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Garten und Pflanzen im August

Rosenstock im Garten

Noch dauert der Nordsommer an. Auch in diesem Monat kann es sehr sonnig und auch heiß sein. Wie es in unseren Breitengraden nun einmal so üblich ist, kann der Monat heiß und sonnig werden – muss aber nicht. Umso mehr gilt es in diesem Monat, genau die aktuellen Wetterbedingungen zu beachten und sich darauf einzustellen. Das gilt insbesondere für das richtige Gießen.

Denn zu viel Wasser kann für die Pflanzen genauso unverträglich sein wie zu wenig Wasser. Sollte sich tatsächlich eine Hitzeperiode einstellen, die ja häufig auch mit stehender Luft einhergeht, leiden sowohl die Menschen als auch die Pflanzen in Ihrem Garten. Doch es gibt noch einiges mehr für einen besonders schönen Spätsommergarten zu tun.


Garten und Pflanzen im August warten wieder mit viel Arbeit:
Die Arbeiten im Ziergarten
Ein paar allgemeine Hinweise
Die Arbeiten im Nutzgarten

Die Arbeiten im Ziergarten

Richtig Gießen

Wasserschlauch griffbereit

Wasserschlauch immer griffbereit im Garten

Wenn sich die Anzeichen mehren, dass es den Pflanzen nicht gut geht, sollten Sie tatsächlich etwas häufiger gießen. Seien Sie dabei nicht zu sparsam, denn die Pflanzen breiten ihre Wurzeln vorzugsweise dort aus, wo sie feuchte Erde finden. Nur wenn Sie bei jedem Durchgang intensiv gießen, kann das Wasser auch in untere Bodenschichten sickern und die Wurzeln sind dann in der Lage, in die Tiefe zu wachsen. Sie erreichen damit, dass die Pflanzen kurze Trockenzeiten besser überstehen und Sie nur alle paar Tage zur Gießkanne greifen müssen. Als Regel gilt: Je nach Bodenart sollten Sie 15 bis 30 Liter Wasser pro Quadratmeter gießen. Das Wasser gelangt dann bis zu 30 cm tief in den Boden. Drücken Sie die Erde mit einem Spaten ein wenig auseinander. So können Sie sehen, wie tief der Boden durchfeuchtet ist.

Ansonsten gilt eher, dass besser einmal in der Woche richtig gewässert wird, anstatt täglich zu gießen. Sinn macht es auch nach einem Gewitterregen noch einmal nachzugießen, da der Regen zumeist gar nicht in den Boden eindringt und lediglich die Oberfläche nässt. Die beste Zeit zum Gießen ist grundsätzlich spät abends oder früh morgens. Ganz sicher ist hingegen die Mittagshitze nicht der richtige Zeitpunkt für eine solche Maßnahme. Der August ist in den meisten Regionen Deutschlands trocken und warm, deshalb sollten Sie Ihre Gartenpflanzen bei Wassermangel gründlich gießen. Wichtig: Frisch gesetzte Pflanzen brauchen häufiger Wasser, als gut eingewachsene.

Ausnahme: Ab Ende August sollten Sie Ihre Obstgehölze auch bei Trockenheit nicht mehr mit zusätzlichen Wassergaben versorgen. Ein zu großes Angebot an Wasser verzögert die Holzreife und macht die neuen Triebe anfällig für Frostschäden. Dies gilt allerdings nicht für die Heidelbeeren, die viel Feuchtigkeit benötigen.

Das Unkraut jäten leicht gemacht

Etwas Gutes hat ein heißer Sommer aber dennoch, die Hitze setzt auch dem Unkraut zu. Für Sie kann es nur bedeuten, diese Momente zu nutzen und dem Unkraut „den Rest“ zu geben. Jetzt wird Ihnen das Unkraut jäten leicht gemacht. Die Pflanzen sind schwach, da sie weniger Wasser zur Verfügung haben und die Blüten Kraft rauben. Regelmäßiges Ausreißen oder noch besser Ausgraben sollte helfen, diese Plage in den Griff zu bekommen.

Freie Flächen jetzt düngen

Wenn Sie in diesem letzten Sommermonat des Jahres bereits die Vorbereitungen für das kommende Jahr in Ihrem Garten treffen und mit dem abernten beginnen, können Sie diese Flächen mit düngenden Pflanzen besetzen. Klee sammelt z. Bsp. in seinen Wurzeln Stickstoff. Winterroggen führt schweren Böden wertvolle Nährstoffe zu. Die Phacelia ist mit den schön blauen Blüten auch noch gut anzusehen. Nach ein paar Wochen schneiden Sie die Pflanzen und graben noch einmal um, damit die Wurzeln eingebracht werden.

