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Garten und Pflanzen im Juni

Garten mit Kirschen

Wie gut waren Ihre Vorarbeiten? Denn jetzt ist es an der Zeit, den Lohn für die Mühen einzuholen. Der Monat Juni ist ein besonderer Monat für Ihre Garten und Ihre Pflanzen – es ist ein Erntemonat. Gemüse und auch Himbeeren und Kirschen wollen geerntet werden. Die Blumen blühen und die Gartenarbeit wartet. Es stehen Dinge an wie Rasen kürzen, Obstbäume beschneiden, Nachsaaten und einiges mehr. Dieser Monat ist alles, aber ganz sicher kein Ruhemonat. Also, ran an die Gartengeräte und los geht es.

Rasen richtig behandeln

Schöner Rasen

Kräftiger Rasen

Beginnen wir mit dem Rasen. Das frische Grün sollte immer wieder auf vier bis fünf Zentimeter gekürzt werden. Dadurch erreichen Sie, dass es an Stärke gewinnt und sich verdichtet. Um den Rasen zu düngen und die Feuchtigkeit im Boden zu halten, lassen Sie das Gras einfach liegen. Dieser Vorgang wird auch als „Mulchmähen“ bezeichnet. Der Mulch aber auch für Beete und Rabatte verwendet werden.

Ausschließlich Formschnitte für Sträucher und Hecken

Die Monate Juni bis August sind die Monate, in denen immergrüne Gehölze und Hecken wie Buchsbaum, Zypresse oder Lorbeer mindestens einmal in Form geschnitten werden. Am besten warten Sie bis Ende Juni, denn dann haben die Gehölze ihre größte Wuchszeit hinter sich. Somit bleiben sie auch nach dem Schnitt in Form. Beschränken Sie sich auf Formschnitte, da Sie sonst die Nester brütender Vögel beschädigen oder sogar die Tiere selbst verletzen könnten.

Unkraut ist immer ein Thema

Neben den Sommerblühern wächst auch das Unkraut bei warmen Temperaturen besonders gut. Hirtentäschel oder Vogelmiere lieben warme Temperaturen. Um das Ausbreiten zu verhindern, gilt es, diese ungeliebten Pflanzen möglichst regelmäßig zu entfernen und die Erde aufzulockern. Gerade neu gepflanzte Gehölze müssen vor der Quecke oder Giersch geschützt werden, da diese kräftigen Arten den Jungpflanzen zu viele Nährstoffe wegnehmen.

Die Schädlinge wollen beachtet werden

Schnecken sind eine Plage

Plagegeister im Garten

Sofern Sie bereits die ersten Schnecken erfolgreich bekämpft haben, sollten Sie diese Plage über den Sommer gut im Griff haben und schützen gleichzeitig die noch zarten Jungpflanzen vor Befall. Neben einer breiten Schicht Holzhäcksel oder ähnlichen Hindernissen gibt es eine Reihe wirkungsvoller Maßnahmen, um den Schnecken den Zugang zum frischen Grün zu verwehren.

Auch die Möhrenfliege macht sich unlängst wieder breit und treibt ihr Unwesen. Es ist eine Bedrohung für die ausgesäten Karotten. Das Anpflanzen von Schnittlauch in direkter Nachbarschaft des knackigen Gemüses vertreibt die Schädlinge oder durch das Auflegen eines Netzes gleich nach der Aussaat kann der Befall verhindert werden.

Suchen Sie zudem regelmäßig die Blätter und vor allem auch die Unterseiten Ihrer Pflanzen ab. Bei einem Befall gilt es, sofort zu handeln und keine Zeit verstreichen zu lassen, um Übertragungen möglichst zu verhindern. Wirken Sie den Schädlingen sofort mit Spritzbrühen oder anderen Schädlingsbekämpfungsmitteln entgegen.

Hier ein kleine Auswahl an Schädlingen, die sich bereits auf dem Vormarsch befinden: Johannisbeeren werden jetzt gern von Gallmilben befallen, Blattwanzen an Engelstrompeten, Schildläuse an Oleander und Zitruspflanzen, Weiße Fliege an Enziansträuchern, Blattläuse am Hibiskus, sowie Rostpilz und Grauschimmel an Geranien. Am Buchsbaum machen sich sogenannte Buchsbaumzünsler zu schaffen und Dickmaulrüssler an anderen immergrünen Pflanzen.

