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Kürbis-Special – Anbau, Pflege, Ernte und mehr

In den letzten Jahren erlebten Kürbisse eine wahre Renaissance. Sicher hat dazu der keltische Brauch „Halloween“, der insbesondere aus Amerika bekannt ist, dazu beigetragen. Seitdem dieses Fest auch in Europa Einzug gehalten hat, sind auch die Kürbisse wieder in den Fokus gerückt. Dabei haben Kürbisse wesentlich mehr zu bieten, als zu Dekorationen und Schnitzwerken zu dienen.

 

 

Ein Grund, sich mit diesem Fruchtgemüse, das durch die unproblematische Anbauweise hervorragend für den  Garten eignet, zu beschäftigen. Schließlich gehören Kürbisse zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt – viel älter als Mais und Bohnen. Zudem ist es doch etwas anderes, ob es sich einfach um einen gekauften Kürbis oder um einen selbst gezüchteten Kürbis handelt, stimmt’s?

Viele Kürbisse

Rund um den Kürbis


Inhaltsverzeichnis Kürbis-Special
• Botanische Zuordnung
• Vielfältige Verwendungs- und Zubereitungsmöglichkeiten
• Sorten, Farben, Formen usw…
• Platzbedarf im Garten
• Die beste Saatzeit
• Die geeignete Gartenerde
                           → Humus
                           → Gartenerde
                           → Anzucht- und Aussaaterde
                           → Komposterde
• Standort und Boden
• Richtig düngen
                           → Brennnesseljauche
                           → Beinwelljauche
                           → Guano
                           → Hornspäne und Hornmehl
                           → Pferdemist und Kuhdung
                           → Organischer Volldünger
                           → Mineralischer Dünger
• Kürbisse und die Blüten
• „Ausgeizen“ – Ja oder Nein?
                           → Was bedeutet „Ausgeizen“?
• Der Umgang mit den Kürbis-Blüten
• Handbestäubung – wann sinnvoll?
                           → So gelingt die Handbestäubung
• Kürbis und die Erntezeit
• Kürbis ernten – so geht es
• Die sachgemäße Lagerung
• Schädlinge und Krankheiten
                           → Mehltau>
                           → Didymella bryoniae
• Zucchini – der kleine Kürbis
• Hokkaido – der Kürbis aus japanischer Abstammung
• Englischsprachige Bezeichnungen
                           → Squash>
                           → Pumpkin
                           → Cushaw
                           → Gourd
• Ein paar Tipps & Tricks
• Einige der bekannteren Speisekürbisse
• Zu guter Letzt

 

Botanische Zuordnung

Große Beeren

Kürbis – die große Beere

Kürbis – der dickleibige Verwandte der Gurken und Melonen – gehört zur Familie der Kürbisgewächse. Das mag nicht sonderlich überraschen. Anders, wenn es um die botanische Zuordnung geht: Denn der gemeinhin dem Gemüse zugordnete Kürbis ist eine Beerenfrucht. Mit Sicherheit die größte Beere der Welt! Und genau genommen, aufgrund der harten Außenschale, eine Panzerbeere. Für Botaniker sind Beeren nämlich Früchte, deren Kerne frei im Fruchtfleisch liegen. Da die Kürbisse genau dieses Kriterium erfüllen, ist somit auch der Grund für die Zuordnung gegeben. Die Größe hingegen spielt keine Rolle. Da die Kürbisse aufgrund unterschiedlicher Definitionen sowohl dem Gemüse als auch dem Obst zugeordnet werden, werden sie als Fruchtgemüse bezeichnet. Also als Gemüseart, deren Früchte zum Verzehr geeignet sind.

Mit über 90 % Wassergehalt gehören Kürbisse zu den wasserreichsten Gemüsearten. Es handelt sich um einjährige, einhäusige Pflanzen, die allerdings getrennt geschlechtlich blühen. Das bedeutet, dass sich auf einer Pflanze männliche und weibliche Blüten befinden. Die weiblichen Blüten sind an dem kleinen Fruchtansatz zu erkennen und müssen durch Insekten bestäubt werden. Diese Aufgabe übernehmen vorwiegend die nützlichen Bienen.

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Vielfältige Verwendungs- und Zubereitungsmöglichkeiten

Die genießbaren Vertreter aus der Familie der Kürbisgewächse zeigen sich als eine wirkliche Bereicherung des Speiseplans. Die Verwendungsmöglichkeiten in der Küche sind vielfältig. Sowohl Suppen als auch gebratene, gekochte oder gebackene Beilagen erfreuen sich großer Beliebtheit. Schmackhaft Kuchen oder Desserts lassen sich aus dem Fruchtfleisch herstellen. Auch die Kürbissamen werden häufig genutzt. Und zwar geröstet als Snack oder zur Herstellung von Kürbiskernöl. In diesem Zusammenhang wird meist der speziell zu diesem Zwecke schalenlose langtriebige Steirische Ölkürbis genannt.

Halloween Dekoration mit Kürbis

Halloween Dekoration

Außerhalb der Küche sind gerade bei Kindern die Pumpkins, also die ebenfalls essbaren Schnitzkürbisse, sehr beliebt. Aus ihnen lassen sich die „mehr oder weniger gruseligen“ Kürbislaternen (Jack-o’-lantern) herstellen, die insbesondere zum immer beliebter werdenden Halloween zum Einsatz kommen. Die amerikanischen „Punkin‘ Chunkin’“-Events, bei denen Kürbisse mithilfe von mechanischen Konstruktionen möglichst weit geschleudert werden oder auch der weitverbreitete Brauch, große Weltrekord-Kürbisse zu züchten, sind weitere Spielarten im Zusammenhang mit diesem Fruchtgemüse.