Mit einem Streuer düngen

Leichter geht es mit einem Streuer

>>>Dünger und Hilfsmittel finden Sie hier<<<

Dünger für Blumen

Zeit wird es auch für das Staudenbeet. Hier noch ein letztes Mal bis Mitte August Blatt- oder Flüssigdünger düngen. Für Rosen eignet sich ein Spezialdünger aus Kalium, damit diese sich für den kommenden Winter abhärten können. Danach sollten die Stauden keine Nährstoffe mehr erhalten. Das hätte nämlich zur Folge, dass die Pflanzen weiter wachsen und die frischen Triebe den Winter nicht überstehen würden.

Rasen auch im August mähen

Auch zum Rasen kommen wir noch einmal. Es gilt weiter zu mähen, da regelmäßiges Rasenmähen das Wachstum fördert. Allerdings sollten Sie an heißen Tagen die Fläche nicht zu kurz schoren. Die Halme würden dann leichter verdorren. Sofern Sie sich überwinden können, die geschnittenen Halme als Mulch liegen zu lassen, verhindern Sie mit dieser Schicht das Verdunsten von zu viel Feuchtigkeit.

Mit dem richtigen Schnitt die Form erhalten

In Form bringen mit dem richtigen Schnitt

Zeit für den Sommerschnitt

Für Hain- und Rotbuchen ist der richtige Zeitpunkt für einen Schnitte gekommen. Damit erhalten Sie die rotbraunen Blätter den ganzen Winter über. Aber auch Buchshecken und andere Formgehölze, die im Frühsommer bereits gestutzt wurden, sind nun wieder dran, wenn es um einen Nachschnitt geht. Nutzen Sie dazu die milderen Tage mit geringeren Temperaturen. Aber bitte nicht ins alte Holz schneiden! Denn nur so vermeiden Sie unansehnliche Kahlstellen, denn die Pflanzen werden nach dem Schnitt kaum noch wachsen und für längere Zeit die Form halten.

Die Palmlilie ist kältefest und wird gern in Steppen und Steingärten eingesetzt. Es ist wichtig, die welken Blütenstände ganz unten am Stielansatz abzuschneiden, damit sich die Palmlilie kräftigt und Ableger bildet.

Für gesunde Rosen sorgen Sie mit einem gezielten Sommerschnitt. Vor allem welke Blüten und bereits befallene Pflanzenteile sollten Sie immer wieder ausputzen, denn dadurch kann insbesondere Rost, Mehltau und anderen Pilzkrankheiten vorgebeugt werden.

Der Blütenflor des Lavendels ist jetzt weitgehend verblüht. Damit Sie verhindern können, dass die Zwergsträucher unnötig Energie in die Samenbildung investieren, brauchen die Pflanzen einen leichten Rückschnitt. Schneiden Sie einfach mit einer Heckenschere alle Triebe um etwa ein Drittel zurück.

Auch der Blauregen braucht nun einen Sommerschnitt. Die riesigen Triebe, die diese Pflanze entwickelt hat, können nach der Blüte bis auf fünf oder sechs Augen gestutzt werden.

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Auszupfen und Ausputzen

Andere Pflanzen brauchen keinen Schnitt sondern müssen ausgezupft oder ausgeputzt werden. Überhaupt ist das Auszupfen und Ausputzen ein wichtiger Vorgang. Diese Maßnahme, welke Blüten und Blätter zu entfernen, ist nicht nur wichtig für die Optik, sondern auch für die Gesundheit Ihrer Pflanzen. Es gibt einige Sorten, die die Fähigkeit verloren haben, die verwelkten Blütenblätter selbst abzustoßen. Die Gründe dafür können u. a. intensive Züchtung oder zu starke Düngung sein. Gerade auf den abgestorbenen Pflanzenteilen können sich die unterschiedlichsten schädlichen Pilze ansiedeln.

Bei vielen Stauden wie Färber-Kamille, Mädchenauge, Astern, Sonnenblume usw. lässt sich die Blütezeit durch Ausputzen um ganze Monate verlängern. Hinzu kommt, dass einige Pflanzen dazu neigen, ihre Samen unkontrolliert im ganzen Garten aussäen. Dies verhindern Sie mit dem Ausputzen ebenfalls.

Vermehren und Teilen

Um Koniferen und andere Gehölze zu vermehren, nutzen Sie Risslinge. Dabei werden Pflanzenteile von Mutterpflanzen entweder an der Basis mit altem Holz gerissen. Alle Triebspitzen werden anschließend mit der Gartenschere etwa um die Hälfte eingekürzt. Die fertigen Stecklinge bringen Sie  danach an einem schattigen, windgeschützten Ort in humusreiche Gartenerde ein. Am besten halten Sie diese Stecklingen bis zum kommenden Frühjahr, also bis sie richtig durchgewurzelt sind, unter einer Folie halten. Damit schützen Sie die Triebe auch vor der Winterkälte.

