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Garten und Pflanzen im Mai

Der Frühling im Garten

Jedes Jahr gilt es, einen möglichen Kälteeinbruch der Ihren Garten und Ihre Pflanzen im Mai noch einmal empfindlich treffen könnte, abzuwarten. Es handelt sich um die Eisheiligen, die zumeist zwischen dem 11. Und 15. Mai auftreten können. Daher ist es immer besser für die empfindlicheren unter den Pflanzen, wenn sie solange geschützt untergebracht bleiben, bis mit der „kalten Sophie“ die Nachtfrostgefahr beendet ist. In diesem Jahr setzten die Wärmeperioden schon sehr früh ein und die Natur befindet sich ja fast schon im Sommer. Was gibt es also alles zu tun in diesem Monat Mai? Welche Arbeiten stehen im Garten an? Welche Pflanzen bedürfen der Aufmerksamkeit?

Der Mai ist gekommen…

Topfpflanzen wollen raus

Topfpflanzen wollen in den Garten

Wenn Sie bis jetzt gewartet haben, um Ihre Töpfe mit Oleander und Bougainvillea auf die Terrasse zu stellen oder Tomaten in den Garten zu setzen, denke ich, dass Sie nun auf jeden Fall die Dinge in die Tat umsetzen können. Auch wenn die Zeit der Eisheiligen nach dem alten Kalender am Ende des Monats lagen, empfiehlt es sich in einem solch warmen Jahr wie in diesem besser auf den Wetterbericht zu vertrauen als auf die Bauernregel.

Neben den bereits erwähnten Pflanzen gehören zu den empfindlicheren Arten auch Geranien, Gemüse wie Zucchini, Salat und viele Kräuter. Um ganz sicher zu gehen, dass die liebevoll gezogenen und eingetopften Pflänzchen nicht doch noch erfrieren, macht es Sinn, sie bei Bedarf nachts mit Gärtnervlies oder auch Zeitungen schützen.


Quelle: Garten Tipp im Mai | Gewürze & Gemüse pflanzen, Rasen ausbessern – youtube

Düngen im Mai

Natürlich haben viele der Pflanzen Kraft gelassen. So haben z. B. die Zwiebeln ihre ganze Energie in die Entwicklung der Blüten gesteckt und benötigen dringend Dünger. Kalidünger eignen sich hierfür sehr gut.

So gelingt ein kräftiger Rasen

Rasen will gepflegt sein

Schöner Rasen braucht Pflege

Für einen schönen Rasen, der besonders kräftig, dicht und grün werden soll, ist eine Frühjahrskur ganz besonders hilfreich. Die Schritte dafür sehen wie folgt aus: Entfernen Sie dafür zuerst das Unkraut. Anschließend ist das Kürzen des Rasens auf vier bis fünf Zentimeter angesagt. Zum guten Schluss verpassen Sie ihm danach eine Düngerkur.

Tipp: Rasenschnitt können Sie übrigens sehr gut zum Mulchen verwenden. Anderenfalls geben Sie den Rasenschnitt gemischt mit anderen Gartenabfällen auf den Kompost. Denn wenn der Rasenschnitt nicht vermischt wird, entsteht ein typischer Silage-Geruch bei der Zersetzung. In jedem Fall den Kompost gut belüften.

Jetzt sind die Sträucher und Hecken dran

Formschnitte und das Kürzen haben jetzt Hochkonjunktur. Dies gilt für Hecken und Sträucher. Buchsbaum, Forsythie, Hibiskus, Goldregen und Flieder werden jetzt geschnitten, gekürzt und bei Bedarf geteilt. Für eine optimale Generierung müssen alte Zweige direkt am Ansatz der Pflanzen entfernt werden, um somit den jüngeren Trieben Platz zu machen. Die verbleibenden Zweige können Sie einfach nach Bedarf in Form schneiden. Bei der Teilung werden die Pflanzen samt Wurzelballen im Erdreich getrennt. Damit gewinnen Sie aus einem Exemplar eine zweite Pflanze, die Sie an einer Stelle Ihrer Wahl pflanzen können.