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Sorten, Farben, Formen usw…

Der Kürbis hat die Gabe sich in vielfältigen Farben und Erscheinungsformen zu zeigen. Insgesamt sind weit über 800 verschiedene Sorten bekannt. Vom kleinen Leichtgewicht, dem Zierkürbis bis hin zum Giganten, dem über 1 Tonne wiegenden Riesen-Kürbis, finden Sie diese Beeren in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Ausprägungen. Auch wenn Sie hinsichtlich der Farben  zuerst an die klassischen Erscheinungen in Orange oder Gelb denken, reicht die Farbpalette jedoch vom blassen Weiß über zahlreiche Variationen und Farbkombinationen in sattem Gelb, Grün, Orange und Rot bis hin zu verschiedenen Grautönen. Es gibt Früchte mit Streifen, mit Flecken oder mit netzartigen Mustern.

Viele Formen

Farben- und Formenvielfalt

Neben der runden Form finden Sie Vertreter dieser Familie mit länglichen, kalebassenförmigen oder ovalen- elliptisch Früchten. Andere werden wegen ihrer abgeflachten Figur auch als fliegende Untertasse oder Kaisermütze bezeichnet. In der Struktur weist die Fruchtschale ebenfalls große Unterschiede auf. Die Oberfläche kann glatt, gerippt, verkorkt oder eher warzig sein.

Unabhängig von der botanischen Einteilung lassen sich Kürbisse eher dem Verwendungszweck und der Erntereife zuordnen. So gibt es einmal die Unterscheidung zwischen Sommer- und Winterkürbissen.

Die Sommerkürbissorten wie Crooknecks, Rondini und Patissons sowie die weitaus bekannteren Zucchini werden, sofern für die Küche bestimmt, im noch unreifen Zustand geerntet. Denn bereits wenige Wochen nach ihrer Aussaat haben diese Sorten den besten Geschmack. Die Erntezeit  beginnt meist im Frühsommer und zieht sich bis in den Herbst und auch bis in den frühen Winter hinein. Beachten Sie bei der Ernte von Sommerkürbissen, dass Sie auch die nicht benötigten Früchte entfernen. Diese nehmen der Pflanze sonst die Kraft, um neue Früchte zu bilden.

Die meisten Kürbisarten werden als Winterkürbisse dahingegen erst im reifen Zustand in der Zeit von Anfang September bis zum ersten Frost geerntet. Somit sind sie ein fester Bestandteil der Herbst- oder Bauernmärkte sowie der Erntedankfeste. Sie lassen sich den Winter über gut lagern, sofern sie bei der Ernte frei von Verletzungen und Druckstellen geblieben sind.

Im Garten lassen sich die verschiedensten Arten an Kürbissen kultivieren. So werden Sie sowohl Zierkürbisse als auch Garten-, Riesen- (hierzu zählt auch der Hokkaidokürbis), Flaschen- oder Moschus-Kürbisse (mit dem bekannteren Butternusskürbis) in den Beeten vorfinden.

Während die meisten Kürbisse genießbar und als Speisekürbisse verwendbar sind, gilt dies nicht für die echten Zierkürbisse. Diese können Magenkrämpfe oder Übelkeit verursachen, da sie den Wirkstoff Cucurbitacin enthalten. Echte Zierkürbisse sollten ausschließlich zu Dekorationszwecken verwendet und auf keinen Fall gegessen werden!

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Quelle: youtube – 17 Tage in 6 Minuten! – Ein Kürbis wächst: „Von der Blüte bis zur Fußballgröße“

Platzbedarf im Garten

Kürbispflanzen beanspruchen ihren Platz im Garten. Wenn Sie ihnen den notwendigen Raum zur Verfügung stellen, können sich das Blattwerk und die Wurzeln optimal entwickeln. Insofern ist dann auch mit einer guten Ernte zu rechnen. Bei weniger Platz wird die Pflanze weniger oder kleinere Früchte produzieren. Insofern sollten Sie bereits bei der Sortenwahl die Platzbedürfnisse in die Überlegungen mit einbeziehen. Grundsätzlich gilt für die Entwicklung, dass die Pflanze umso mehr Früchte hervorbringt, je mehr Platz sie hat.

In unseren Gärten hat sich ein Platzbedarf von etwa 1 – 2 qm bewährt. Bei den wirklich großen Sorten darf es auch etwas mehr sein. So sollten Sie diesen schon den Platz von rd. 8 qm, also 2 Meter in der Reihe und 4 m zwischen den Reihen, einräumen.

Rankender Kürbis

Die kriechenden Ranken mit den kräftig grünen Blättern werden bisweilen mehrere Meter lang. Je nach Rankweite der jeweiligen Sorte empfehlen sich, wie bereits erwähnt, Pflanzräume von ein bis zwei Quadratmetern pro Kürbispflanze. Um den Raumbedarf der Ranken ein wenig zu begrenzen, lassen sich diese im Kreis lenken. Alternativ können Sie den Ausdehnungsdrang mit z. B. Rankgittern, Spalieren, großen Töpfen oder ausgedienten Leitern ein bisschen in Form bringen. Für die Früchte ist es sehr von Vorteil, wenn sie nicht direkt auf dem Boden liegen. Dies kann zu Fäulnis führen. Pflastersteine oder Styropor können Abhilfe schaffen.