Sollten Sie sich gefragt haben, warum Ihre Stauden in diesem Jahr nur so spärlich geblüht haben, sind diese möglicherweise zu alt. Dann ist eine Verjüngung durch Teilung angesagt. Dies ist ab dem Monat August machbar. Graben Sie dazu die Pflanzen aus und teilen Sie die Wurzeln – gleich ob mit einem Spaten oder einem Messer – in ungefähr faustgroße Stücke. Dann setzen Sie die Pflanzen mit frischer Komposterde wieder ein. Manchmal ist dann auch ein anderer Standort angebracht. Die Pflanzen müssen allerdings gleichmäßig feucht gehalten werden, damit sie im nächsten Frühjahr wieder in voller Pracht erblühen können.

Bodendeckerrosen durch Stecklinge vermehren

Bodendeckerrosen werden durch Stecklinge vermehrt. Im August sind die neuen Triebe der Bodendeckerrosen so gut verholzt, dass Sie von einem solchen Trieb einen etwa bleistiftlangen Steckling abschneiden können. Wählen Sie dazu ein gut ausgebildetes Blatt und entfernen Sie die Spitze mit einer eventuellen Blüte ein paar Millimeter oberhalb. Unten trennen Sie den Steckling einige Millimeter unter einem Blatt oder einer Knospe ab. Von diesem Steckling entfernen Sie alle Blätter und lassen nur die obersten bestehen. Nun benötigen die Stecklinge einen kühlen und schattigen Platz in humusreicher, gleichmäßig feuchter Gartenerde. Dann bilden sie bis zum Herbst Wurzeln und können im nächsten Frühjahr an ihren endgültigen Platz verpflanzt werden.

Ein Spaten ist für die Gartenarbeit

Ein Spaten ist im Garten unerlässlich

Pflanzzeit für …

Bekannt ist der August den meisten als klassischer Erntemonat. Dennoch ist jetzt auch Zeit für bestimmte Blumenzwiebeln und Knollenblumen, die in diesem Monat gesetzt werden können.

Anders als bei den meisten Lilienarten kommt bereits jetzt die Zeit für die Madonnen-Lilie. Sie hat eine etwas längere Entwicklungszeit als andere Lilienarten. Um die Pflanze mit den dringend benötigten Nährstoffen zu versorgen, geben Sie ihr gleich etwas Kompost mit ins Pflanzloch.

Auch Herbst-Krokusse sollten Sie bis Ende August, Anfang September pflanzen. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Krokus-Arten blühen diese bereits im Oktober. Idealerweise pflanzen Sie die Knollen als kleine Gruppen. Nehmen Sie sechs bis zehn Exemplare und bringen diese etwa acht Zentimeter tief in humusreiche, nicht zu trockene Gartenerde. Auch die Zwiebeln und Knollen für Sternbergia, Herbstzeitlose oder Alpenveilchen sollten von Ihnen nun in die Löcher gelegt werden, die doppelt so tief sind wie die Zwiebeln bzw. Knollen dick sind.

Zwiebeln im August

Der August ist die richtige Zeit

Die beste Pflanzzeit für Steppenkerzen ist Mitte August bis September. Die großen, dekorativen Pflanzen mit den auffallenden Blütensäulen wachsen am besten auf sandigen, trockenen Böden in voller Sonne. Heben Sie ein ungefähr 30 cm tiefes Pflanzloch aus. Eine Dränage stellen Sie her, indem Sie auf dem Grund einen kleinen Sandhügel anhäufen. Breiten Sie darauf die Knolle, die an einen Seestern erinnert, aus. Anschließend füllen Sie das Loch mit lockerer Erde.

Ab Mitte des Monats können Sie auch Pfingstrosen bzw. Clematis pflanzen. Pfingstrosen wachsen am liebsten ungestört. Wenn Sie die Frühlingsblüher trotzdem umpflanzen wollen, dann ist jetzt die beste Zeit dafür. Beachten Sie unbedingt, dass Sie den Wurzelstock teilen müssen. Ansonsten werden Sie die Erfahrung machen, dass die Pflanze am neuen Standort dahinkümmert und nicht gut anwächst. Setzen Sie die Wurzelstücke behutsam in die Erde. So tief, dass die Überwinterungsknospen auf den Wurzeln maximal zwei Finger breit mit Erde bedeckt sind. Geben Sie den Pflanzen ein wenig Zeit, bis diese wieder prächtig blühen. Das kann bis zu zwei Jahre dauern. Die Herbststauden, die Sie in Gärtnereien nun schon bekommen, können Sie ebenfalls getrost einpflanzen.

