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Garten und Pflanzen in März

Gartenarbeit_September

Sie sind noch im Haus? Jetzt ist aber Schluss mit dem Faulenzen. Denn es wartet Gartenarbeit auf Sie. Die ersten Pflanzen, die Frühblüher, stecken ihre Triebe aus der Erde. Gerade bei diesem nicht vorhandenen Winter müsste es Ihnen doch in den Fingern „jucken“. Also genug mit der Ausrede: Es gibt viel zu tun… lassen wir es ruh’n! Auf ins Beet. Eine geeignete Fensterbank, eine geschützte Ecke auf der Terrasse oder auf dem Balkon und schon lassen sich Blume vorziehen. Auch die anstehende Gemüseernte kann im Frühbeet vorbereitet werden. Und wo befindet sich Ihre Gartenschere? Es gibt einige Pflanzen und auch Obstbäume, die eine Schnittpflege benötigen.

Die wichtigsten Arbeiten an den Pflanzen in Ihrem Garten in der Übersicht:

Schöne Rosen

Prachtvolle Rosen brauchen einen Schnitt

Rosen

Gerade Rosen verlangen im März nach einem Schnitt. Damit erreichen Sie, dass diese im Sommer kräftig blühen. Sobald die Forsythien blühen ist der Zeitpunkt dafür gekommen. Und noch etwas: Im Frühjahr ist die Infektionsgefahr für Ihre Rosen besonders hoch. Im lebenden Holz überwintern Pilze, die die Pflanzen befallen können. Überprüfen Sie Ihre Rosen im Hinblick auf Mehltau, Rosenrost und Sternrußtau überprüft werden. Sollten Anzeichen von Pilzbefall zu ersehen sein, schneiden Sie befallenen Pflanzenteile ohne zu zögern ab. Geben Sie dem Pilz keine weitere Chance, indem Sie das Schnittgut der befallenen Pflanzen auf dem Kompost entsorgen. Verbrennen Sie die Pflanzenteile oder entsorgen Sie die mit dem Restmüll.

Quelle: Der richtige Rosenschnitt von www.gartenzwerg.tv – youtube

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Sommerblüher und blühende Gehölze

Sommerblüher wie die Clematissorten sollten Sie jetzt bis auf 30 bis 50 Zentimeter kürzen. Damit bezwecken Sie, dass diese danach wieder schneller austreiben. Auch die Blütenpracht wird umso üppiger. Hortensien leicht stutzen und Lavendel ungefähr um ein Drittel zurückschneiden. Im Frühjahr blühende Gehölze, dazu zählen z. B. die Forsythien sollten Sie erst nach der Blüte stutzen.

Winterblüher

Es gibt viele Pflanzen wie die Winterheide, die Schneeheide oder der Winterjasmin, die im Winter geblüht haben. Diese brauchen jetzt einen Rückschnitt. Denn werden Sie zu spät geschnitten, werden Sie mit Sicherheit neu gewachsenes Holz schneiden. Im nächsten Jahr bilden sich die Knospen an den nun wachsenden Zweigen. Für den Winterjasmin gilt das folgende Fitness-Programm: Lichten Sie diesen regelmäßig alle zwei bis drei Jahre, um seine Blüte zu fördern. Auslichten bedeutet, zu dicht stehende Triebe entfernen. Auch die Schneeheide profitiert von einem Rückschnitt und blüht in der Konsequenz besser.

Obstbäume

Obstbaum

Viel Obst mit der richtigen Pflege

Sofern Sie Obstbäume in Ihrem Garten stehen haben, fällt hier jetzt richtig Arbeit an. Der Schnitt der Obstbäume macht den umfangreichsten Teil der Frühjahrspflege aus. Obstbäume und Beeren-Sträucher warten auf den „richtigen“ Schnitt. Für den Winterschnitt eignen sich besonders die ersten Monate im Jahr, da sich die Bäume sich in dieser Zeit im Ruhezustand befinden und keine Blätter haben. Die frostfreien Tage sind ideal für dieses Vorhaben.

Gar nicht geschnitten werden sollten in dieser Zeit Steinobstbäume wie Pflaume oder Kirsche. Für die Pflaume geht es erst ab Mai los und die Kirschbäume sollten nach der Ernte geschnitten werden. Pfirsich und Aprikose werden am besten während der Blütezeit (März bis April) in Form gebracht.

