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Laubsauger oder Laubbläser… oder überhaupt?

Laubsauger

Laubsauger und Laubbläser sind für die 3. Jahreszeit genau das richtige Thema. Und das hat seinen guten Grund: Der Herbst ist für den einen oder anderen von uns eine der schönsten Jahreszeiten. Zeigt sich die Natur doch von ihrer farbenprächtigsten Seite. Sie sind schon schön anzusehen, die bunt gefärbten Blätter. Ein Genuss für die Sinne und Balsam für die Seele. An sonnigen Tagen bieten die Färbungen der Blätter einen herrlichen Anblick. Einen Anblick, den es sich in vollen Zügen zu genießen lohnt.

Herbst, die richtige Zeit, um sich an dem unglaublichen und beeindruckenden Farbenspiel zu berauschen. Es könnte alles so schön sein, wenn… ja, wenn die Blätter nicht vom Baum fallen würden. Entsprechend dem jeweiligen Umfeld kann dieser Laubteppich schon erhebliche Ausmaße annehmen.

Laub bringt viel Arbeit

Laub – eine Menge Arbeit


Lausauger und Laubbläser Inhaltsverzeichnis
Gesetzliche Verpflichtung
Wie funktionieren Laubsauger und Laubbläser?
Eine individuelle Entscheidung
Mein persönlicher Favorit
Geräteübersicht
Mein Fazit

Gesetzliche Verpflichtung

Innerhalb des eigenen Gartens ist es ja noch nicht einmal so schlimm. Aber wenn das Grundstück an öffentlichen Straßen oder frei zugänglichen Flächen liegt, dann gibt es sogar eine gesetzlich geregelte Verpflichtung, das Laub zu entfernen. Denn glitschige Gehwege sind eine Gefahrenquelle. Und für diese besteht in der Regel eine Verkehrssicherungspflicht. Der dahinterstehende Gedanke: Wer eine Gefahr schafft oder unterhält, muss andere vor den dadurch drohenden Schäden bewahren. Geschieht das unzureichend, droht die Haftung. Auch wenn Städte und Gemeinden, denen viele Straßen, Wege und Plätze gehören, in erster Linie dafür verantwortlich wären, übertragen diese die Räumpflicht für den Gehweg vor der eigenen Haustür mithilfe örtlicher Satzungen zumeist auf die Hauseigentümer.

Während viele Gartenbesitzer nun zum Rechen greifen, um das Laub auf den Gehwegen oder im Garten zu entfernen, schätzen andere hingegen die Laubsauger und Laubbläser. Gerade diese Geräte werden so kontrovers diskutiert, wie kaum ein anderes Werkzeug oder Hilfsmittel.

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Wie funktionieren Laubsauger und Laubbläser?

Laubsauger und Laubbläser

Laubsauger und -bläser

Ein Laubsauger ist, analog zu einem Staubsauger, ein elektrisches, bzw. mit einem Verbrennungsmotor betriebenes Gartengerät zum Aufsaugen von Laub. Das aufgesaugte Laub wird in einem Behälter gesammelt. Viele Geräte enthalten auch zusätzlich einen Häcksler, der gleichzeitig das Laub zerkleinert. Dies führt dazu, dass bei gleichem Volumen die bis zu 10-fache Menge Laub mit einer Behälterfüllung entsorgt werden kann.

Bei einem Laubbläser oder Laubpuster wirkt der Luftstrom genau in die umgekehrte Richtung. Die Blasrichtung wird so umgestellt, dass mit dem Gebläse das Laub auf einen Haufen geblasen werden kann. Diese Methode ersetzt das Zusammenkehren mit einem Rechen und vereinfacht die Arbeiten.

 

 

Es gibt auch Geräte, bei denen die Luftstromumkehr in beide Richtungen möglich ist, sodass sowohl die Saug- als auch die Blasfunktion je nach Bedarf eingesetzt werden kann.