Selbst angezogene Stecklinge von Hortensien und Kolkwitzien haben bis August so viele Wurzeln gebildet, dass man sie pikieren kann. Wenn Sie die Jungpflanzen jetzt in kleine Töpfe mit frischer Pflanzerde umsetzen und weiterhin gleichmäßig feucht halten, werden Sie bald Ihre Freude daran haben können.

Außerdem ist der August der ideale Zeitpunkt, um immergrüne Laubgehölze wie Kriechspindel, Kirschlorbeer oder Buxus umzupflanzen oder ganz neu zu pflanzen. So können sie noch vor dem Winter einwurzeln. Das Pflanzloch sollte so groß sein, dass der Wurzelballen genug Platz hat. Danach die Sträucher kräftig angießen. Um größere Sträucher und Bäume vor Wind zu schützen, sollten Sie diese mit einem in die Erde gerammten Pfahl stabilisieren. Der Pfahl wird an der Westseite der Pflanze, also der Hauptwindrichtung, angebracht. Die immergrünen Gehölze sind im Winter, wenn alles andere kahl und trist ist, ein ganz besonders schöner Anblick. Zu den immergrünen Gehölzen gehören weiterhin u. a. die Thuja (Lebensbaum), der Feuerdorn, die Zwerg- und Glanzmispeln, der Wacholder oder die Mahonien.

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Ein paar allgemeine Hinweise

Der Gartenteich:

Gartenteich bearbeiten

Ein Gartenteich will gepflegt sein

Sofern Sie einen Gartenteich besitzen, ist die Pflege in den heißen Sommermonaten besonders wichtig. Gerade wenn im August nur wenig Regen fällt und auch die Temperaturen höher sind, kann der Sauerstoffgehalt des Wassers sinken. Die Folge ist, dass der Nährstoffgehalt zunimmt und der Teich „umkippen“ kann. Das trübe gewordene Wasser ist dann sicher kein schöner Anblick mehr. Neben dem Einsatz eines Keschers, mit dem Sie die Algen und welke Blätter abfischen, sollte eine gute Teichfilteranlage dies verhindern.

Hagel:

Hagelkörner richten Schaden an

Hagelkörner richten durchaus Schäden an

Die Boulevard-Zeitungen berichten bereits von einem „Wetter-Infarkt“. Die Wetter-Extreme bringen immer wieder heftige Gewitter und Hagelschauer mit sich. Gerade davon können insbesondere Gewächshäuser und Glasflächen betroffen sein. Am einfachsten können Sie solche Schäden mit einem „Schattiernetz“ verhindern. Decken Sie die gefährdeten Flächen einfach damit ab und der Hagel stellt keine Gefahr mehr dar. Wenn es ganz schnell gehen muss, erfüllen aber auch kurzfristig  Kartons, Bastmatten oder dicke Folien ihren Zweck.

Sonnenblumen retten:

Schöne Sonnenblumen

Sonnenblumen retten

Die langstieligen Sonnenblumen sind mit ihren schweren Blütenköpfen anfällig für Windbruch. Auch wenn Ihre Sonnenblumen beim letzten Gewittersturm umgeknickt wurden, sind sie häufig noch zu retten. Benutzen Sie zwei Bambusstäbchen mit denen Sie die Bruchstelle schienen. Fixieren Sie die Bambusstäben am besten mit Paket-Klebeband. Da die abgeknickten Leitungsbahnen wieder genügend Wasser transportieren können, werden die Sonnenblumen einfach weiter wachsen. So als wäre nichts geschehen.

Rasenkanten schneiden:

Wenn Sie Ihren Rasen nicht mit einer Steinkante eingefasst haben, müssen Sie die Ränder regelmäßig bearbeiten. So stellen Sie sicher, dass die Gräser nicht in die Beete hineinwachsen. Dies geht natürlich am besten mit einem Rasenkantenschneider. Dazu habe ich einen separaten Beitrag veröffentlicht. Siehe unter: >>>Rasenkantenschneider<<<.

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Vom Ziergarten geht es nun in den Nutzgarten. Neben dem Ernten gibt es auch einige andere Arbeiten, die bereits jetzt durchzuführen oder vorzubereiten sind.

Die Arbeiten im Nutzgarten

Zeit für die Ernte

Das volle Aroma entfalten Äpfel und andere Früchte nur bei warmen Temperaturen. Deshalb schmeckt in der Mittagshitze gepflücktes Obst besonders gut. Zur Einlagerung eignet sich das Obst aber wiederum nicht. Es ist nur für den sofortigen Verzehr gedacht.

Äpfel und Birnen

Äpfel und Birnen aus dem eigenen Garten

Für die Ernte von besonders schmackhaften Äpfeln und Birnen ist der frühe Morgen die beste Tageszeit. Dies gilt bei den Äpfeln z. Bsp. für „Alkmene“ oder „Santana“. Bei den früh reifenden, saftigen Birnensorten z. Bsp. für  „Williams Christ“ oder „Isolda“.

