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Garten und Pflanzen im September

Septembergarten_Arbeit

Der September ist für die Gartenfreunde ein ganz besonderer Monat. Der Sommer neigt sich dem Ende, aber dennoch zeigen die Spätsommerblüher ihre ganze Pracht und auch die ersten Herbstblumen lassen sich bereits sehen. Mit den richtigen Maßnahmen bereiten Sie Ihren Garten auf die anstehenden Monate vor und werden im kommenden Frühjahr wieder viel Freude haben.

Gartenarbeiten im September

Eine Checkliste soll Ihnen dabei helfen, all die erforderlichen Dinge zu tun und abzuhaken. Kommen wir erst einmal zu den allgemeinen Arbeiten, die in Ihrem Garten anstehen:

Der Rasen:

Dieser Monat ist bestens dazu geeignet, um Rasen neu auszusäen oder schadhafte Stellen auszubessern. Sehr häufig werden die Gräser im Herbst oder Winter von Pilzkrankheiten wie Wurzelhalsfäule oder Schneeschimmel befallen. Das Schadbild wird dann im Frühjahr sichtbar. Dem können Sie vorbeugen, indem Sie jetzt den Rasen mit Kalium düngen. Der Mineralstoff Kalium ist ein Hauptnährelement der Pflanzenernährung und verstärkt bei Pflanzen die Stoffwechselprozesse. D. h., dass die Photosynthese intensiviert und die Umwandlung von Traubenzucker (Glucose) in Stärke sowie der Aufbau von Eiweiß beschleunigt wird. Dies wiederum fördert das Wachstum der Pflanzen.

Sofern Sie zu den Geübten zählen, können Sie den Dünger per Hand auftragen. Um zu erreichen, dass sich der Dünger gleichmäßig verteilt und Sie für das kommende Jahr ein gleichmäßiges Rasenbild erhalten, empfiehlt sich die Anschaffung eines Streuwagens. Einmal angeschafft findet ein solcher Streuwagen für die verschiedensten Zwecke Verwendung.

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Rasenpflege

Rasenpflege

Ende November sollten Sie den Rasen dann vor dem Frost ein letztes Mal mähen (max. 3 – 3,5 cm). Bereits entstandene Lücken im Rasen lassen sich relativ leicht ausbessern, indem Sie mit einer Harke die Erde lockern, von Unkraut befreien und die Flächen einebnen. Die kahlen oder eingesunkenen Stellen dann mit einem Gemisch aus Sand und Kompost auffüllen. Für die Nachsaat sind spezielle Rasen-Nachsaat-Mischungen zu empfehlen. Die Gebrauchsanleitungen finden Sie zumeist auf den Verpackungen. Anschließend den Boden festigen und überbrausen.

Aber auch Rollrasen eignet sich sehr gut zum Ausbessern Ihrer Rasenflächen. Vor dem Auslegen des Rollrasens sollten Sie den Boden gut vorbereiten – also umgraben, Steine und Wurzelreste entfernen, danach verdichten, mit der Harke anrauen und wieder ebnen. Jetzt kann der Fertigrasen ausgerollt und die überlappenden Ränder mit einem scharfen Messer abgetrennt werden. Bevor Sie den Rasen eine halbe Stunde lang bewässern, treten Sie die Flickstellen gut fest.

Wichtig: Zwei Wochen lang darf man die Fläche nicht betreten.

Kontrolle:

Häufig ist an schlecht gepflegten Obstbäumen, Beerensträuchern und Ziergehölzen die Rotpustelkrankheit vorzufinden. Das ist eine Pilzkrankheit, die sich durch rötliche, stecknadelkopfgroße Pusteln auf abgestorbenen Zweigen zeigt. Finden Sie diese Anzeichen vor, schneiden Sie die trockenen Äste bis ins gesunde Holz zurück und verstreichen Sie die Schnittwunde auf jeden Fall mit einem Wundverschlussmittel.

