboten. Wenn Sie überlegen, wie Sie Ihre neuen Beete belegen und welche Gemüsesorten Sie anbauen möchten, sollten Sie – sofern Sie den Gartenanbau klassisch führen – folgendes berücksichtigen: Innerhalb einer Pflanzenfamilie können Krankheiten und Schädlinge auftreten. 

Um eine Ausbreitung zu verhindern, macht es Sinn, sowohl innerhalb eines Jahres als auch von Jahr zu Jahr zwischen Gemüsen unterschiedlicher Familien zu wechseln.

Das bedeutet: Ihre Anbauplanung erfolgt unter Beachtung der Kulturfolgen und Fruchtwechsel.
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Gründüngung clever und durchdacht 

 Durchdachte Gründüngung macht Sinn, da der Anbau von Pflanzen zur Gründüngung durch die eintretende Beschattung des Bodens einen Ausgleich gegen Temperaturschwankungen bewirkt. 

Weiterhin wird einem Verschlämmen oder Verkrusten der Bodenoberfläche entgegengewirkt, da die Wucht des Aufpralls von Regentropfen gemindert wird. Die damit einhergehende Verbesserung der Lebensbedingungen der Bodenlebewesen verhilft zu einem besseren Garezustand des Bodens und optimierten Wachstumsbedingungen der Nutzpflanzen.  

Zur Gründüngung werden hauptsächlich folgende Pflanzenarten einzeln oder in Mischungen verwendet. Dazu gehören Kreuzblütler wie Weißer Senf, Raps oder Ölrettich. Auch Leguminosen wie Lupinen, Wicken oder Klee werden verwendet. Darüber hinaus sind es Gräser wie beispielsweise Welsches Weidelgras und sonstige Arten wie Sonnenblumen oder Phacelia. 

Bei der Auswahl der Gründüngungspflanzen ist die vorgesehene Fruchtfolge zu beachten, die Saat von Kreuzblütlern etwa vor dem Anbau von Kohl ist wegen der Förderung der Ausbreitung typischer Krankheiten wie Kohlhernie wenig geeignet. 
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Schnee und seine zwei Seiten 

GartenPflanzenJanuarSchnee

Der Januar macht sehr häufig seine Aufwartung mit schönen, sonnigen Tagen. Dieser Monat kann aber auch eine andere Seite zeigen, wenn starker Schneefall die Sträucher und Bäume im Garten mit seiner weißen Pracht bedeckt.  

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Schnee im Garten den meisten Pflanzen nicht schadet. Vor allem ein leichter Pulverschnee ist völlig unproblematisch und überhaupt nicht gefährlich. Ganz anders stellt sich die Situation bei Schneemassen, die nass und schwer sind, dar. Dann kann es für eine Reihe von Gehölzen durchaus Probleme geben.  

Wie alles auf unserer Welt hat eben auch der Schnee sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf den Garten. Einerseits schützt er die Pflanzen und den Boden, anderseits kann Schnee erheblichen Schaden anrichten. 

Schnee als Kälteschutz 

Eine leichte Schneeschicht im Garten hat für viele Pflanzen eine grundsätzlich positive Wirkung. Das gilt sowohl für den Boden als auch für die Pflanzen und die Bäume. Tagsüber taut der Schnee an den Zweigen leicht an und nachts gefriert dieser wieder zu Eis. Das ist insofern vorteilhaft, da die dünne Eisschicht den Baum natürlich vor Wind und Frost schützt. 

In den Stauden- und Gemüsebeeten werden Knollen, Samen und Wurzeln durch den natürlichen Kälteschutz von Schnee vor dem Erfrieren geschützt. Ohne eine Schneedecke können kalte und trockene Winternächte den Boden schnell zum Gefrieren bringen. Das kann als Konsequenz zu abgestorbenen, erfrorenen Pflanzen führen. 

Selbst der Gartenboden profitiert kurioserweise von einer leichten Schneedecke. Denn unter der Schneedecke sammelt sich die Wärme und der Gartenboden kühlt nicht so schnell aus. Das liegt daran, dass die Wärmeleitfähigkeit von Neuschnee gegenüber einem schneefreien, durchnässten Boden nur etwa 10 % Prozent beträgt. 