Nach der Ernte sollten Sie die Früchte an einem möglichst kühlen und luft-feuchten Ort oder evtl. im Kühlschrank aufbewahren.

Hinweis: Da nicht alle Äpfel frisch vom Baum schmecken, kommt es auf die Sorte an!

Pflaumen: Der richtige Erntezeitpunkt

Bei Pflaumen und Zwetschgen ist der Verwendungszweck maßgeblich entscheidend für den optimalen Erntezeitpunkt.

Doch vorher die Frage: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Pflaumen und Zwetschgen?

Leckere Pflaumen

So sehen leckere Pflaumen aus

Zwetschgen sind eine Unterart der Pflaumen. Beide Pflanzen stammen aus der Familie der Rosengewächse. Anhand einer Vielzahl von Merkmalen können Sie den Unterschied festmachen. Die Pflaumen sind größer, rundlicher und verfügen über eine ausgeprägte Furche. Das Fruchtfleisch schmeckt süß und saftig. Zudem hat es eine lockere Konsistenz. Allerdings lässt sich das Fruchtfleisch recht schwer vom Kern lösen. Die Farben der Pflaumen variieren von blau, rot, lila bis schwarz.

Leckere Zwetschgen

So sehen leckere Zwetschgen aus

Zwetschgen sind dagegen länglich-oval und kleiner. Die Furche ist weitaus weniger ausgeprägt, bis kaum vorhanden. Das Fruchtfleisch ist fester, weniger saftig und hat einen süß-sauren Geschmack. Es lässt sich sehr leicht vom Kern lösen. Von der Farbe sind die Zwetschgen eher bläulich-violett gefärbt.

Das typische zuckersüße Pflaumenaroma erhalten Sie nur, wenn Sie die Früchte hängen lassen, bis diese richtig weich sind. Wenn Sie die Früchte zum Kuchenbacken verwenden möchten oder es ein wenig säuerlich lieben, sollten Sie mit der Ernte frühzeitig beginnen.

Brombeeren und Himbeeren

Einige Tage nachdem sich die Brombeeren tiefschwarz verfärbt haben, können Sie mit der Ernte beginnen. Achten Sie darauf, dass die Beeren bereits etwas weich sein sollten. Da jetzt ständig neue Früchte nachreifen, sind Sie gefordert und sollten Ihre Sträucher alle drei bis fünf Tage durchpflücken.

Sommer-Himbeeren auslichten

Es bedarf weder viel Geschick noch Aufwand, um mit den Himbeeren richtig umzugehen. Wichtig ist erste einmal zu wissen, dass es sommertragende und herbsttragende Beerensträucher gibt. Wenn Sie beide Pflanzen kombinieren und die Schnitttermine einhalten, können Sie vom Sommer bis in den Spätherbst diese süßen Beeren genießen.

Die Fruchtqualität ist bei Sommerhimbeeren wie „Schönemann“, „Meeker“ und „Rubaca“ etwas höher als die von Herbsthimbeeren. Außerdem sind diese Beerensträucher ertragreicher.

Die Herbsthimbeeren sind dagegen pflegeleichte Sträucher für Ihren Garten und weniger anfällig für Maden oder Himbeerkäfer. Typische Sorten sind „Autumn Bliss“, „Himbo-Top“ und „Polka“. Der Schnitttermin für diese Früchte ist nach der Ernte. So können Sie im November die Himbeeren auf Bodenhöhe schneiden.

Leckere Himbeeren

Himbeeren werden von Kindern geliebt

Die Sommer-Himbeeren bilden ausschließlich an zwei Jahre alten Ruten Früchte. Daher gilt es, nach der Ernte alle abgetragenen Triebe auf Bodenhöhe abzuschneiden. So gewähren Sie dem Nachwuchs genügend Licht und Luft. Ziehen Sie pro laufenden Meter hat zu viele junge Triebe nach. Ideal sind  acht bis max. zwölf Triebe, die Sie an einem Rankgerüst festbinden. Sind es zu viele Triebe, können sich leichter Pilzerkrankungen ausbreiten. Alle übrigen Jungruten sollten Sie entfernen, indem Sie diese mit einem kräftigen Ruck an der Basis herausreißen oder mit der Schere herausschneiden.

Und wieder schneiden…

Sauerkirschen schneiden

Sauerkirschen fruchten im Gegensatz zu Süßkirschen an den einjährigen Trieben. Schneiden Sie jedes Jahr alle abgeernteten Triebe direkt oberhalb der ersten seitlichen Verzweigung ab. So stellen Sie sicher, dass die Krone der Sauerkirsche kompakt und fruchtbar bleibt. Machen Sie sich die Mühe, zudem zu dicht stehende Triebe im Kroneninneren auszulichten und es sollte sich der Winterschnitt erübrigen.