Ebenfalls sehr wichtig ist, dass Sie jetzt alle mit Draht fixierten Triebe und Stämme kontrollieren. Da das Holz den Sommer über stark an Umfang zugenommen hat, kann es sein, dass der Draht bereits Druckstellen an der Rinde hinterlassen hat. Die Gefahr besteht, dass er in die Rinde einwächst und der Saftstrom abgeschnürt wird. Das gilt ganz besonders für Kletterrosen und andere Ranker und Schlinger. Entfernen oder lockern Sie solche Verdrahtungen.

Gründüngung und Betonit:

Bis Anfang September können Sie noch zur Verbesserung der Bodenstruktur Bienenfreund, Senf, Winterroggen und Ölrettich aussäen. Nach dem ersten Frost oder erst Ende Februar kommenden Jahres werden die Pflanzenteile als Gründüngung mit einer Fräse flach in den Boden eingearbeitet. Für die Bodenlebewesen dient diese organische Masse als Nahrung.

Betonit, ein Steinmehl aus fein gemahlenem Ton, macht den Boden bindiger. Dadurch kann dieser besser Wasser halten und Nährstoffe speichern. Der Boden wird folglich fruchtbarer. Der Herbst ist ein günstiger Zeitpunkt, um im Garten Bentonit auszustreuen. Besonders Starkzehrer wie Rosen, Obstgehölze, Flieder und Rotbuchen gedeihen auf mit Bentonit verbesserten Böden wesentlich besser.

Vogelschutznetz_Weintrauben

Vogelschutznetz

Schutznetze:

Zu den Lieblingsspeisen vieler Vogelarten gehören die Weintrauben. Meist picken die Vögel die halb reifen Früchte vom Spalier. Damit die Beeren die Chance erhalten ausreifen zu können, sollten Sie diese mit Vogelschutznetzen rechtzeitig vor Fraß schützen. Gerade kleinere Weinstöcke lassen sich gut mit einem Vogelschutznetz abdecken. Um zu verhindern, dass die Vögel weder unter das Netz schlüpfen noch sich verfangen, sollten Sie das Netz mit Holzleisten rundherum festspannen.


Gartenteiche und die Bewohner:

Ein Gartenteich sollte mindestens 2 Kubikmeter (2.000 Liter) Wasser enthalten und zwischen 80 und 100 cm tief sein. Nur so wird ein Durchfrieren des Teiches verhindert. Erst nach frühestens einem Jahr – besser sogar erst nach zwei Jahren – ist der Zeitpunkt für das Einsetzen von Fischen gekommen. Ein stabiles biologisches Gleichgewicht ist nämlich erforderlich, um den durch den Kot der Tiere erzeugten Nährstoffüberschuss auszugleichen.

Einen Kälteschock bei den Tieren vermeiden Sie, indem Sie die Fische nach dem Kauf erst einmal für ein bis zwei Stunden mit dem Beutel in das Teichwasser. Erst danach werden diese in ihre neue Umgebung entlassen.

Auf jeden Fall sollten ein Filter und eine Pumpe in Betrieb sein, damit das Wasser gereinigt und mit Sauerstoff angereichert wird. Es empfiehlt sich zudem, vor dem Einsetzen der Fische vorsorglich ein Wasseraufbereitungsmittel zuzusetzen, das vorhandene Schadstoffe beseitigt.

Je nach Witterung verlieren die ersten Laubbäume bereits ab Ende September ihre Blätter. Das frühzeitige Abdecken Ihres Gartenteichses mit einem Laubschutznetz verhindert, dass das Laub in den Teich fällt und ihn somit mit Faulschlamm anreichert.

Quelle: Teich überwintern – was ist bei Wasserpflanzen und Fischen zu beachten – youtube

Kompost:

Nun ist es soweit: Die Beete sind abgeräumt, die Hecken geschnitten und der Kompostbehälter quillt über. Was machen Sie nun? Aufgrund seines Nährstoffgehaltes sollte reifer Kompost im Herbst nicht mehr auf die Beete gebracht werden. Doch im kommenden Frühjahr werden Sie froh sein, diesen zu haben.

Daher gilt es nun, den Kompost umzusetzen und im Halbschatten bis zum nächsten Frühjahr zu lagern. Mischen Sie dazu die angesammelten Gartenabfälle und schichten diese auf.