Hinzu kommt, dass Schnee die Pflanzen und den Boden vor der Wintersonne schützt. Wie bereits erwähnt, kann die Sonne selbst im Winter Feuchtigkeit entziehen. Der weiße Schnee jedoch reflektiert die Sonnenstrahlen. 

 

GartenPflanzenJanuarSchneelast

Schnee als Belastung 

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Schnee im Garten den meisten Pflanzen nicht schadet. Vor allem ein leichter Pulverschnee ist völlig unproblematisch und überhaupt nicht gefährlich. Ganz anders stellt sich die Situation bei Schneemassen, die nass und schwer sind, dar. Dann kann es für eine Reihe von Gehölzen durchaus Probleme geben. 

Obwohl die Natur den Pflanzen die Kraft gegeben hat, mühelos ihr Eigengewicht inklusive der Früchte zu tragen, sollten Sie das Gewicht von Schneemassen nicht unterschätzen. Die Äste der Bäume und Sträucher sind bei winterlichen Temperaturen wesentlich weniger flexibel und dehnungsfähig als im Sommer. Das hat zur Folge, dass die Schneelasten die Äste und Zweige nach unten biegen und so dauerhaft verformt werden. WorstCase-Szenario bedeutet dann, dass diese sogar abbrechen können. Und als Topping gelangen durch die Brüche und Risse Krankheitserreger in das Gehölz. Bakterien, Pilze sowie Frostschäden haben dann leichtes Spiel. Rinden- und Stammschäden erfordern im Nachhinein eine aufwändige Wundversorgung. 

Unter zu hoher Schneelast können Immergrüne wie Eiben und Thujen auseinanderfallen. Auch immergrüne Gehölze wie Kirschlorbeer oder Buchsbaum sowie Bambus sind gefährdet, da sie unter einer zu großen Schneelast brechen können. Gleiches gilt ebenso für besonders sensible Pflanzen wie z. B. Rosen oder Hortensien, die sich unter einer zu dicken Schneedecke nicht wohlfühlen und Schaden nehmen können. 

Was können Sie also tun? Nun, das zählt wieder zu den Gartenarbeiten im Januar. Treffen Sie Vorsorgemaßnahmen noch vor dem ersten Schneefall, um die Belastung für die Pflanzenwelt möglichst zu minimieren. Während der Winterzeit sollten Sie immer wieder durch den Garten gehen und einige Maßnahmen ergreifen, damit starker Schneefall Ihren Pflanzen nichts anhaben wird. 

Als vorbeugende Maßnahme schützen Sie die kleineren und größeren Pflanzen, indem Sie diese mit einer Schnur zusammenbinden. Diese Art von Schutz verspricht einen verbesserten Halt und schützt die Pflanzen zusätzlich vor Kälte. Übrigens eignet sich bei Ziergräsern das Zusammenbinden zu einer Art Schopf ebenfalls als Schutzmaßnahme sehr gut. Und selbst sommergrüne Sträucher mit sprödem Holz wie Strauch-Pfingstrosen sind gefährdet. Hier bietet es sich an, die Krone locker zusammenzubinden, damit sich die einzelnen Äste so gegenseitig stützen können. 

Eine weitere empfehlenswerte Schutzmaßnahme sind Bastmatten. Dazu schlagen Sie neben der Pflanze einen Pfahl in die Erde und binden die Matte, mit der die Pflanze eingewickelt wird, daran fest. 

Besonders Stamm- und Kletterrosen sowie Buchsbäume oder Zypressen lassen sich vor den Kälte- und Schneeeinwirkungen mit einer Schutzhaube aus Jutesäcken oder Gartenvlies schützen. Neben der Wasser- und Lichtdurchlässigkeit dieser Materialien kann der Schnee relativ leicht abrutschen. Zudem bleiben sie wasser- und lichtdurchlässig. 

Sollten Ihnen diese Maßnahmen noch nicht ausreichen, stellen Sie einfach zeltförmig Holzlatten rund um die größeren Sträucher. Der Vorteil: Das bietet verstärkten Schutz und Stabilität. 