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Die beste Saatzeit

Kürbispflanzen sind frostempfindlich. Dennoch gibt es günstige Standorte mit Weinbauklima, an denen sich Kürbisse in Direktsaat aussäen lassen. Warten Sie besser die Eisheiligen Mitte Mai ab, bevor Sie mit der Aussaat beginnen. Erst wenn die Bodentemperatur mindestens 10 bis 15 Grad Celsius erreicht hat und keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, bekommen die Kerne ausreichend Wärme, um zu keimen. Werden Sie also nicht ungeduldig, denn zeitiges Auspflanzen vor Mitte Mai bringt meist Misserfolge. Die empfindsamen Pflanzen tragen bereits bei Temperaturen unter 5 Grad Celsius Schädigungen davon. Pro Saatstelle werden zwei Samen auf einmal ausgelegt. Berücksichtigen Sie dabei immer, dass verschiedene Kürbissorten auch unterschiedlich weit auswuchern.

Alternativ können Sie die Samen im April im Gewächshaus oder auf der Fensterbank aussäen und die Pflanzen im Mai nach draußen in den Garten umsiedeln oder vorgezogene Pflanzen zukaufen. Um zu erreichen, dass die Kürbissamen möglichst gleichmäßig aufgehen, empfiehlt es sich durchaus, die Samen in 25° C warmem Wasser aufquellen zu lassen. Für das anschließende Vorkeimen bewahren Sie die Samenkörner für ein bis zwei Tage in Plastiktüten auf. Zuletzt werden die Samen ca. 2 bis 3 cm tief in die Anzucht-Töpfe gelegt.

Das Auspflanzen kann dann erfolgen, wenn der Topfballen gut durchwurzelt ist und die Pflanzen bereits zwei oder drei gut entwickelte Laubblätter haben. Sehr gute Startbedingungen geben Sie den jungen Pflänzchen, wenn sie diese einige Tage vor dem Auspflanzen zum Abhärten ins Freie stellen und in kühleren Nächten mit einem Vlies schützen.

Gefräßige Schnecke

Wichtig zu wissen: Die Setzlinge gehören zu den Lieblingsspeisen der Schnecken! Als wirksamer Schutz haben sich UV-beständige Schneckenkragen mit breitem Rand aus Polypropylen oder Schneckenzäune aus verzinktem Stahlblech bewährt.

Unter solchen idealen Voraussetzungen entwickeln sich die Gewächse in einem atemberaubenden Tempo. Allerdings müssen die Jungpflanzen in trockenen Phasen immer wieder angegossen werden, um Wachstumsstockungen zu vermeiden. In den Monaten Juni und Juli erfolgt der größte Wachstumsschub und es entwickeln sich die Blüten, die weiterhin eine gute Wasserversorgung erforderlich machen. Dabei ist jedoch immer auf das richtige Maß zu achten, denn viel Wasser und Staunässe fördern die Wurzelfäulnis.

Als sehr vorteilhaft erweist es sich, wenn Sie die Jungpflanzen mit biologisch abbaubarer Mulchfolie oder atmungsaktivem Vlies bedecken. Damit erreichen Sie eine bessere Bodenerwärmung, eine Verkürzung der Kulturzeit um bis zu 3 Wochen sowie einen Schutz gegen Unkraut.

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Die geeignete Gartenerde

Erde für den Anbau

Immer wichtige: Gute Erde

Wenn Sie sich aufmachen, um die geeignete Gartenerde für den Anbau zu besorgen, dann werden Sie verschiedene Angebote zur Auswahl vorfinden. Hier einmal die Unterschiede:

Humus

Als Humus wird die Gesamtheit der abgestorbenen organischen Bodensubstanz bezeichnet. Humus gilt gemeinhin als nährstoffreichste Gartenerde, da die organischen Bestandteile des Bodens wichtig für die Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen wie Stickstoff oder Phosphor sind. Darüber hinzu sorgen diese für die Porenverteilung und damit für den Luft- und Wärmehaushalt des Bodens. Erde aus den heimischen Wäldern gilt übrigens als optimaler Humuslieferant. Es gibt immer wieder nach Rodungsarbeiten Angebote von den zuständigen Forstämtern.

Auf jeden Fall treffen Sie eine gute Entscheidung, wenn Sie die Beete in Ihrem Garten mit einer Humusschicht von 20 bis 30 cm auffüllen.

Gartenerde

In Gartencentern und im Handel wird Garten zum Auffüllen der Beete in verschiedenen Zusammensetzungen angeboten.

So finden Sie meist:

Blumenerde – ein industriell hergestelltes humusreiches Substrat.

Pflanzenerde – eignet sich in fast allen Bereichen im Garten, wie zum Beispiel in Kübeln oder auch in Töpfen.

Friedhofserde – allein von der Optik viel dunkler, da sie über einen höheren Schwarztorfgehalt verfügt.

Balkonkasten- und Kübelpflanzenerde – ist besonders locker durch Blähton, Bims oder Perlit. Dadurch ist sie leichter, besser handhabbar und Verklumpen wird vermieden.

Je nachdem für welche Gartenerde-Mischung Sie sich entscheiden, wird es notwendig sein, dass Sie entsprechend der Anleitung anschließend noch Kalk, Düngemittel, Torf o. ä. beimengen.

Anzucht- und Aussaaterde

Diese Erden sind besonders fein abgemischt und zeichnen sich durch eine geringer dosierte Düngerversorgung, eine verbesserte Drainage und sowie sorgsam ausgesuchte Rohstoffe aus.

Komposterde

Kompost lässt sich sehr gut selbst herstellen und ist dabei so wertvoll für den Garten. Kompost wird zu Recht auch als das „schwarze Gold“ bezeichnet. Mit Kompost geben Sie dem Boden quasi ein Geschenk aus den Stoffen und Nährstoffen zurück, die für das gesamte Gebilde äußerst wichtig sind.

Sofern Sie keinen eigenen Kompost anlegen möchten oder können, stehen Ihnen die Angebote der sogenannten Grüngut-Deponien zur Verfügung.