Bei Pfirsich und Aprikose werden Auslichtungs- und Pflegeschnitte direkt nach der Ernte ausgeführt. Achten Sie bei der Obsternte besonders auf die Blütenknospen, die bereits für das nächste Jahr ausgebildet sind. Diese dürfen nicht beschädigt werden, denn sonst würden Ihnen leckere Früchte entgehen.

Obstbäume schneiden

Erst ernten, dann schneiden

Walnuss

Walnussbäume tragen auch ohne regelmäßigen Schnitt viele Früchte. Müssen Sie doch einzelne störende Äste entfernen, sollten Sie das in diesem Monat vornehmen. Denn im August sondern die stark blutenden Schnittwunden am wenigsten Flüssigkeit ab. Schneiden Sie bei Sägewunden die Rinde anschließend mit einem scharfen Messer glatt und verstreichen Sie die Schnittflächen mit einem Wundverschlussmittel.

Sommerschnitt für Kiwis

Auch die Kiwis haben Lust auf einen Sommerschnitt. Hier können Sie ruhig alle früchtetragenden Zweige oder Ranken auf wenige Blätter oberhalb der letzten Frucht einkürzen. Die Leittriebe werden an der Stelle gekappt, ab der die Ranken wieder in die Gegenrichtung wachsen. Dies ist für Schlingpflanzen übrigens typisch. Mit dieser Maßnahme erreichen Sie dass die Früchte besser ernährt werden, mehr Licht erhalten und im Herbst früher und gleichmäßiger ausreifen.

In den ersten 2-3 Jahren sollten Sie den Schnitt nur auf die Formierung der Pflanze ausrichten. Dazu fixieren Sie die Stamm- und Leitäste und entfernen alle anderen Seitentriebe. So kann die Kraft auf das Längenwachstum konzentriert werden. Nach 4 bis 5 Jahren werden im Winterschnitt alle dünnen, drehenden Triebe herausgeschnitten. Dies geschieht zugunsten der etwa bleistiftstarken Langtriebe in der letzten Wuchsperiode. Den Sommerschnitt beschränken Sie dann auf die Einkürzung der sog. Peitschentriebe auf 5-8 Blätter. Auch etwaige unerwünschte und störende Ausreißer können entfernt werden.

Gehölzkräuter schneiden

Jetzt geht es noch einmal um den Kräutergarten. Auch hier ist der Spätsommermonat August der richtige Monat für das Zurückschneiden von Gehölzkräutern wie Thymian, Salbei oder Lavendel. Sie können nach ihrer Blüte zurückgeschnitten werden. Damit bleiben sie schön in Form bleiben und fallen nicht auseinander.


Pflanzen und Vermehren

Damit die neuen Erdbeeren im nächsten Jahr bereits gute Erträge bringen, sollten Sie diese bis Mitte August pflanzen. Es gibt auch mehrmals tragende Sorten wie die „Mara des Bois“, die Sie auch noch  im September ins Beet setzen können. Die älteren Pflanzen bilden Ausläuferwurzeln, die jetzt von den Mutterpflanzen abgetrennt werden müssen.

Bodenpflege und Düngen

Zur Bodenpflege können abgeerntete Beete mit Gründüngungspflanzen eingesät werden, sofern Sie diese nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme empfiehlt sich vor allem für sandige Böden. Fast alle angebotenen Gründüngungspflanzen sind jetzt dafür geeignet. Eine Roggeneinsaat ist sogar noch später möglich. Gründüngung hat durchaus den Vorteil, dass diese Methode den Gartenboden belebt. Sie säen einfach eine schnellwüchsige Pflanzenart überall dorthin, wo für die nächsten Wochen mit einer kahlen Stelle im Garten zu rechnen ist. Die meisten Arten begrünen die Fläche innerhalb von ein bis zwei Wochen. In der Folgezeit entwickeln sie sich zu einem grünen Teppich.

Nach der Blüte räumen Sie die Pflanzen ab oder arbeiten sie an Ort und Stelle oberflächlich in den Boden ein. Die Fläche steht dann erneut für eine Grüneinsaat bereit oder natürlich auch für andere Nutzungsarten.

Sofern erforderlich, haben Sie jetzt noch die Möglichkeit, noch wüchsige und besonders nährstoffbedürftige Gemüsearten mit Stickstoff zu düngen. Wenn Sie später Düngergaben zuführen, kann es sein, dass diese ausgewaschen werden. Pflanzen in humosen Böden benötigen keinen Stickstoff mehr. Diesen Schub erhalten sie aus dem Humus.