Zu guter Letzt: Das Abfegen der Gehölze bei schwerem und nassem Schnee nicht vergessen!
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Streusalz gehört nicht in den Garten 

Sehr häufig entstehen Schäden an Hecken, die an mit salzgestreuten Straßen und Wegen wachsen. Vor allem immergrüne Hecken leiden unter dem schädlichen und sogar gefährlichen Streusalz. Die Salzkörner verfangen sich in den Ästen der Pflanzen und hinterlassen Verätzungen sowie braune Stellen. 

Eine gute Schutzmaßnahme ist ein aufgeschütteter Wall, der zur Abwehr salzverträgliche Hölzer enthält. 

Zugeschneite Wege sollten Sie auf gar keinen Fall mit Streusalz von Eis und Schnee befreien. Es ist einmal schädlich für die Bodenlebewesen und kann unter anderem bei Sträuchern, Hecken und Bäumen zu Trockenschäden führen. Denn das Streusalz gelangt auch im Winter über den Boden in die Pflanzen und verändert dort ihren Nährstoffhaushalt. Selbst bei ausreichenden Niederschlägen entstehen diese Schäden, die meist erst im Frühjahr sichtbar werden. 

Dazu kommen noch die Auswirkungen auf die Tiere. Für Hunde- und Katzenhalter sollte Streusalz allein aus dem Grund ein Tabu sein, dass die Pfoten in Mitleidenschaft gezogen werden. Außerdem verfängt sich das Salz im Fell und sorgt für Entzündungen und Risse.  

Noch schlimmer sind die Auswirkungen für Vögel, die Streusalz mit Futter verwechseln. Da kann dieser Irrtum schnell tödlich endlich oder zumindest sehr starke Schmerzen verursachen. 

Daher: Ein bisschen Sport tut gut – die Schaufel oder der Schneeschieber sind die richtigen Mittel. Mit Granulaten wie Splitt, Sand oder Kies verringern Sie die Rutschgefahr geräumter Wege. 
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Der Rasen – ein Sensibelchen 

Vorab: Bitte den Rasen im Winter möglichst wenig betreten und besser nicht befahren. 

Sind die Gräser von Raureif überzogen oder bei noch tieferen Temperaturen gänzlich gefroren, brechen die spröden Blätter und Halme bei Belastung wie Glas. Als Folge sterben die Gräser ab, richten sich nicht wieder auf und vergilben. Was bleibt, sind die unschönen braunen Flecken. 

Schnee schützt die Graspflanzen vor großer Kälte, da er wie eine Dämmschicht wirkt. Doch der bei Belastung verdichtet sich der Schnee und führt zu einem Luftabschluss. Die darunter liegenden Rasengräser verbraunen und sterben mitunter völlig ab. Somit besteht die Gefahr, dass sich Pilzkrankheiten wie der gefürchtete Schneeschimmel oder die Typhulafäule entwickeln. 
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Umpflanzen – der Trick mit dem Frostballen 

Umpflanzen als eine der Gartenarbeiten im Januar? Geht das? Ja, denn der Winter ist aus zweierlei Gründen perfekt für das Umsetzen von Gehölzen. 

Für die Bäume und Gehölze ist eine solche Aktion in der kalten Jahreszeit wesentlich weniger störend und unterbricht keine wichtigen Kreisläufe, da sie sich in der so genannten Saftruhe befinden. Es werden also bis zum kommenden Frühling in der Pflanze keine Nährstoffe und Wasser transportiert.   

Die eigentliche Schwierigkeit beim Umpflanzen sind bei den Gehölzen das sehr feine Wurzelgeflecht, das neben den großen Wurzeln ausgebildet wird. Das führt beim Ausgraben meist dazu, dass der Erdballen auseinanderfällt und somit viele feine Wurzeln verloren gehen. 

Viele Profi- und Hobbygärtner nutzen daher den Trick mit dem Frostballen. Die idealen Bedingungen finden Sie vor, wenn Nachtfröste den Boden zwar gefrieren lassen, dieser jedoch noch nicht ganz festgefroren ist. Besonders gut geeignet ist eine solche Maßnahme vor einer anstehenden Starkfrostperiode. 