Tipp: Mithilfe von Sand verbessern Sie besonders schwere Gartenböden wie z.B. Lehmböden.  nachhaltig verbessern. Hinzu kommt Holzkohle oder Brennholzasche, um Pilzkrankheiten zu verringern. Das Entsorgen von Kaffeesatz im Gartenbeet fördert das Wachstum der Pflanzen, weil sie so mit Stickstoff versorgt werden.

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Standort und Boden

Kürbispflanzen lieben es aufgrund ihrer Herkunft warm und bevorzugen daher einen hellen, sonnigen Standort. Andernfalls produzieren die Pflanzen zwar reichlich Laub und auch Blüten, die Früchte bleiben jedoch wesentlich kleiner und fallen zudem meist noch ab.

Kürbis liebt Sonne

Damit Sie mit einer guten Ernte rechnen können, entscheiden Sie sich für einen lockeren, gut zu erwärmenden, humusreichen Boden. Sehr gut geeignet ist z. B. ein Hügel aus Komposterde. Aus diesem Grund werden Kürbisse häufig auf Komposthaufen gepflanzt. Das hat einmal einen optischen Vorteil, da die Pflanzen den Komposthaufen verdecken. Außerdem spenden die Blätter dem Kompost im Sommer Schatten.

Das funktioniert genauso gut, wenn Sie Kompost breitflächig in Ihrem Beet verteilen. Die weit verbreitete Meinung, dass Kürbisse nur auf Kompost oder Misthaufen wachsen, ist jedenfalls längst überholt. Von den Kürbispflanzen werden auch Sandböden oder leicht sandige Lehmböden, die alkalisch oder neutral sind, sehr geschätzt. Wahlweise fügen Sie für einen guten Start den Beeten Hornspäne, Hornmehl oder Guano hinzu.

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Richtig düngen

Kürbisse gehören zu den Pflanzen, die dem Boden viele Nährstoffe, hier insbesondere Stickstoff, entziehen. Das haben sie z. B. mit Tomaten, Paprika oder Mais gemein. Aus diesem Grund erweist sich ein großzügiges Düngen der Kürbis-Pflanzen als vorteilhaft.

Auf den Einsatz von chemischen Mitteln sollten Sie zum Schutz von Gesundheit und Umwelt verzichten. Zumal an Kompost kein anderer Dünger herankommt. Es ist der beste organische Dünger für gesunde und erstklassige Kürbis-Früchte. Weitere organische Düngerzugaben in Form einer Kopfdüngung, als einer Düngung während des Wachstums der Pflanzen direkt auf die Kulturen, dienen als sinnvolle Ergänzung. Während der gesamten Vegetationsperiode sollten mindestens drei  Kopfdüngungen vorgenommen werden.

Folgende Zugaben sind bestens geeignet:

Brennnesseljauche

Diese Jauchen werden aus speziell ausgewählten Brennnesseln hergestellt. Wenn die Brennnesseln in unbehandeltem Regenwasser vergären, erhalten Sie eine Jauche, die mit Nährstoffen und verschiedenen, schützenden Substanzen angereichert wurde. Die Wirkstoffe die in der Brennnessel vorhanden sind u. a. Stickstoff, Magnesium und Kieselsäure. Brennnesseljauche fördert das Wachstum von Pflanzen in jedem Entwicklungsstadium.

Beinwelljauche

Es mag sein, dass Ihnen die Beinwelljauche nicht bekannt ist. Es handelt sich dabei um ein sehr gutes Pflanzenstärkungsmittel mit sehr gutem Düngeeffekt. Darüber hinaus sind die wertvollen Inhaltsstoffe wie Kalium, Phosphat, Stickstoff und Spurenelemente ökologisch unbedenklich.

Guano

Dieser Dünger wird aus den Ausscheidungen von Seevögeln gewonnen. Es ist der älteste und wertvollste Naturdünger mit einzigartiger Zusammensetzung aus natürlichen Nährstoffen und Wirkstoffen für eine naturgemäße Düngung.

Hornspäne und Hornmehl

Beide Düngemittel bestehen aus Rinderhörnern und -klauen, welche unterschiedlich stark zerkleinert bzw. zerschrotet werden. Horndünger sind ideale Stickstofflieferanten. Aber sie müssen erst durch sog. „niedere“ Lebensformen, also durch Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen im Boden aufgespaltet werden. Erst durch diesen Vorgang wird mit der Zeit der Stickstoff freigesetzt, so dass er für die Pflanzen verfügbar ist.

Pferdemist und Kuhdung

Diese Art von Mist ist als Dünger hervorragend geeignet. Durch den sehr hohen Nährstoffgehalt wird  der Boden optimal versorgt und die Pflanzen können sich wunderbar bedienen. Vor allem Stickstoff, Magnesium, Phosphat und Kalium werden durch diesen Dünger der Erde beigemischt. Das ist echte Wellness für die Pflanzen.

Organischer Volldünger

Diese Düngemittel werden aus pflanzlichen, tierischen oder natürlich-mineralischen Komponenten hergestellt. Das wichtig dabei ist, dass sie frei von chemischen Zusätzen sind.

Mineralischer Dünger

Sollten Sie auf die industriell hergestellten, künstlichen Dünger zurückgreifen wollen, dann sind das vor allem leicht lösliche Mineralsalze in fester oder flüssiger Form. Mineralischer Dünger funktioniert auf Basis von Salzen, die die Nährstoffe enthalten. Durch den Kontakt mit Wasser werden die Nährstoffe ausgeschwemmt und von den Pflanzen aufgenommen. Der Nachteil dieser Düngeform ist die Tatsache, dass durch viel Regen der ganze Dünger auch ins Grundwasser gelangen kann und die Pflanzen so kaum noch an die benötigten Nährstoffe kommen.