Es gibt sowohl Schädlinge als auch Nützlinge. Zu diesen Nützlingen zählen Marienkäfer, Florfliegen, Bienen oder Igel. Ob Sie es glauben oder nicht, diese Nützlinge sind unermüdlich im Kampf gegen das Ungeziefer in Ihrem Garten.

Arbeiten im Nutzgarten

Gartenfrüchte

Obst und Gemüse aus dem Nutzgarten

Leckere Frühkartoffeln ernten

Sofern Sie im April Kartoffeln gesteckt haben, können Sie jetzt nach dem Abblühen die ersten Kartoffeln des Jahres ernten. Zudem werden jetzt die Spätkartoffeln an Stellen gesteckt, die das Entstehen von Lücken verhindern – als Beispiel da, wo zuvor Kohlrabi geerntet wurde. Wechseln Sie die Anbauplätze jedes Jahr, da bei Kartoffeln auf die Fruchtfolge zu achten ist. Es ist nun einmal so, dass die Schädlinge und Pilzkrankheiten meist nur eine Pflanzenart bedrohen. Mit dieser Maßnahme verhindern Sie eine Ausbreitung und neuen Befall.


So ernten Sie Zwiebeln richtig

Die Zwiebeln zeigen sich über der Erde mit einem Grün. Das sind die sogenannten Schlotten. Wenn die Schlotten welken, können Sie die Zwiebeln samt Blättern aus dem Boden ziehen. Beim Abtrocknen kann so der Saft in die Zwiebel ziehen. Zwiebeln werden normalerweise nur ein- oder zweijährig kultiviert. Es gibt aber auch mehrjährige Pflanzen. Diese bringen im zweiten Jahr weiße Blütenbälle hervor.

Tomaten erfordern Ihre Aufmerksamkeit

Bei den Tomatenpflanzen hat sich gezeigt, dass weniger Früchte heranreifen, wenn die Treibe unnötig sprießen. Zudem wird der Pflanze Kraft entzogen. Um dies zu verhindern, werden die Seitentriebe aus den Blattachseln der Pflanze regelmäßig ausgegeizt. Ausgeizen bedeutet nichts anderes, als dass die Triebe ausgebrochen und entfernt werden. Das Anbinden der Gewächse macht Sinn, damit die Tomatenpflanze zur Reifezeit auf Grund der schweren Last nicht abbricht. Dazu stecken Sie je Pflanze eine Stange neben die Tomatenpflanze und binden diese locker daran.

Gemüse anbauen

Gemüsebeet im Garten

Junges Gemüse – ab ins Freie

Neben Auberginen und Gurken, die Sie im Juni unbesorgt als Jungpflanzen ins Freie setzen, können auch Salat, Kohl oder Möhren noch gepflanzt werden. Berücksichtigen Sie dabei günstige Folgesaaten und Mischkulturen. Denn mit der richtigen Vorgehensweise schützen sie die jungen Pflanzen vor Schädlingen und Pilzkrankheiten. Die erste Düngung z. B. mit Kompost erfolgt etwa vier Wochen nach dem Einpflanzen.

Zeit für Aussaaten

Glück gehabt: Auch für die Aussaat ist es im Juni noch nicht zu spät. So können Sie Fruchtgemüse wie Zucchini, Kürbisse, Wassermelonen, Gurken oder Bohnen jetzt noch stecken. Bei entsprechender Wärme und Feuchtigkeit tragen diese innerhalb weniger Wochen bereits die ersten Früchte.

Ein Tipp: Sollten Sie Paprika- oder Chilipflanzen in Ihrem Garten haben, achten Sie darauf, die erste Blüte abzubrechen. Mit dem Entfernen der sogenannten Königsblüte wird der Blütentrieb gefördert und damit der Ertrag der Pflanzen erhöht.