Stechen Sie während einer solchen Phase einen ausreichend großen Erdballen aus. Am besten heben Sie auch gleich das neue Pflanzloch mit aus. Lagern Sie den Aushub und etwas reifen Kompost neben der Grube und decken beides mit einer Plane ab.  

Lassen Sie den Wurzelballen im alten Pflanzloch stehen. Sobald dieser gut durchgefroren ist, können Sie das Gehölz vorsichtig zu dem neuen Platz transportieren und behutsam im Pflanzloch absetzen. 

Da die gefrorene Erde den Wurzelballen zusammenhält und auch den Feinwurzel-Anteil schützt, können Sie auf ein Ballentuch verzichten. Diese Methode eignet sich ausschließlich für Obstbäume und andere sommergrüne, frostharte Gehölze. 

Anschließend bedecken Sie die Stelle mit dem bereitgestellten Aushub sowie dem Kompost, treten die Erde fest und wässern gründlich. 

Frisch gepflanzte Stauden und Gehölze werden bei Frost oft etwas aus der Erde herausgehoben. Sobald der Boden aufgetaut und nicht mehr zu nass ist, sollten Sie die Wurzelballen wieder vorsichtig mit den Füßen festtreten. 
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Ausbesserungs- und Reparaturarbeiten an schönen Tagen

Noch mehr Gartenarbeiten im Januar? Warum nicht? Was spricht dagegen, gerade jetzt die Rankgitter oder Rosenbögen zu erneuern oder neu zu streichen? Der Zeitpunkt ist gut gewählt, da die Kletterpflanzen keine Blätter tragen. 

Schneiden Sie die Kletterpflanzen so weit zurück, dass vier bis fünf lange, kräftige Haupttriebe übrig bleiben. Anschließend lösen Sie die Triebe von der Rankhilfe und schon können die Ausbesserungs- bzw. Erneuerungsarbeiten beginnen. Sobald die Arbeiten beendet sind, werden die Triebe wieder durch das Gitter geleitet. 

Auch verbautes Holz kann an schönen und trockenen Tagen gestrichen oder Holzschutz erneut aufgetragen werden. Gleiches gilt für Gartenmöbel, Terrassen, Zäune und Wände aus Holz.  

Anstehende Reparaturarbeiten, die nicht von Frost beeinflusst werden wie z. B. Wasserleitungen o. ä. brauchen Sie ebenfalls nicht weiter vor sich herzuschieben. Nutzen Sie die ruhige Zeit in Ihrem Garten, um solche Arbeiten ganz entspannt zu erledigen. 
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Ab ins Beet 

Wirklich? Na ja, die Gartenarbeiten im Januar schreiten zwar voran, doch leider werden Sie jetzt noch keine Pflanzen ins Freiland aussäen können. Allerdings lassen sich einige Sorten bereits im beheizten Gewächshaus oder auf der Fensterbank im Zimmergewächshaus heranziehen, um diese dann zum Frühjahr hin ins Beet umzusetzen. 

Angesagt sind dabei Zwiebeln, Lauchzwiebeln, Sommerlauch, Salate, Kohlrabi, Chili, aber auch Blumenkohl und Wirsing. Keimsprossen und Grünkraut werden als schmackhafte Vitaminspender nicht nur im Winter geschätzt. Besonders lecker ist die Salatrauke, die mit ihrem pikanten und nussartigen Geschmack den Salaten und vielen anderen Gerichten diese individuelle Note verleiht. Die Kultur auf der Fensterbank ist so einfach und schnell wie die von Kresse. Anzuchtschalen und Samen werden Sie in jedem Gartencenter erwerben können. 
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Saatgut vom Vorjahr 

Sehr häufig steht die Frage an: Ist Gemüsesaatgut vom Vorjahr noch ausreichend keimfähig? Ja, ist es… sofern Sie frisches Qualitätssaatgut gekauft und es kühl und trocken gelagert haben. Nur das Saatgut von Kerbel, Schnittlauch, Pastinak und Schwarzwurzel hat eine kurze Haltwertzeit. 