Als grobe Orientierung für das richtige Maß bei der Düngung gilt, dass bei organischem Dünger mit 20 g und bei mineralischen Dünger mit 40 g pro Quadratmeter gerechnet wird. Jauchen oder Mineralsalze sind stark ätzend. Insofern sollten Sie unbedingt darauf achten, diese Zugaben nicht auf die Blätter oder die grünen Pflanzenteile gelangen zu lassen. Das Mulchen mit Grasschnitt hält die Feuchtigkeit im Boden und verhindert die Austrocknung. Mit zunehmender Reife der Pflanzen steigt übrigens auch die Nachfrage nach Kalium.

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Kürbisse und die Blüten

Kürbisblüte weiblich

Weibliche Kürbisblüte

Etwa 70 Tage nach dem Zeitpunkt der Aussaat zeigen sich die ersten Blüten. Kürbisse besitzen männliche und weibliche Blüten an einer Pflanze. Zunächst erscheinen die männlichen Blüten, einige Tage später dann die weiblichen Blüten. Diese erkennen Sie an dem Fruchtknoten, einer Verdickung hinter der Blüte, aus der später die Früchte wachsen.  Männliche Blüten besitzen diese Verdickung nicht. Dafür bilden diese lange Staubgefäße in der Mitte, in den die Pollen zur Bestäubung sitzen. Meistens entwickeln sich mehr männliche als weibliche Blüten.

Die Blüten mit dem glockenförmigen Kelch stehen an langen Stielen einzeln in den Blattachseln. Sie erscheinen zumeist in goldgelb, je nach Sorte auch in cremefarben.

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„Ausgeizen“ – Ja oder Nein?

Das ist allein Ihre Entscheidung. Wenn Sie es einfach haben wollen, verzichten Sie auf das Ausgeizen. Ihre Kürbispflanzen werden auch ohne diese Maßnahme gedeihen.

Was bedeutet „Ausgeizen“?

Die Kürbispflanzen haben die Eigenart, sich immer weiter verzweigen zu wollen. Dazu bilden sie in ihren Blattachseln regelmäßig neue Triebe. Die begrenzte Menge an Energie, die der Pflanze zur Verfügung steht, wird gleichmäßig auf die ständig wachsende Anzahl an Trieben verteilt. Das bedeutet, je mehr Triebe sich entwickeln, desto weniger Energie steht für den einzelnen Trieb zur Verfügung. Die Folge sind viele kleine Kürbisse.

Sofern es Ihr Ziel ist, viele kleine Kürbisse zu züchten, unternehmen Sie einfach gar nichts. Das Ausgeizen, also das Entfernen oder Einkürzen überschüssiger Triebe, kommt nur dann zur Anwendung, wenn Sie wenige, dafür aber große Früchte ernten möchten.

Wenn Sie nun tägliche, zeitaufwendige Arbeitseinsätze befürchten, können Sie sich beruhigt zurücklehnen, denn zwei Durchgänge im Jahr genügen. Im Juni kürzen Sie an den Pflanzen mit 3 – 5 Blättern jeden Trieb auf zwei Blätter. Im Juli wiederholen Sie dies oberhalb von 5 oder 6 Laubblättern.

Es gibt Experten, die darauf schwören, die erste weibliche Blüte an jedem Trieb zu entfernen. Damit wollen Sie die einzelne Pflanze stärken, um möglichst „gewichtige“ Ergebnisse zu erzielen. Erst die zweite oder dritte Blüte wird dann als die fruchttragende Blüte auserwählt.

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Der Umgang mit den Kürbis-Blüten

Die Büten

Eine weitere Entscheidung, die Sie treffen müssen, ist die Anzahl an Kürbisse, die Sie zu ernten wünschen. Es ist natürlich schön anzusehen, wenn die weiblichen Blüten als Fruchtansatz bereits einen Mini-Kürbis tragen. Doch jeder Kürbis, der heranwächst, verlangt der Mutterpflanze viel Energie ab. Insofern sollten Sie die Anzahl an Früchten begrenzen und einige Exemplare aus der Pflanze herausschneiden. Dazu kürzen Sie den gesamten Trieb bis auf 2 oder 3 Blätter ein.

Die männlichen Blüten finden nach der Bestäubung keine Verwendung mehr und verbrauchen nur unnötige Energie. Diese sollten Sie zu diesem Zeitpunkt auf jeden Fall entfernen.

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Handbestäubung – wann sinnvoll?

Die Befruchtung übernehmen normalerweise Hummeln und Bienen, die von den großen Blüten in Scharen angelockt werden. Sind diese aus irgendwelchen Gründen mal nicht unterwegs, sollten Sie   die Bestäubung vornehmen.

Auch die sortenreine Vermehrung kann Anlass für eine Handbestäubung sein, da sich Kürbisse gerne kreuzen. Es gibt außerdem den Fall der ungenügenden Bestäubung. Grundsätzlich sollte die Bestäubung  auf alle Glieder der weiblichen Blüte erfolgen. Denn sonst wird die Anzahl der Samen reduziert und  die Frucht erreicht nicht ihr größtmögliches Potenzial.

So gelingt die Handbestäubung:

Wählen Sie zuerst die entsprechenden Blüten aus. Die Blüten befinden sich idealerweise in einem Abstand von max. 2 Meter Entfernung zur Pflanzstelle. Die Position sollte so sein, dass der Fruchtstiel nicht wegbrechen kann. Alle nicht benötigten Blüten sollten Sie entfernen.

Je mehr Blüten Sie bestäuben, desto geringer wird das Volumen der Kürbisse. Für ein besonders großes Exemplar bedeutet dies: Nur eine Blüte sowie eventuell eine Reserve-Blüte befruchten!