Eine Arbeitserleichterung ist grundsätzlich erst einmal gut. Jedoch führen die Gegner dieser Geräte folgende Argumente an:

Hohe Lärmbelästigung

Am meisten stören vor allem die mit einem Verbrennungsmotor betriebenen Laubbläser und Laubsauger wegen des durchdringenden Lärms, den sie verursachen. Je nach Modell können sie über 110 Dezibel erzeugen. Damit sind diese Geräte lauter als so mancher Presslufthammer und die meisten Kreissägen.

Deshalb dürfen die Geräte nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz auch nur an Werktagen zwischen 9 Uhr bis 13 Uhr und von 15 Uhr bis 17 Uhr zum Einsatz kommen. Zu finden ist dies in § 7 der Maschinenlärmschutzverordnung, die den Betrieb in Wohngebieten regelt (32. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes). Wer sich nicht daran hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer hohen Geldstrafe belegt werden kann.

Hörschutz kann bedeutsam sein!

Hörschutz kann sehr wichtig sein!

Sofern der Benutzer eines solchen Gerätes keinen ausreichenden Hörschutz trägt, können sogar Hörschäden, bedingt durch die enorme Lautstärke, die Folge sein. Sollten Sie tatsächlich mit einem lärmstarken Hochleistungsgerät arbeiten, dann gehen Sie mit Ihrem Gehör nicht zu leichtfertig um. Den passenden Schutz erhalten Sie bereits zu sehr günstigen Preisen.

Laubsauger vernichten nützliche Klein- und Kleinstlebewesen

Gerade von Umweltverbänden wie dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) wird vor allem die tödliche Wirkung der Laubsauger auf nützliche Insekten und andere Kleinlebewesen angeprangert. So heißt es in einem Informationsblatt des NABU, dass die Geräte einen Sog von bis zu 160 Stundenkilometern erzeugen. Viele der Nützlinge befinden sich im aufgesaugten Laub und der mit aufgesaugten bodennahen Krautschicht. Spätestens die anschließende Häckselfunktion bereite den Nützlingen dann ein Ende.

Hinzu kommt noch, dass durch das restlose Beseitigen von Laub und Pflanzenresten nützlichen Insekten, Igeln und Schmetterlingslarven der benötigte Unterschlupf für den Winter entzogen wird.

Umweltbelastung durch Abgase

Insbesondere bei den älteren Modellen sind die Zweitaktmotoren zu finden, die unnötige Abgase erzeugen. Bereits im Jahr 2002 wurde eine Berechnung des Umweltbundesamtes (UBA) veröffentlicht, nach der ein Laubbläser mit Zweitaktaktmotor in einer Stunde 270 Gramm unverbrannte Kohlenwasserstoffe ausstößt. Das entspricht der 200-fachen Menge eines PKW mit geregeltem Katalysator. Bei den neueren Modellen ist der Schadstoffausstoß zwar mit etwa 60 Gramm deutlich geringer, aber immer noch sehr hoch. Neben Kohlenwasserstoffen werden nach Angaben des UBA auch Stickoxide ausgestoßen, die zur Bildung von bodennahem Ozon beitragen.

Feinstaubbelastung durch Laubbläser

Der Einsatz von Laubbläsern ist nach Ansicht von Naturschützern auch deshalb problematisch, weil mit dem Laub auch der auf der Straße liegende Feinstaub aufgewirbelt wird. Dieser enthält mit Dieselruß sowie dem Abrieb von Reifen und Bremsen krebserregende Substanzen, die lungengängig sind. Hinzu kommt, dass mit dem Laub auch der anhaftende Dreck und Kot aufgewirbelt wird, der sich als Aerosol in der Umgebungs- und damit auch der Atemluft verteilt.


Die Gegenargumente

Die Befürworter dieser Geräte halten dagegen, dass Klein- und Kleinstlebewesen immer gefährdet sind, wenn der Mensch in ihre Nähe kommt. Selbst bei den Sonntagsspaziergängen in der freien Natur kommen zahlreiche Lebewesen ums Leben.

Der Einsatz der lauten Laubbläser und Laubsauger ist geregelt, sodass es sich um keine Ruhestörung handelt. Außerdem handelt es sich bei den lärmintensiven Geräten immer um Modelle mit Verbrennungsmotor. Die elektrisch betriebenen Varianten sind wesentlich leiser.
Gleiches trifft auf die Umweltbelastung durch Abgase zu. Davon sind die elektrisch betriebenen Geräte ebenfalls auszunehmen.