Kräuter sind gesund und schmecken

Wenn Sie gerne noch frische Kräuter genießen wollen, ist es an der Zeit, schnell noch ein Kräuterbeet anzulegen. Noch können Kräuter wie Petersilie, Basilikum, Bohnenkraut und Majoran ausgesät werden. Wenn Sie es einfacher wünschen, verwenden Sie vorgezogene Pflanzen. Rosmarin, Basilikum, Salbei oder Thymian erhalten sie als Containerpflanzen. Besorgen Sie sich diese Pflanzen besser im Fachhandel als bei den Discountern. Die Pflanzen dort sind meist hochgezüchtet und halten nur kurze Zeit.

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Mediterrane Kräuter wie Thymian, Salbei, Lavendel und Rosmarin wachsen übrigens dichter, wenn Sie regelmäßig die Triebspitzen entfernen. Rückschnitt lohnt sich bei Basilikum und Koriander. Die Pflanzen verzweigen sich nach einer solchen Maßnahme besser und bilden mehr aromatische Blätter aus.

So ist gut Kirschen essen

Kennen Sie die sogenannten sieben Kirschenwochen? Diese beginnen ab Ende Mai und dauern bis Mitte August. In dieser Zeit werden die leuchtend roten Früchte geerntet. Süßkirschen sind immer als erstes reif. Die sauren Sorten folgen später.

Sofern Sie Gelbtafeln gegen die Kirschfruchtfliegen in die Kirschbäume gehängt haben, können diese nun wieder abgenommen werden. Sie helfen nur in der Zeit, wenn die Schädlinge Flugzeit haben. Die verbrauchten Fallen und auch die madigen Kirschen sollten Sie am besten in den Restmüll geben. Auf dem Kompost geben Sie den Tieren Gelegenheit, sich weiter zu verbreiten.

Nach der Ernte der Kirschen werden die Zweige der Obstbäume ausgelichtet. Während der warmen Jahreszeit brauchen alle Obstgehölze viel Wasser und viel Dünger. Danken werden es Ihnen die Pflanzen mit üppigem Wuchs und guten Ernteerträgen.

Die Rhabarber-Ernte geht zu Ende

Wichtiges Datum: Ab dem 25. Juni darf Rhabarber nicht mehr geerntet werden.

Der Grund ist, dass die Stangen bis dahin zu viel Oxalsäure entwickelt. Die Oxalsäure ist in großen Mengen gesundheitsschädlich. Die Rhabarber-Pflanze hat nun Zeit bis zum Herbst, um sich zu erholen. Daher sollten Sie die Pflanze einfach in Ruhe lassen.

Johannisbeere und Wurzelschosser

Johannisbeeren und Wurzelschosser

Leckere Johannisbeeren

Wurzelschosser sind die Triebe, die direkt aus der unterirdischen Wurzel treiben und neben der Pflanze aus dem Boden wachsen. Diese Wurzelschosser und unerwünschte Triebe am Stamm sollten Sie regelmäßig wegschneiden. Sofern beim Pflanzen der Gewächse noch nicht geschehen, ist es ratsam, hochstämmige Arten spätestens jetzt mit Pfählen stützen. Denn meist sind die Stämmchen zu schwach, um die vielen Früchte in der Reifezeit zu tragen. Mehltaufreie und geschmackvolle Johannis- und Stachelbeersorten lassen sich übrigens zur Reifezeit am besten durch Stecklinge vermehren.

Arbeiten im Ziergarten

Blumen in ganzer Pracht

Blumen in voller Blüte

Weg mit den verwelkten Blüten

Viele Blumen wie Petunien, Geranien, Fuchsien und Löwenmäulchen zeigen sich bereits in voller Pracht. Damit das auch so bleibt, sollten Sie verwelkte Blüten regelmäßig abzupfen oder abschneiden. Somit wird die neue Blüte angeregt. Gleiches gilt für welke Blätter, die ebenfalls entfernt werden müssen. Damit fördern Sie das Wachstum der Blumen und verhindern, dass sich Pilzkrankheiten bilden.

Das betrifft auch die Kübelpflanzen.