Die ausgewählten Blüten hüllen Sie in ein Vlies oder ein engmaschiges Netz, um diese vor einer Fremdbefruchtung zu schützen. Die manuelle Bestäubung erfolgt am Vormittag. Dazu nehmen Sie die Hüllen ab. Zu diesem Zeitpunkt sollte kein starker Wind wehen oder viele Insekten unterwegs sein. Sie brechen die männlichen Blüten ab und verteilen die Pollen wie mit einem Pinsel auf den empfänglichen Narben der weiblichen Blüten. Anschließend verhüllen Sie die bestäubten Blüten wieder.

Ob eine Bestäubung erfolgreich war, erkennen Sie nach einigen Tagen. Denn dann wird die weibliche Blüte welk und fällt ab. Die Frucht beginnt zu wachsen. Sie können die Schutzhülle nun abnehmen. Das Laub am Fruchtstiel kann bedenkenlos entfernt werden, da es nur unnötig viel Energie verbraucht.

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Kürbis und die Erntezeit

Sobald die Wachstumsphase der Kürbisse beendet ist, beginnen die Stiele zu verholzen. Dies ist auch ein Merkmal des Reifegrades. Machen Sie den Test und versuchen Sie, ein Stück des Stiels mit einem einfachen Messer zu durchtrennen. Zeigt sich der Stiel als ausgesprochen hart, ist die Verholzung weit genug vorangeschritten und der Kürbis kann ohne Bedenken geerntet werden. Mit einem Klopftest lässt sich ebenfalls überprüfen, ob ein Kürbis wirklich reif ist. Hört sich das Geräusch dumpf an, kann in der Regel geerntet werden. Ein Klopfen ist allerdings nur sinnvoll bei hohlen Kürbissen, wo sich die Samen an einem lockeren Netz im Hohlraum befinden. Festfleischige Speisekürbisse, deren Kerne fest zusammengeballt im Inneren liegen, werden keinen dumpfen Klang hören lassen. Bei einer Kalebasse darf sich der Hals nicht mehr biegen lassen.

Darüber hinaus sind ein sattes Orange als Farbe sowie eine harte Schale weitere Indizes für reife Früchte. Ernten Sie Ihre Kürbisse auf jeden Fall rechtzeitig, denn sobald ein erster Frost über die Kürbisse kommt, ist das Ende der Erntezeit erreicht.

Erntezeit

Kürbisernte

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Kürbis ernten – so geht es

Ernten Sie Kürbisse immer bei trockener Witterung. Das Abtrennen des Stiels bedeutet immer eine Verletzung der Pflanze, somit eine Wunde. Bei nassem Wetter ist die Gefahr wesentlich größer, dass die Pflanze an dieser Stelle zu faulen anfängt.

Lassen Sie den Stielansatz möglichst lang, um zu vermeiden, dass an dieser Stelle Fäulnisbakterien in die Frucht eindringen. Zudem verlängert es die Haltbarkeit.

Den Stiel niemals abbrechen. Auch das beschleunigt den Fäulnisprozess. Schneiden Sie die Kürbisse am besten immer mit einem scharfen Messer oder einer scharfen Gartenschere ab. Eingetrocknete Blütenansätze können Sie am Kürbis belassen.

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Achten Sie bei der Ernte darauf, die Schale nicht zu verletzen, keine zu Druckstellen erzeugen und eventuell anhaftende Erde zu entfernen. Tragen Sie den Kürbis nicht am Stiel, denn dieser kann abreißen und so die Schale verletzen. All diese Maßnahmen sind dazu geeignet, ein schnelles Faulen verhindern.

Tipp: Sofern es möglich ist, lassen Sie reif geerntete Kürbisse noch 2 – 3 Tage draußen in der Sonne liegen. Eine besondere Qualität erhält ein Kürbis erst dann, wenn Sie ihn für weitere 2 – 3 Wochen an einem hellen Ort bei konstant 20 Grad Celsius nachreifen lassen. Für diese Wartezeit werden Sie mit Sicherheit entlohnt. Denn als Ergebnis erhalten Sie einen saftigen, vollmundigen Kürbis-Genuss aus eigenem Anbau.

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Die sachgemäße Lagerung

Einer ertragreichen Ernte folgt die richtige Lagerung der Früchte. Unter optimalen Bedingungen ist ein unbeschädigter Kürbis viele Monate haltbar. So sollte der Lagerraum gut durchlüftet und trocken sein. Die idealen Temperaturen bewegen sich um die 12° bis 14° C. Um Fäulnis und Beschädigungen vorzubeugen, verwenden Sie als Unterlage Styropor- bzw. Holzplatten oder hängen die Früchte in Netzen auf.

Echte Zierkürbisse, die ohnehin nicht für den Verzehr geeignet sind, konservieren Sie durch Trocknen und erreichen auf diese Weise eine monatelange Haltbarkeit.

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Schädlinge und Krankheiten

Neben Blattläusen, Nacktschnecken und Feldmäusen sind es insbesondere zwei Pilze, die die Kürbispflanzen befallen und schädigen wollen.

Mehltau

Ein weißlicher Pilzrasen, der sich auf den Blättern ausbreitet, deutet auf Mehltau hin. Abhilfe schaffen Sie, indem Sie initiativ tätig werden und die erkrankte Pflanze wiederholt mit einer Mixtur zugeschlagen. Ergreifen Sie sogleich die Initiative und sprühen die erkrankte Pflanze wiederholt mit folgender Mixtur ein: Ein gehäufter Esslöffel Soda, auch Natron genannt, wird aufgelöst in 4 Litern Wasser. Hinzugefügt werden 15 Milliliter Kernseife und 15 bis 20 Milliliter Pflanzenöl.