Damit der Nachbar nicht alles sieht…

Einen optimalen Sichtschutz im Garten bieten sommergrüne Blütensträucher wie Sommerflieder und Weigelien oder immergrünes Buschwerk wie Kirschlorbeer und Eibe. Diese können Sie auch jetzt noch in den Garten pflanzen, sofern Sie dazu ausschließlich Containerpflanzen verwenden. Die jetzt gesetzten Pflanzen brauchen unbedingt Wurzelballen, ohne die sie nicht schnell anwachsen können und vorzeitig einzugehen drohen.

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Diese Sträucher und Büsche machen sich besonders gut im Garten:

      • Fliederbusch im Mai

        Fliederbusch

        Sehr beliebt sind auf jeden Fall die Fliederbüsche, die zu richtigen Bäumen heranwachsen können. Die verschiedenen Blau-, Rosa- und Weißtönen sind jedes Jahr ein Hingucker im Garten. Der süßliche Duft der Blüten weht im Mai durch die Gärten und lockt damit Bienen und Hummeln zum Nektarsammeln an – das ist Frühling pur. Nach der Blüte wird der Flieder ausgelichtet und gestutzt.

      • Ranunkel im Mai

        Ranunkel

        Der Ranunkelstrauch oder Kerrie ist mit seinen gefüllten gelben Blüten ein Farbtupfer im Garten und bietet einen sehr imposanten Sichtschutz. Gleiches gilt für die erst rosa und später weiß blühenden Rhododendren.

      • Brautspiere im Mai

        Brautspiere

        Die Brautspiere zeichnen sich durch ihre blütenreichen Äste, die weit im Bogen wachsen, aus. Sie bildet so ein dichtes weißes Buschwerk von April bis Mai. Nach der Blüte können Sie den stark verzweigten Strauch stutzen, indem Sie einfach die neuen Triebe einkürzen.

      • Wegelie im Mai

        Wegelie

        Sehr üppig blüht die Weigelie. Dieser Strauch zeigt sich im Mai in einem dichten rot-grünen Kleid. An ausladenden, zum Teil überhängenden Zweigen bildet die Weigelie dann unzählige ihrer Blütenbüschel aus. Diese trichter- bis glockenförmigen Blüten zeigen sich in hell- bis dunkelrosa oder zart gelben Tönen.

      • Sommerflieder im Mai

        Sommerflieder

        Der Sommerflieder bildet am Ende der feinen Äste eine große Blütentraube. Diese Traube hat eine unwiderstehliche Wirkung auf Schmetterlinge und zieht diese wie ein Magnet an. Daher auch die umgangssprachliche Bezeichnung als Schmetterlingsstrauch.

    • Die beiden Kletterpflanzen Glyzine (Blauregen) und Goldregen, sind wirklich erstaunliche Kletterer. Richtig angebracht an Hauswände, können diese beiden Pflanzen sehr prächtig aussehen.

      Blauregen im Mai

      Blauregen

      Goldregen im Mai

      Goldregen

      Es empfiehlt sich auf jeden Fall, Klettergerüste anzubringen, da ansonsten Gebäudeteile beschädigt werden können. Anders als der Blauregen ähnelt der Goldregen mit seinen Blüten dem Raps. Die Trauben sind jedoch größer und hängen wie beim Blauregen von den Ästen herab.

      • Mandelbäumchen im Mai

        Mandelbäumchen

        Das Mandelbäumchen ist eine Zierde und die Mandelblüte ein Highlight in jedem Garten. Obwohl der Mandelbaum aus Fernost stammt, hat er sich auch in Mitteleuropa gut etabliert und ist in vielen unserer Gärten zu Hause. Mandelbäumchen sind eigentlich Sträucher. Sie sind nur auf Stamm veredelt, um sie so einfach besser aussehen zu lassen. Im Mai blüht es zu Hochform auf, bevor das eigentliche Blätterkleid herauswächst. Nach der Blüte werden die dichten Zweige radikal herunter geschnitten. An den neuen, schnell heranwachsenden Trieben bilden sich im folgenden Jahr die neuen Blüten.