Weiterhin wird entgegengehalten, dass auch bei der Arbeit mit einem Rechen Staub, Dreck und Kot aufgewirbelt werden kann. Und auch die Unfallgefahr sei bei einem Rechen gegeben. Dieser kann z. Bsp. umfallen und ein Auto treffen. Dieses Argument wurde angeführt, weil vor kurzem der Einsatz eines Laubbläsers in Eschweiler zu einer Massenschlägerei führte. Das Gerät hatte einen Stein aufgewirbelt und ein Auto beschädigt.

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Eine individuelle Entscheidung

Ich will die Fürs und Wider gar nicht weiter bewerten. Ich denke, dass derjenige, der mit viel Laub zu kämpfen hat, sowieso eine individuelle Entscheidung treffen wird. Wenn diese dann in Richtung Laubsauger oder –bläser geht, wird es sicher in den meisten Fällen ein elektrisch betriebenes Modell handeln. Denn wenn Sie nicht gerade parkähnlich großes Anwesen besitzen oder an einer Allee wohnen, sind diese Varianten vollkommen ausreichend.

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Mein persönlicher Favorit

Mein persönlicher Favorit ist übrigens ein akkubetriebenes 3-in-1-Modell. Ein Gerät also, das sowohl mit einer Blas- als auch einer Saugfunktion einsetzbar ist. Der integrierte Häcksler zerkleinert die Laubmenge so, dass ich den Auffangsack nur zweimal leeren muss.

Die Zeitersparnis durch den Einsatz dieses Gerätes ist schon erheblich. Wenn ich diese Aktion mit einem Rechen durchführen wollte, müsste ich sicherlich eine gute Stunde einplanen. So kann ich mich nach rd. 20 Minuten wieder anderen Dingen widmen. Eine Akku-Ladung ist für diesen Arbeitsgang ausreichend.

Und natürlich versuche ich, die Vernichtung der Kleinlebewesen – zumindest der sichtbaren – durch eine etwas vorsichtigere Vorgehensweise zu verhindern.

And the winner is…

Black & Decker Laubsauger

Black & Decker GWC3600L20

Das Gerät, für das ich mich begeistern konnte, ist der 3-in-1 Laubsauger von Black & Decker GWC3600L20 mit einem Lithium Akku. Mit nur einem Gerät können Sie das Laub blasen, saugen und häckseln. Dabei entstehen keine schädlichen Abgase.


Quelle: BLACK+DECKER™ 36V Lithium Akku-Gartengeräte – youtube

Weitere wichtige Funktionen:

Sie haben dabei eine stufenlose Wahl zwischen maximaler Leistung und maximaler Akku-Laufzeit. Das Design eignet sich optimal zum leichten Reinigen von harten Oberflächen wie Einfahrten oder Garagen, aber auch in Blumenbeeten und auf dem Rasen.

36 V Lithium Ion Akku

36 V Li-Ion Akku

Eine der wesentlichsten Faktoren für meine Entscheidung war der 36 V Lithium-Ion-Akku der neusten Generation. Das Gerät ist mit diesem Akku ausgestattet und erzielt dadurch ein Leistungsvermögen, das bisher nur mit Benzingeräten erreicht wurde. Die Umstellung von 1,3 Ah auf 2,0 Ah erhöht die Laufzeit des Akkus um 50%. Im Vergleich zu 18 V Modellen können drei Viertel mehr Energie gespeichert und abgeben werden. Durch die integrierte Akku-Ladestandsanzeige lässt sich der Ladezustand des Akkus zudem jederzeit abrufen.

Das Integrierte Häckselrad reduziert das Laubvolumen im Verhältnis 7:1. Somit kann also die bis zu 7-fache Menge Laub mit einer Behälterfüllung entsorgt werden.