Eine Alternative, die Sie vielleicht überraschen mag, ist eine Mischung aus 1 Teil Milch und 9 Teilen Wasser. Auch damit besprühen Sie die Pflanzen mehrfach. Australische Forscher haben herausgefunden, dass die Mikroorganismen, die in Milch enthalten sind, gegen den Pilz ankämpfen. Das in der Milch enthaltene Natriumphosphat stärkt zudem die Pflanze nachhaltig.

Darüber hinaus bieten verschiedene Hersteller Fungizide im Fachhandel an.

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Didymella bryoniae

Der Pilz Didymella bryoniae ist eine Art aus der Ordnung der Pleosporales in der Abteilung der Schlauchpilze und ruft die weltweit verbreitete Gummistängelkrankheit, auch Stängelbrand genannt, hervor. Stängelfäule wird gefördert durch lange Blattnässedauer, hohe Luftfeuchtigkeit, starke Temperaturschwankungen und Verletzungen an den Pflanzen. Auch die welkenden Blütenblätter können Eintrittspforten für die Pilze darstellen. Es bilden sich Blattflecken und schwarze Nekrosen. Zugleich werden die Stängel gummiartig aufgeweicht.

Befallene bzw. verdächtige Pflanzen sollten Sie sofort aus dem Bestand entfernen und vernichten. Entsorgen Sie die erkrankten Pflanzen nicht im Kompost! Stecken Sie diese am besten in eine Plastiktüte, damit kein Sporenmaterial hinausfallen kann.

Für den Notfall bietet ein Hersteller ein vollsystemisches Fungizid-Konzentrat mit dem zugelassenen Wirkstoff Difenoconazol zur Bekämpfung an.

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Zucchini – der kleine Kürbis

Zucchini im Garten

Eine der beliebtesten Kürbissorten, die wahrscheinlich auch am häufigsten in den heimischen Gärten anzutreffen sind – na klar, die Zucchini. Das hat sicherlich auch viel mit dem recht problemlosen Anbau und den zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten zu tun. Tatsächlich gehören die Zucchini zu der Unterart der Gartenkürbisse und der Name bedeutet auch so viel wie „kleine Kürbisse“.

Anders als die verwandten Kürbisse ranken die meisten Zucchinisorten nicht. Die Zucchini bilden einen im Verlaufe des Sommers immer größer werdenden Busch, der schließlich mehr als einen Quadratmeter Platz für sich in Anspruch nehmen kann.

Die bekanntesten Zucchini-Sorten sind länglich wie Gurken, es gibt jedoch auch eher runde Formen. Die Früchte zeigen in den Farben Weißen, Gelben, cremig Grün, Dunkelgrün sowie mit Streifen.

Da es sich um einen Vertreter aus der Familie der Kürbisse handelt, gelten für die Kultivierung die gleichen Anforderungen wie für die anderen Kürbis-Sorten auch.

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Hokkaido – der Kürbis aus japanischer Abstammung

Hokkaido im Garten

Es ist tatsächlich so, dass amerikanische Agrarberater den bis dahin in Japan unbekannten Kürbis nach Hokkaido brachten. Von dort aus traten die breitrunden und orangeroten Speisekürbisse, auch als Maronenkürbis bekannt, ihren weltweiten Siegeszug an. Die Besonderheit dieser schmackhaften Früchte ist die Schale. Anders als bei anderen Arten wird die Schale beim Kochen weich und kann mitverzehrt werden. Der hohe Anteil an Betacarotin verleiht der Schale nicht nur eine schöne kräftige orange Farbe sondern ist zudem gesund.

Die Kürbispflanzen wachsen ausladend. Lassen Sie im Gartenbeet ausreichend Platz zwischen den ausgesäten Kernen. Optimal ist ein Abstand von circa einem Meter. Da es sich um eine rankende Pflanze handelt, bietet sich ein Rankgitter für die Aufzucht an.

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Englischsprachige Bezeichnungen

Im Zusammenhang mit Kürbissen werden Sie immer wieder auch auf die folgenden Bezeichnungen treffen, die im englischsprachigen Raum sehr verbreitet sind, mit der korrekten botanischen Zuordnung nicht immer übereinstimmen müssen:

Squash

Insbesondere in den USA wird zwischen „Summer Squash“, also dem Sommer Kürbis, und „Winter Squash“, folglich dem Winter Kürbis, unterschieden.

Pumpkin

Als Pumpkin werden die Sorten mit großen, runden Früchten bezeichnet. Die Verwendungsmöglichkeiten sind vielfältig, hervorzuheben sind jedoch die weltbekannten Kürbislaternen (Jack-o’-lantern).

Cushaw

Bei dieser Spezies handelt es sich meist um Ayoten-Kürbisse, die deutlich an dem gekrümmten Fruchtansatz zu erkennen sind. Sie zeigen sich meist mehrfarbig gestreift. Das Fruchtfleisch dieser Kürbisse ist weniger interessant, die großen Samenkerne sind hingegen geröstet eine Delikatesse.

Gourd

Kalebassen, Flaschen- und auch Wachkürbisse fallen unter diese Bezeichnung. Gourds werden sehr häufig Kürbisse genannt, die nicht zu Speisezwecken dienen sondern in der Kunst und im Handwerk Verwendung finden.