Samensteuer

Auch hier hilft ein praktisches Streugerät

>>>Verschiedene Streugeräte gibt es hier<<<

Kräuter und Paprika düngen

Starkwüchsige Kräuter wie der Liebstöckel sollten Anfang des Monats eine zweite Kompostgabe nach dem Frühjahr erhalten. Die bis zu zwei Meter hohen, wüchsigen Pflanzen haben einen hohen Nährstoffbedarf.

Auch Kräuter, die viel geerntet werden, können eine sommerliche Nachdüngung immer gut vertragen.

Bei Paprikapflanzen wird ein Nährstoffmangel sehr schnell sichtbar. Denn dann setzen die Pflanzen  kaum noch Früchte an. Ein Gemüsedünger, der reichlich Magnesium und andere Mineralstoffe aber möglichst wenig Stickstoff enthält, schafft Abhilfe. Die Wirkung ist in der Regel schon nach wenigen Tagen zu sehen: Die Pflanzen fangen wieder an zu blühen und entwickeln in kurzer Zeit viele neue Schoten.

Die Arbeiten im Beet

Neben Tomaten, Bohnen und Zucchini sollten auch Gurken regelmäßig durchgepflückt werden. Wie bei allen Fruchtgemüsen fördert dies die Blütenbildung und einen ständig neuen Fruchtansatz.

Aussaaten und pflanzen

Der vielseitige August ist dann auch die richtige Aussaatzeit für Spinat, Feldsalat und winterharte Zwiebeln. Flächen, die nach der Ernte von Salaten, Kohl oder Kohlrabi uvm. wieder frei werden, bieten sich jetzt noch für Kurzzeitkulturen an. Das können beispielsweise Radieschen oder Kopfsalat sein.

Der Feldsalat, den Sie im Herbst genießen wollen, gehört bis spätestens Mitte des Monats in ein sonniges Beet ausgesät. Die ideale Aussaattiefe liegt bei einem bis eineinhalb Zentimeter.

Ein Tipp: Wenn Sie nach der Aussaat die Erde im Beet ein wenig walzen, erreichen Sie, dass die Rosetten später weniger verschmutzen. Nehmen Sie dazu einfach ein schmales Brett und drücken Sie die Saatreihen gut an. Anschließend überbrausen Sie diese mit einem weichen Wasserstrahl.

Wer von Ihnen Mangold mag, sollte diesen spätestens Anfang August aussäen. Das Saatbeet wird dafür zuvor gründlich gelockert und gut feucht gehalten. Dann werden sich die Pflanzen gut entwickeln. Besonders gut wächst Mangold auf einem abgeernteten Erbsen- oder Bohnenbeet, da der Boden von den Knöllchenbakterien mit Stickstoff angereichert wurde.

Auch für Rettiche gilt: Damit Winterrettiche bis zum Herbst erntereif sind, müssen sie bis Mitte August ausgesät werden. Die Samen einfach flach mit Erde bedecken und diese gleichmäßig feucht halten.

Radieschen wachsen schneller als Rettiche und können daher noch bis Ende August ausgesät werden.

Die Sommeraussaat für Petersilie bietet den Vorteil, dass die Samen rasch keimen und die jungen Pflanzen wachsen kräftig. Sie entgehen damit den Problemen der Frühjahrsaussaat. Mit einer Vliesabdeckung können sie zudem problemlos die Erntezeit bis zum Frost ausdehnen.

Saathilfe

Einfacher arbeiten mit einer Saathilfe

>>>Hier gibt es die kleinen Helferlein<<<

Endivien, Lauch und Brokkoli

Jetzt ist Zeit für die Aussaat von Herbstgemüse, wie Chinakohl, Fenchel, Winterendivien oder Zuckerhut, mit ihnen lassen sich die freiwerdenden Beete sofort wieder besetzen. Die genannten Gemüse sollten in Töpfchen vorgezogen werden, wenn die vorgesehenen Beete erst später als geplant geräumt sind.

Tipp: Probieren Sie doch mal Pak Choi. Pak Choi ist eine milde Kohlart aus Asien, die in den letzten Jahren zum Trendgemüse geworden ist.  Es handelt sich um einen nahen Verwandten des Chinakohls. Diese Kohlart wird auch als Senfkohl oder Blätterkohl bezeichnet. Er bildet lockere Köpfe mit hellen Blattrippen. Die Blätter sind von dunklerem Grün und ähneln denen des Mangolds. In unseren Breitengraden finden Sie häufig eine Pak Choi Sorte namens Tat Soi. Diese ist besonders tolerant gegenüber Kälte und hat sehr dunkle grüne Blätter. Im Geschmack ist diese Variante besonders intensiv.