Wenn Sie zwischen den Betriebsarten wechseln wollen, ist dies ohne Einsatz von Werkzeugen möglich. Die Fangsackhalterung ist recht leicht zu bedienen und wird vom Hersteller sogar als innovative Fangsackhalterung angepriesen.

Insgesamt konnte mich die einfache Handhabung überzeugen. Nachdem der Akku geladen war, konnte ich mit der Arbeit beginnen, ohne dass ich mich in den Tiefen der Gebrauchsanleitung verlieren musste.

Wenn das Laub mit der Blasfunktion angehäuft worden ist, nehmen Sie einfach den Blasstutzen heraus, hängen den Fangsack ein und befestigen diesen am Geräte-Haken. Anschließend entfernen die das Sauggitter entfernen und bringen das Saugrohr an. Dann können Sie mit dem Aufsaugen und Häckseln beginnen. Das war es schon!

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Geräteübersicht

Der Akku-Laubsauger Black & Decker GWC3600L20 sowie alternativ das kabelgebundene Modell Bosch ALS 25 in der Übersicht:

  • Black & Decker GWC3600L20
  • Akku-Leistung: 36 V
    Akku-Typ: Li-Ion
    Akku-Kapazität 2.0 Ah
  • Gewichtete Schallleistung: <95 dB(A)Die meisten Schallpegel-Messgeräte funktionieren nach dem dB(A)-Prinzip
  • Saugleistung: 3,5 m3
  • Blasgeschwindigkeit: 182 km/h

  • Häckselturbine integriert
    Fangsackvolumen: 17,5 lVolumenreduzierung 7:1
  • Umbausystem werkzeuglos

  • Gewicht:
    Saug- / Blasfunktion
    3,5 kg / 2,8 kg
  • Lieferumfang:
    Li-Ionen Akku
    Ladegerät
    Zweithandgriff
    Fangsack
    Tragegurt
    Bedienungsanleitung
  • Bosch ALS 25
  • Motorleistung: 2.500 W


  • Gewichtete Schallleistung: 102 dB(A)Die meisten Schallpegel-Messgeräte funktionieren nach dem dB(A)-Prinzip
  • Volumenstrom: 800 m3/h
  • Variable Luftstromgeschwindigkeit:
    280 - 300 km/h
  • Häckselturbine integriert
    Fangsackvolumen: 45,0 lVolumenreduzierung 10:1
  • Umbausystem werkzeuglos
    verstellbarer Griff
  • Gewicht:
    Saug- / Blasfunktion
    4,4 kg / 3,2 kg
  • Lieferumfang:
    Fangsack
    Tragegurt
    Bedienungsanleitung



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Mein Fazit:

Mit dem Laubsauger von Black & Decker kann ich die Flächen, die mit Laub bedeckt sind, optimal bearbeiten. Die Lautstärke ist akzeptabel und es behindern keine Kabel bei der Tätigkeit. Da der Laubsauger diesen leistungsstarken Akku besitzt, sind Arbeiten bis zu 30 Min. Dauer möglich. Für die Grundflächen, die ich bearbeiten muss, ist das vollkommen ausreichend.

Sollten Sie größere Flächen bearbeiten müssen, ist vielleicht eine kabelgebundene Variante, wie das Modell Bosch ALS 25, vorzuziehen. Auch wenn das Kabel manchmal etwas stören kann, sind Sie jedoch zeitlich unabhängiger. Verzichten würde ich, aufgrund der vielen Nachteile, auf ein benzinbetriebenes Modell.

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Aber es ist auch bei Laubsaugern und Laubbläsern – wie mit vielen Dingen im Leben – immer eine individuelle Entscheidung! Dann kann weder Stiftung Warentest noch sonst ein Testbericht weiterhelfen. So hat die renommierte Stiftung Warentest bisher noch keinen Laubsauger-Test durchführt. Bei der Eingabe des Suchbegriffs erscheint lediglich eine Meldung über einen möglichen Verzicht von Laubsaugern aus ökologischen Gründen. Das ist durchaus legitim – über einen Kauf und Einsatz in Ihrem Garten oder auf Wegen und Plätzen entscheiden letztendlich nur Sie als Verbraucher!

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