Der Januar ist tatsächlich für den Garten und die Pflanzen ein Monat, der Ihnen noch viel Zeit für andere Dinge übrig lässt. 
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Barfrost und Frostrisse können verhindert werden 

Eine Schneedecke bietet Schutz vor allzu tiefen Frösten im Wurzelbereich. Sehr häufig fehlt jedoch Schnee in unseren Breitengraden und dann können die Wurzeln erhebliche Schäden erleiden. Beerensträucher sind in Ihrem Obstgarten besonders gefährdet. Weiter gilt dies auch für Quitten, Birnen auf Quittenunterlagen, Pfirsiche, Aprikosen und Erdbeeren. Ein bewährter Schutz ist das Aufbringen einer Mulchschicht.  

Diese Mulchschichten können aus verschiedenen Zusammensetzungen bestehen. Geeignet sind als Schichtauflage beispielsweise Mischlaub, Schreddergut, Strohhäcksel oder Rindenmulch. Als Zeitpunkt eignet sich ein bereits angefrorener Boden. Das hat den Vorteil, dass der Boden im Frühjahr länger kalt bleibt und damit eine zu frühe Blütenbildung verhindert wird. Zudem können sich keine Mäuse, die normalerweise solche geschützten Stellen bevorzugen, einnisten. 

Vielen von Ihnen wird der Kalkanstrich zur Vermeidung von Frostrissen bekannt sein. Diese Frostrisse entstehen bei starken Temperaturschwankungen – wenn also an frostigen Tagen die Mittagssonne auf den Baumstamm scheint. Ein weiteres probates Mittel, sofern Sie keinen Baumanstrich vornehmen konnten, ist ein Bastmantel, den Sie um den Stamm legen. 

Allerdings ist es nie zu spät für einen Stammanstrich an Obstbäumen. Sobald oder solange frostfreie Temperaturen herrschen, können Sie die Bäume auch jetzt noch im Zusammenhang mit den Gartenarbeiten im Januar schützen. 

Wie genau entstehen eigentlich diese Frostrisse? Die Erklärung dafür ist relativ einfach. An manchen Wintertagen erwärmt sich tagsüber der Stamm an der Sonnenseite sehr stark. Dies wiederum verursacht einen frühzeitigen Saftstrom. Auf die Wärme reagieren die Pflanzen so, als wäre es schon Frühling. Der Frost in der Nacht lässt die Flüssigkeit im Stamm gefrieren. Die Flüssigkeit dehnt sich aus und die Frostrisse entstehen. Ein weißer Kalkanstrich reflektiert die Sonnenstrahlen und beugt somit starker Erwärmung und späteren Rissen vor. Die spezielle Kalk-Farbe für den Baumanstrich erhalten Sie im Gartenfachhandel oder in Online-Shops. Sie können diese Farbe aber auch relativ einfach im DIY-Verfahren herstellen. 

Der gesamte Vorgang in 3 Schritten: 

  • Reinigen Sie den Stamm von Verschmutzungen, Flechten und Moosen vorsichtig mit einer groben Bürste. Damit erreichen Sie, dass die Farbe später besser haftet. Allerdings ist hier ein gefühlvoller Einsatz erforderlich, denn wenn Sie zu stark aufdrücken, verletzen Sie den Baumstamm.
  • Nehmen Sie einen dicken, großen Pinsel und streichen Sie den Stamm dick mit dem weißen Anstrich ein. Diesen Vorgang wiederholen Sie so lange, bis der Stamm ganz weiß abgedeckt ist. Nur so erreichen Sie, dass die Farbe das Sonnenlicht reflektiert und den Temperaturschwankungen vorbeugt. Ein weiterer Effekt ist der, dass sich gleichzeitig die Baumrinde verjüngt und Schädlinge ihren Unterschlupf verliefen.
  • Nach ca. 2–3 Stunden ist die Farbe angetrocknet. Idealerweise sollte es in dieser Zeit nicht regnen. Sie benötigen unbedingt Temperaturen über 0° C. Je wärmer es ist, desto besser. Denn umso schneller trocknet auch die Farbe.

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Forsythie – ein goldgelber Hingucker 

Forsythien sind als Heckenpflanzen in Gärten und auf Grundstücken sehr beliebt. Der zwei bis drei Meter hohe Strauch bietet neben seinen goldgelben, farbenfrohen Akzenten in den mit seinen grünen Blättern einen hervorragenden Sichtschutz.  