      • Kirschlorbeer im Mai

        Kirschlorbeer

        Als immergrüne Sichtschutzhecke eignet sich der Kirschlorbeer oder die Lorbeerkirsche, die sich großer Beliebtheit erfreut. Die Blätter des Strauches erinnern an die des Gewürzlorbeers und die Früchte werden als Kirschen bezeichnet. Sie sind allerdings nicht genießbar.

      • Eiben mit Formschnitt im Mai

        Eiben mit Formschnitt

        Für die Fans der auffälligen Formschnitte bietet die immergrüne Eibe optimale Voraussetzungen. Diese Hecken bieten sich an als kreative Gestaltungsobjekte in Ihrem Garten. Sehr schön stehen sie in der Kombination mit farbenfrohen Sträuchern.

Wichtiger Hinweis: Zwischen März und Oktober sind auf Grund brütender Vögel nur Formschnitte erlaubt.

Auch das Gießen steht jetzt an

Eine der derzeit wichtigsten Aufgaben ist das Gießen. Besonders die „zarten Pflänzchen“ im Beet benötigen regelmäßig Wasser. Auch junge Gehölze haben noch keine tiefen Wurzeln wie eingewachsene Bäume. Die eingewachsenen Bäume sind in der Lage, sich aus tiefen Schichten zu versorgen. Außerdem kann es im Mai bereits, wie aktuell, die ersten heißen Tage geben.

Obstbaum im Garten

Obstbäume in voller Blüte

Obstgehölze stutzen und stärken

Auch neue Obstbäume lassen sich mit einem großen Wurzelballen jetzt noch in den Garten pflanzen – also auch hier Containerpflanzen nehmen. Damit sich das Wurzelwerk gut ausbilden kann, sollten Sie die Früchte im ersten Jahr am Ausreifen hindern. Trockenes Wetter ist ideal, wenn es darum geht, sowohl bei Obstbäume als auch Ziergehölzen die nach innen wachsenden Triebe und Wasserruten zurück zu schneiden. Die Infektionsgefahr durch Pilzsporen ist bei solchen Witterungsbedingungen einfach geringer. Junge Obstbäume tragen eher Früchte, wenn Sie die senkrechten Triebe mit kleinen Gewichten beschweren oder nach unten binden. Trockenheit stresst die Obstbäume. Ohne regelmäßiges Gießen werfen diese ihre Früchte ab.

Beeren vor Unkraut schützen

Johannisbeeren mögen kein Unkraut

Beeren vor Unkraut schützen

Das Unkrautjäten gehört sicher nicht zu den liebsten Arbeiten im Garten. Hinzu kommt, dass Sträucher wie Johannis- und Stachelbeere flache Wurzeln haben und empfindlich darauf reagieren. Ein lichtdurchlässiges Unkrautvlies, unter den Pflanzen ausgelegt, verhindert, dass sich Unkraut überhaupt ausbreiten kann. Ein solches Vlies legen Sie einfach großflächig auf den Pflanzplatz und graben Sie es an den Rändern ein. Kreuzweise Schnitte ermöglichen, dass Sie an diesen Stellen die Sträucher setzen. Das Vlies kann auch nachträglich eingebracht werden, das erfordert dann aber mehr Geschick beim Einpassen und ist letztlich viel aufwändiger.