Pak-Choi enthält neben vielen Vitaminen auch sekundäre Pflanzenstoffe, denen eine antibiotische, also keimtötende Wirkung zugeschrieben wird.

Die beste Zeit für Brokkoli ist ebenfalls gekommen. Er entwickelt sich im Spätsommer und Frühherbst besonders gleichmäßig und neigt viel weniger zum Schießen. Da Brokkoli  – wie alle Kohlarten – ein Starkzehrer ist, benötigt er viele Nährstoffe. Am einfachsten lassen sich Kompost oder Hornmehl beim Pflanzen mit einarbeiten.

Bis Mitte August ist Pflanzzeit für das Lauch, auch wenn es dann für eine Herbsternte zu spät ist. Aber die Lauchstangen schmecken auch im nächsten Frühjahr.  Die Winterporee-Sorte, die sich am besten bei uns bewährt hat, heißt: Blaugrüner Winter.

Tipp: Beim Lauch bringt zu tiefes Pflanzen geringere Erträge. Deshalb nicht tiefer als acht Zentimeter setzen und anhäufeln.

Pflanzhilfe

Pflanzarbeiten gehen schneller mit einer Pflanzhilfe

>>>Pflanzhilfen und mehr…<<<

Ernten – wann und was

Sie wollen, dass sich die Zwiebeln besonders lange halten? Dann ernten Sie  Zwiebeln erst dann, wenn die röhrenförmigen Blätter abgeknickt und vollständig vergilbt sind. Gleiches gilt für Schalotten und  Knoblauch.

Gurke im Beet

Gurken gefällig?

Gurken hingegen ernten Sie besser etwas zu früh als zu spät. Lassen Sie die Früchte zu lange an den Pflanzen reifen, werden die nachfolgenden Blüten und jungen Früchte abgestoßen. Schlangen- und Minigurken sollten Sie jetzt alle zwei Tage pflücken. Bei Schälgurken verfolgen Sie den Reifeprozess an der Farbe. Diese sind erst dann erntereif, wenn die Schalenfarbe von Grün nach Gelb umschlägt.

Wichtig: Gurken immer abschneiden! Reißen Sie die Gurken ab, können die Ranken beschädigt werden und absterben.

Auch Erbsen- und Buschbohnen-Pflanzen sollten Sie zur Ernte nicht einfach mit der Wurzel ausreißen. Hier ist es ebenfalls besser, diese abzuschneiden oder abzuhacken. Allerdings hat das einen anderen Grund als bei den Gurken. Diese Pflanzen hier besitzen wie alle Schmetterlingsblütler sogenannte Wurzelknöllchen, in denen stickstoffsammelnde Bakterien leben. Beim Schneiden oder Hacken bleiben die Wurzeln im Boden. Bis zum Frühjahr zersetzen sie sich dann und reichern die Erde, ähnlich wie viele andere Gründüngungspflanzen, mit Stickstoff an.

Traditionell werden Kartoffeln geerntet, wenn die Pflanzen ihre natürliche Ruhepause einlegen. Meist ist am Zustand des Kartoffelkrautes zu erkennen, wann die Erntezeit gekommen ist. Es ist welk und teilweise schon abgestorben. Am besten buddeln Sie ein oder zwei Kartoffeln aus und testen die Schale. Eine Kartoffel ist reif, wenn sich die Schale nicht mehr mit den Fingern ablösen lässt. Mittelfrühe Kartoffeln sind meist ab Mitte August bis Ende September reif. Diese Kartoffeln haben schon eine festere Schale und lassen sich bis zu drei Monate lagern.

Kartoffeln im Garten

Kartoffeln immer ein Genuss

Mittel-frühe Sorten:

  • Adelina
  • Agnes
  • Alexandra
  • Bellinda
  • Blaue St. Galler
  • Charlotte
  • Danuta
  • Esprit
  • Finessa
  • Krone
  • Lolita
  • Melody
  • Ottawa

Eine Spatengabel eignet sich sehr gut für die Ernte, doch auch damit lassen sich Verletzungen einzelner Knollen nicht immer vermeiden. Sortieren Sie beschädigte, zu kleine oder fleckige Kartoffeln gleich aus. Die gesunden Knollen nachtrocknen lassen, bevor Sie diese einlagern.

Hinweis: Bei Tomatenpflanzen tritt häufig die sogenannte Braunfäule auf. Die erkrankten Blätter müssen unbedingt sofort entfernt werden. Als vorbeugende Maßnahme sollten Sie die bodennahen Blätter auch schon mit entfernen.

So, das war es schon von meiner Seite. Es gibt ganz sicher noch die eine oder andere Sache, die Ihnen einfallen wird. Aber ich denke, für diesen Beitrag ist es genug, denn Sie wollen ja sicher noch raus in diesem Monat August raus in den Garten zu Ihren Pflanzen.

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