Vielleicht können Sie von dieser Pracht gar nicht genug bekommen oder Sie haben diese Pflanze für Ihren Garten fest eingeplant? Dann hier die gute Nachricht: Das Anlegen oder Vermehren ist relativ einfach.  

Für diese Gartenarbeiten im Januar ist genau der richtige Zeitpunkt. Denn die Monate Dezember bis Februar bieten die besten Voraussetzungen, um Steckholz zu schneiden. Diese Variante unterscheidet sich gegenüber der Stecklingsvermehrung im Wesentlichen dadurch, dass die Stecklinge unbelaubt sind und erst während der Ruhephase, also außerhalb der Vegetationszeit, im Winter geschnitten und gesteckt werden. 

Beim Steckholz handelt es sich um komplett verholzte Triebstücke, die zwar Knospen, aber keine Blätter oder Blüten enthalten. 

Sehr gut für die Vermehrung geeignet sind die möglichst langen, geraden und kräftigen Triebe. Für das Steckholz zerteilen Sie den Trieb in etwa 15 cm lange Stücke, die oben und unten jeweils ein Knospenpaar besitzen.  

Das untere Ende jedes Steckholzes sollten Sie leicht schräg abschneiden, damit die Triebe später leichter Wasser aufnehmen.  

Die Steckhölzer werden anschließend in kleine Töpfe mit Anzuchterde gepflanzt. Sie sollten ca. 5 cm aus der Erde herausragen. Pflanzen Sie die Steckhölzer jeweils in mit spezieller Anzuchterde befüllte kleine Töpfe, wobei noch fünf Zentimeter herausragen sollten.  

Sofern Sie vor dem Stecken die obere Hälfte mit einem Wundverschlussmittel einpinseln, verhindern Sie das Austrocknen der Triebstücke und erhöhen damit die Anwachs-Chancen. 

Nach wenigen Wochen bilden die Triebhölzer Wurzeln aus. Die Triebe sollten Sie regelmäßig wässern, ohne dass sich Staunässe bildet.  

Im kommenden Frühjahr sollten die jungen Forsythien dann bereits so weit sein, dass sie ins Freie gesetzt werden können.  

Übrigens lassen sich sehr viele Blütensträucher durch Steckholz vermehren. Neben den Forsythien gelingt dies auch z. B. bei Liguster, Deutzien, Zierjohannisbeeren oder Pfeifensträucher. Selbst bei Bäumen wie Weiden, Platanen, Pappeln und einigen mehr wird Ihnen dies gelingen. 
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Wühlmäuse zu Gast 

Klein, putzig, hungrig und gefräßig. Die kleinen Nager halten zudem keinen Winterschlaf. Wühlmäuse sind das ganze Jahr über aktiv und sorgen daher auch ganzjährig für reichlich Schaden an den Pflanzen. 

Wühlmäuse fressen sich durch bis zu den Pflanzenwurzeln. Und gerade da stehen junge Obstgehölze, Knollen und Zwiebel, die erst im Herbst gepflanzt worden sind, ganz weit oben auf der Speisekarte. Die Rasenflächen bekommen dies zu spüren, da diese zumeist komplett unterwühlt werden. 

Jetzt im Januar wird das Nahrungsangebot für die kleinen Nager knapp. Deshalb werden die Tiere aktive und reagieren gut auf Köder in sog. Köderfallen. Nutella, Schokokekse, Möhren und Pastinaken ziehen die Mäuse magisch an. 

Dieser Hinweis gilt nur für diejenigen, die etwas tun wollen oder müssen. Vertiefen werde ich das Thema nicht, da selbst der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) keine Empfehlung für den angemessenen Umgang mit diesen Schädlingen geben kann. 

Wühlmäuse sind leider keine willkommenen Gäste. 

Gartenarbeiten im Januar machen Spaß, da bereits viele Dinge möglich sind, die Ihnen Ablenkung und Beschäftigung verschaffen. Vereint mit der herrlichen Ruhe der Natur – was kann es Schöneres geben? 

 

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