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Das genau braucht Ihr Gemüse

Seien Sie nicht pikiert. Ihr ausgesäten Gemüse und Kräuter sind es auch nicht, wenn Sie diese pikieren. Das Ausdünnen verhindert nämlich, dass sich die Pflanzen gegenseitig Licht und Nährstoffe rauben. Wenn Sie den Boden im Beet ein wenig mit der Hacke oder der Gartenkralle lockern, kann die Feuchtigkeit länger im Boden bleiben, was für den Wasserhaushalt sehr wichtig ist. Ansonsten tritt, wenn Sie die feinen Kapillargänge im Boden nicht zerstören, das gespeicherte Wasser schneller an die Oberfläche und verdunstet.

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Selbstverständlich können Sie den umliegenden Boden z. B. mit Rasenschnitt mulchen. Außerdem ist es jetzt Zeit für einen Volldünger wie Kompost, um den jungen Gemüsen ein bestmögliches Wachstum zu ermöglichen.

Für diese Gemüse ist die Zeit gekommen

Frostempfindliche Gemüsesorten wie Zucchini, Tomaten, Salate oder Mangold können Sie nach den Eisheiligen Mitte Mai aussäen oder als Jungpflanzen in die Beete setzen. Ganz auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie bis Ende Mai warten. Alternativ schützen Sie die Pflanzen bis dahin mit Zeitung oder Vlies vor spontanem Nachtfrost.

Gesundes Gemüse

Gemüse vitaminreich und lecker

Kürbisse und Zuckermais können schon zu Anfang Mai in die Beete, Rosenkohl erst ab Ende des Monats.

Noch ein Hinweis zu den Mischkulturen. Wahrscheinlich ist Ihnen auch aufgefallen, dass Mischkulturen besser aussehen. Es gibt auch noch einen weiteren positiven Aspekt. Mischkulturen verhindern auch Schädlingsbefall und Pilzerkrankungen an den Pflanzen. Zu Tomate, Gurke und Zucchini passen auch Sommerblumen wie Tagetes, Ringelblumen und Kapuzinerkresse. Karotten kombinieren Sie am besten mit Lauch oder Zwiebeln, Kohl wird zusammen mit Sellerie und Lauch gepflanzt.

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Unkraut ist immer ein Thema

Die verschiedensten Wildkräuter beginnen bereits jetzt ihr Unwesen im heimischen Garten zu treiben. Wenn Sie jetzt schon regelmäßig jäten und Unkraut zupfen, halten Sie die Wildkräuter über den Sommer in Schach. Mehr und ausführlichere Informationen finden Sie in den bereits von mir geposteten Beiträgen zum Thema: Unkraut.

Einen ganzen Sommer mit frischen Kräutern

Auch für Kräuter wie Dill, Petersilie oder Basilikum gelten die Eisheiligen als wichtiger Termin. Bis dahin sollten sie in Töpfen vorgezogen werden. Anschließen können Sie diese Kräuter direkt ins Freie säen oder nach Draußen setzen. Zwischen Gemüsepflanzen kommen die Kräuter besonders gut zur Geltung und es ergibt ein schönes Bild in Ihrem Beet. Mehrjährige Kräuter, dazu gehören Salbei, Lavendel und Thymian sollten ausgelichtet und um gut ein Drittel zurückgeschnitten werden. Erfrorene Triebe können Sie sogar bis in das gesunde Holz hinein kürzen.

Immer frische Kräuter im Sommer

Frische Kräuter den ganzen Sommer lang

Um den ganzen Sommer frische Kräuter genießen zu können, sollten Sie Kerbel, Dill, Koriander und Basilikum immer regelmäßig nachsäen. Wenn Sie mehrere „Generationen“ im Beet haben, ist für Ihren frischen Genuss immer genügend Blattmasse vorhanden. Und das auch dann, wenn eine Pflanze zum Blühen kommt.

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Natürlich gibt es noch die eine oder andere zusätzliche Arbeit, auf die ich jetzt nicht eingegangen bin. Aber ich will Sie ja nicht von den wichtigsten Arbeiten abhalten und Sie zum ausdauernden Lesen dieses Beitrags anhalten. Es gibt draußen genug zu tun! Viel Vergnügen bei der Arbeit.

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