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Ein paar Tipps & Tricks:

  • Beim Ausgeizen entsteht bei einigen Kürbissorten, die sich im Garten kultivieren lassen, eine mehr oder weniger große Schnittwunde. Mit Holzkohle- oder Brennasche lässt sich die Wunde sehr gut behandeln. Denn mit dem Verteilen der Asche auf die Wunde beugen Sie einem Befall durch Pilzsporen, Viren oder Schädlinge wirksam vor.
  • Gehören Sie auch zu den Gärtnern, die sich nicht gerne in Geduld üben? Dann probieren Sie es einmal mit folgendem Trick, um den Reifeprozess zum Ende hin zu beschleunigen. Beenden Sie das Gießen der reifenden Früchte und durchtrennen Sie alle Wurzeln im Abstand von einem halben Meter mit einem Spaten. Sie werden feststellen, dass Ihr Kürbis „einen Gang zulegt“.
  • Auch mit Gesteinsmehl lässt sich der überaus schädliche Mehltau, die durch verschiedene Pilze verursachte Pflanzenkrankheit, sehr erfolgreich bekämpfen. Pudern Sie die befallenen Pflanzenteile wiederholt damit ein, werden sich diese äußerst hartnäckigen Pilzsporen irgendwann wieder zurückziehen.

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Speisekürbisse

Bekannte Speisekürbisse

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Einige der bekannteren Speisekürbisse:

Atlantic Giant

Atlantic Giant – bringt Gewichte von 40 – 80 Kilo (und mehr), dazu einen hohen Ertrag. Er besitzt wohlschmeckendes orangegelbes Fleisch mit helloranger Schale und kann vielseitig verwendet werden.

 

 

Aladin

Aladin – auch Bischofsmütze oder Türkenturban genannt, fällt durch sein ungewöhnliches Aussehen auf. Beim Wachstum bleibt der Blütenansatz als Ring stehen, um den sich das Fruchtfleisch bildet.

 

 

Butternut

Butternut/Avalon – große, glockenförmige Früchte. Intensiver aromatischer Geschmack, ein wenig süß.  Sie bieten im Verhältnis zu ihrer Größe viel Fruchtfleisch, da sie nur wenig Samenraum bilden.

 

 

Custard White

Custard White – sehr delikate Kürbisse, ähnlich der Zucchinis. Entwickeln zahlreiche, tellerförmige, weiße Früchte („Fliegende Untertassen“) mit zartem, wohlschmeckendem Fleisch.

 

 

 

Gold Rush

Gold Rush F1 – Zucchini, gelbe Früchte, sehr ertragreich. Ein beliebtes und schmackhaftes, kalorienarmes Feingemüse aus dem Mittelmeerraum, das auch bei uns ausgezeichnet gedeiht.

 

 

 

Herkuleskeule Snake

Herkuleskeule Snake – essbarer Flaschenkürbis (Kalebasse), Früchte bis 2 m Länge mit wohlschmeckendem Fleisch. Eine seltene, ausgefallene Kletterpflanze für Spaliere, Geländer und Hauswände.

 

 

Hokkaido Uchiki

Hokkaido Uchiki Kuri – kommt ursprünglich aus Japan, zählt zu den beliebtesten Speisekürbissen. Vorzüglich im Geschmack. Als Besonderheit kann dieser Kürbis mit seiner Schale verarbeitet werden.

 

 

Jack be little

Jack be Little – ist sehr dekorativ und gehört zu den Mini-Gartenkürbissen, die oft auch als essbare Zierkürbisse angeboten werden. Hat das Aroma von Esskastanien.

 

 

 

Mastil

Mastil F1 – Zucchini, früh reifend mit langer Ernteperiode. Ertragreich, bringt Massen von zarten, schmackhaften Früchten. Von Natur aus tolerant gegen Echten Mehltau und resistent gegen Virus.

 

 

Muscade

Muscade de Provence – ein hervorragende schmeckender Speisekürbis mit intensiv orangerotem Fruchtfleisch. Die Früchte werden ca. 3-8 kg schwer, reifen von grün nach orangegrau.

 

 

 

Patisson

Patisson – auch Ufo genannt, abgeleitet von der linsenförmig abgeplatteten Form mit den gewölbten Seiten. Es ist ein beliebter Sommerkürbis, der sich einfach und schmackhaft zubereiten lässt.

 

 

Sweet Dumpling

Sweet Dumpling – auch Patidou genannt, stammt ursprünglich aus Mexiko. Für diesen eher kleinen Kürbis brauchen Sie keinen großen Garten. Dem Geschmack ist seine Größe jedoch nicht abträglich.

 

 
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Zu guter Letzt:

  • Im Jahr 2005 wurde der Kürbis vom „Studienkreis Arzneipflanzenkunde“ der Universität Würzburg zur „Heilpflanze des Jahres gewählt“.
  • Kürbis enthält viele Vitamine und Mineralstoffe in ausgewogener Zusammensetzung. Besonders erwähnenswert ist der hohe Gehalt an Provitamin A (Carotin) mit der positiven Wirkung auf die Haut und die Augen.
  • Der Kürbis ist eine Tropenpflanze. Das bedeutet, dass die Keim- und optimalen Wachstumstemperaturen höher liegen als bei den heimischen Pflanzen.
  • Das Gießen sollte möglichst direkt auf den Boden erfolgen, da die Blätter der Kürbispflanzen leicht dazu neigen, zu faulen.
  • Manche Gärtner sind der Meinung, dass die Handbestäubung und das Beschneiden der Ranken unbedingt erforderlich sind. Kann man sicher machen, wenn sich wirklich zu wenige Früchte bilden. Das überlasse ich ganz Ihrer Entscheidung. Für mich gilt immer noch: So einfach und bequem wie möglich!                                                                                                       

Das war mein Kürbis-Special. Alles über den Anbau, die Pflege, die Ernte und ein bisschen mehr. Ich hoffe, es hat Ihnen gefallen!

Kinder lieben Kürbis

Nun bleibt mir nur, Ihnen viele tolle, große, prachtvolle und schmackhafte Kürbisse zu wünschen, die Ihre Küche bereichern, gesund sind und zudem viel Spaß (insbesondere für Kinder) bereiten. 

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