Einjährige und zweijährige Blumen

Um mögliche Lücken im Beet zu schließen, können Sie jetzt noch einmal neue Pflanzen nachsetzen. Hier können einjährige Pflanzen ausgesät werden. Dazu zählen beispielsweise die Ringelblume, Kornblume, Eisbegonie, Tagetes, Buntnessel, Zinnie, Goldlack oder Sonnenblume. Unabhängig davon können auch die zweijährigen Blumen wie Veilchen, Stiefmütterchen oder Bartnelken ausgesät werden. Sollte Ihnen das zu lange dauern, greifen Sie einfach auf bereits vorgezogene Pflanzen zurück. Diese sind in jeder Gärtnerei oder im Gartencenter erhältlich.

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Rosen wollen gepflegt werden

Rosen treiben im Garten

Rosentriebe im Garten

Wildtriebe, also die Triebe mit den kleinen Blättern, müssen bei den Rosen aus dem Boden gründlich entfernt werden. Ab Ende Juni können Sie Ihre Rosen außerdem veredeln. In der Hochblüte ist der beste Zeitpunkt, um schöne und robuste Sorten mit jungen kräftigen Pflanzen zu vereinen. Den Rosen helfen Sie mit Hilfe von Sprossen oder durch Anbinden, um diese in die richtige Richtung zu lenken.


Quelle: Rosenvermehrung – youtube

Auch diese Pflanzen wollen beachtet werden

Das Wandelröschen bringt Beeren aus, die Sie entfernen sollten. Denn damit erreichen Sie, dass es kräftig weiter blüht. Bei der Schmucklilie werden verblühte Triebe am Ansatz abgeschnitten. Schnell wachsende Triebe wie die der Kreppmyrte können Sie regelmäßig einkürzen. Zierpflanzen, die aus der Form geraten sind, werden einfach nachgeschnitten. Die Triebe der Bougainvillea sollten Sie nach der Blüte um gut zwei Drittel zurückschneiden. Die beliebte Engelstrompete schätzt eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine schöne Dusche. Allerdings verträgt sie keinen Standort in der prallen Sonne.

Blüten- und Blattstauden beschneiden

Die sehr beliebten Blüten- und Blattstauden haben das ganze Jahr Saison. Zudem bringen sie Abwechslung und Farbe in den Garten. Dies gilt insbesondere für die Pflanzen, die mehrjährig sind und immer wieder kommen. Sie verholzen in den seltensten Fällen, dann aber auch nur wenig. Auch wenn es schwer fällt, sollten Sie manche Stauden noch während der Blüte beschneiden. Damit geben Sie der Pflanze die Chance zur zweiten Blüte, bevor diese alle Ressourcen für die erste Blüte verbraucht hat.

Bei einem Gartenteich auf das Gleichgewicht achten

Gartenteich ein schöner Anblick

Ein Teich im Gleichgewicht

Der Monat Juni bietet die Gelegenheit, das biologische Gleichgewicht im Gartenteich zu überprüfen. Außerdem ist nun die beste Zeit, um große Wasserpflanzen zu teilen und neue Pflanzen in die Wasserfläche einzusetzen. Grünzeug im Teich muss abgefischt werden. Denn die faulenden Pflanzenteile können die Sauerstoffbalance im Gewässer stören. Die Folge ist, dass Fische ersticken könnten. Die abgefischten Blätter erst einmal neben dem Teich liegen lassen, denn dann haben abgefischte Wassertiere die Chance, wieder in das Wasser zu kommen.

>>>Alles für Ihren Teich finden Sie hier<<<

Ein Tipp zum Schluss

In den Sommermonaten gibt es immer mal starke Regenfälle, die den Boden verkrusten und undurchlässig werden lassen. Gegen die Verkrustung hilft das Auflockern mit der Gartenkralle und einer Schicht Mulch wie z. B. mit dem Rasenschnitt. Das Auflockern verbessert außerdem die Wasseraufnahmefähigkeit und Oberfläche des Bodens.

Nach getaner Arbeit ist dann endlich Zeit für die Entspannung – gerne mit kühlen Getränken und sommerlichen Köstlichkeiten.

Garten Pflanzen Grüner Daumen



 

2 Kommentare

    • Hallo Herr Gründemann,

      sehr gerne. Danke für das freundliche Feed-Back.

      Mit freundlichen Grüßen
      Volkmar Neumann

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