Das zu späte Schneiden hat Folgen, denn dann treiben die Bäume nicht richtig aus und tragen dementsprechend weniger Früchte.

So behandeln Sie Ihre Obstbäume richtig

Quelle: Apfel- und Kirschbaumschnitt Querbeet BR – youtube

Richtig schneiden Sie, wenn Sie die Äste, die steil nach oben oder nach innen wachsen, entfernen. Hierbei sollten vor allem die so genannten Wasserschosse, also die steil nach oben wachsenden Triebe, entfernt werden. Diese Triebe verdichten das Bauminnere und sind anfälliger für Erkrankungen. Außerdem lassen sie das Sonnenlicht schlechter zu den Früchten gelangen. Am besten entfernen Sie Wasserschosse durch Reißen und nicht durch Schneiden. Das Triebreißen ist gründlicher, es bilden sich an der Stelle nicht so leicht neue Wasserschosse.

Fehler beim Baumschnitt vermeiden

    • Auch wenn Sie es kaum noch abwarten können, einen Baumschnitt sollten Sie nicht bei Frosttemperaturen von weniger als fünf Grad unter Null und auch nicht bei Schneefall oder Regen durchführen. Sie erhöhen für die Bäume die Infektionsgefahr und es entstehen häufig offene Wunden am Stamm und den Ästen. Gerade bei Temperaturen unter sechs Grad wird das Holz brüchig.
    • Wenn Sie mit dem Schneiden beginnen, dann seien Sie nicht ängstlich. Es ist besser eine ganze Astpartie herauszunehmen, als mehrere Zweige zu stutzen. Denken Sie daran, dass jede Schnittstelle eine Wunde für den Baum bedeutet – also, je mehr Schnittstellen, desto mehr Wunden! Als Faustregel gilt: Ein Drittel des Triebes muss abgeschnitten werden. Die Äste von Obstbäumen können sogar um die Hälfte zurückgeschnitten werden. Zu viel Vorsicht schadet dem Baum. Die Äste wachsen nicht richtig nach und bleiben schwach, wenn sie nicht ausreichend zurückgestutzt wurden.
    • Beim Stutzen sollten Sie darauf achten, den Zweig immer über der Knospe abzuschneiden. Sie riskieren Pilzbefall, wenn Sie unterhalb der Knospe schneiden. Ebenso wichtig ist es, wo und wie Sie den Schnitt ansetzen. Am besten schneiden Sie in Höhe der Knospe. Den Schnitt setzen Sie dann leicht schräg an. Das hat den Vorteil, dass das Wasser abfließen kann. Zudem hat die Knospe noch einen ausreichenden Schutz durch den stehen bleibenden Zapfen.
Schere ein Werkzeug

Immer auf das richtige Werkzeug achten

    • Von Bedeutung sind auch die richtigen Werkzeuge für den Baumschnitt. Wenn es nämlich zu Verletzungen oder Quetschungen kommt, wird der Baum i. d. R. krank. Verwenden Sie bei kleinen Bäumen am besten mit einer Rosenschere oder eine kleine Baumschere. Bei größeren Bäumen, deren Stamm etwa drei Finger dick ist, sollte es dann schon eine Kneifschere sein. greifen. Bei Bäumen mit etwa armdicken Stämmen finden Sie mit einer Bügelsäge oder einer Säge mit feiner Zahnung die richtigen Werkzeuge.