Quelle: Kompost selber bauen für unter 10 Euro – youtube Mit einem verzinkten Maschendraht (3 m lang, 1 m breit, engmaschig) bauen Sie sich leicht einen Kompostsilo. Damit das Sickerwasser abfließen kann, legen Sie eine Dränage aus Rindenmulch. Um den Prozess der Kompostierung (Rotte) in Gang zu bringen, kommt darüber eine 5 cm dicke Schicht aus reifem Kompost. Dann folgen jeweils eine Lage aus trockenen Garten- und Küchenabfällen, gehäckseltem Schnittgut und eine 5 cm Schicht Gartenerde. Diese Schichtungen wiederholen Sie, bis die Miete voll ist.

Befeuchten Sie die einzelnen Schichten gut, streuen Sie Kompostbeschleuniger dazwischen und decken Sie alles mit viel Laub ab. Dann decken Sie alles mit Folie oder Vlies ab. Der Kompost ist im Frühjahr reif, wird abgesiebt und auf die Beete ausgebracht.

Wespen:

Haben Sie Wespennester in Ihrem Garten gefunden? Wenn ja, dann sollten Sie die großen Wespennester vom Fachmann entfernen lassen. Kleinere dagegen können Sie mit „Wespenschaum“ bekämpfen. Dazu sprüht man den Schaum nach Einbruch der Dunkelheit in das Einflugloch und versiegelt es damit.

Trittsteine und Holzscheiben:

Zwischen Stauden, Rosen und Gehölzen lassen sich gut Trittsteine legen, da diese sich harmonisch in den Garten einfügen. Schön anzusehen sind die leuchtenden Trittsteine, die besonders nachts zur Geltung kommen. Zudem sind Trittsteine eine preiswerte Alternative zu Betonplatten oder Natursteine. Obwohl es ja auch die Möglichkeiten gibt, mit dem Naturstein-Pflasterer Wege preiswert selbst anzulegen oder rollbare Gartenwege auszulegen.

Naturstein-Pflasterer_selber machen

Naturstein-Pflasterer

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Damit Sie sicher über die Steine schreiten, sollten die Trittplatten eben und rutschfest sein. Mit einer rauen Oberfläche haben sich gestockte Granitplatten bewährt, so genannte „Step-Stones“.

Wer es noch preiswerter haben möchte, nimmt Holzscheiben. Diese sind allerdings bei Nässe sehr rutschig und die Unfallgefahr ist somit um ein Vielfaches höher!

Die Trittsteine werden in ein 10 cm starkes Sandbett verlegt, das so breit ist wie der Stein selbst. Um den Abstand der Steine entsprechend ihrer Schrittlänge bestimmen zu können, legen Sie die Steine zuerst einmal aus und laufen den Weg Probe. Anschließend mit einem Gummihammer vorsichtig festklopfen und mit einer Wasserwaage ausrichten.

3 Aufgaben, die Sie ebenfalls erledigen sollten:

Samen sammeln:

Trockene und sonnige Tage eignen sich ideal, um Samen von Sonnenblumen, Tagetes, Rittersporn und auch Ringelblumen zu sammeln. So haben Sie schon für die Blüte in der nächsten Gartensaison vorgesorgt.

Winterlinge gut vorbereiten:

Bevor Sie Winterlinge in den Garten pflanzen, sollten Sie die Knollen mindestens 24 Stunden in lauwarmes Wasser legen.

Pfingstrosen pflanzen:

Möchten Sie Pfingstrosen im Garten haben, dann ist jetzt die beste Zeit, diese zu setzen. So haben sie noch Zeit, vor dem Winter einzuwurzeln. Auch das Teilen und Umpflanzen ist jetzt möglich.

Was sonst noch so an Arbeiten im September in Ihrem Garten anstehen, lesen Sie hier:

>>>Checkliste für Ihre Zierpflanzen im September<<<
>>>Checkliste für Ihre Nutzpflanzen im September<<<

Also, ran an die Arbeit – Ihr Garten und die Pflanzen darin warten den ganzen September auf Sie!
Garten Pflanzen Grüner Daumen



 

 

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