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  • Zweige mit schwacher Verbindung zum Stamm oder dem nächsten starken Ast müssen geschnitten werden. Sie können sonst abbrechen. Auch die Schösslinge, die am Fuße des Baumes wachsen und das Baumwachstum stören können, sind zu entfernen. Gleiches gilt für Wildtriebe, die meistens senkrecht auf Ästen oder Stamm wachsen.
  • Größere Schnittstellen mit einem Durchmesser von drei Zentimetern oder mehr brauchen dabei nicht mehr mit einem Wundverschlussmittel geschützt zu werden. Während man bislang der Meinung war, dass durch das schützende Mittel das Eindringen von Krankheitserregern verhindert werden sollte, hat sich jedoch mehr und mehr die Meinung durchgesetzt, dass die Selbstheilungskräfte der Bäume ausreichen. Sie sind in der Lage das Verschließen der Wunde zu verhindern. Denn ein Wundverschluss kann dazu führen, dass das Holz nicht ausreichend trocknet. Die Feuchtigkeit kann wiederum die Wundheilung verlangsamen. Selbst Pilzbefall wird durch das Verschließen der Wunde nicht verhindert, denn die Sporen können auch durch Blattnarben in die Baumrinde eindringen.
  • Anders als beim Schneiden von Hecken macht der Gesetzgeber für Bäume keine Vorschriften, wann der Rückschnitt zu geschehen habe. Beim Beschneiden Ihrer Bäume dürfen Sie sich allein nach den Bedürfnissen der Pflanzen richten.
  • Mit dem Sommerschnitt gilt es jedoch zu warten. Vor August sollte man den Sommerschnitt keinesfalls ausführen. Der Grund: Die Bäume könnten sonst noch einmal austreiben. Ein solch später Neuaustrieb schadet den Gewächsen, da die Zweige bis zum Winter nicht stark genug werden. Somit drohen Frostschäden.
  • Bei den immergrünen Gehölzen, die oft in Hecken angepflanzt werden, erfolgt der Schnitt am besten vor dem Austrieb im Frühjahr. Allerdings sollte man beachten, dass von März bis Oktober nur Formschnitte an Hecken erlaubt sind. Für die anderen Monate hat der Gesetzgeber einen Bestandsschutz geregelt, um Brutstätten von Tieren nicht zu gefährden.

Wenn Sie die paar Hinweise beachten, dann sollte es schon gelingen mit dem Baumschnitt.


Zeit für den Rasen

Wenn jetzt der Rasen zu sprießen beginnt, ist es die richtige Zeit, um diesen zu kalken und zu düngen. Beobachten Sie ein wenig das Wetter, denn ein trockener Tag auf den Regenwetter folgt ist die idealste Bedingung. Denn dann werden die Nährstoffe in den Boden gespült. Ansonsten müssen Sie das Grün nach dem Düngen kräftig gießen. Sollte sich sogenannter Schneepilz oder Fäule gebildet haben, können Sie nichts anderes tun, als diese Stellen bei Gelegenheit abzuharken und neu auszusäen.

Ein Gartenteich benötigt Vorbereitung

Gartenteich bearbeiten

Ein Gartenteich will gepflegt sein

Als allererstes ist es wichtig, den Gartenteich von überflüssigem Schlamm und abgestorbenen Pflanzenteilen zu befreien. Dann gilt es, die Wasserqualität zu überprüfen. Dazu eignen sich spezielle Teststreifen, die den ph-Wert des Wassers messen. Liegt dieser bei mehreren, über den Tag verteilten Messungen unter 6, sollte das Wasser teilweise ausgetauscht werden. Außerdem sollten Sie weiterhin die Ammonium- und Ammoniakwerte sowie den Nitrit- und Nitratgehalt im Wasser bestimmen. Hierfür gibt es ebenfalls Teststreifen oder Tropfen, die in Wasserproben geträufelt werden können. Hat sich das Wasser konstant auf zehn Grad erwärmt, dann fühlen sich auch neu in den Teich eingesetzte Fische wohl.

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Pflege und Wartung der Gartengeräte

Schaufel und Spaten

Gartengeräte sind zu warten

Wenn Sie sich bis jetzt dafür noch keine Zeit genommen haben, warten Sie nicht noch länger. Die Gartengeräte wollen gewartet und auf die Saison vorbereitet werden. Spaten, Harke und Schaufel sind zu putzen und zu entrosten. Anschließend macht es Sinn, diese einzufetten. Scheren sind zu schleifen, um Verletzungen zu vermeiden, und die Messer werden geschärft. Rasenmäher und Heckenscheren werden vielleicht zum Wartungsdienst gebracht.

So, dann will ich Sie jetzt nicht länger aufhalten. Sie haben schließlich genug anfallende Arbeiten in Ihrem Garten und mit Ihren Pflanzen in diesem Monat März zu erledigen.

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