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Unkraut und Moos entfernen – einfach und mal anders

Sauerländer Pflasterbürste

Jedes Jahr zeigt sich das gleiche Bild. Moos und Unkraut sprießen gerne in und aus den Pflasterfugen, Grünspan und andere Beläge bilden sich an Vorsprüngen, Wänden und Mauern. Selbst die schönste Terrasse, gepflegte Auffahrt oder Außenmauer wird durch diese Plagen empfindlich gestört. Dann wird es wieder einmal Zeit für eine gründliche Reinigung. Doch das Entfernen des Unkrauts und den Moosflechten aus Pflaster-Fugen oder an den Wänden kann eine mühsame Plackerei sein. Es geht auch anders. Wie, das lesen Sie in diesem Beitrag.


Die herkömmlichen Arbeitsgeräte

Bisher wurden solche Arbeitsgeräte wie Hochdruckreiniger, Bio-Flamme, Fugenkratzer oder Handbürste aus dem Schuppen oder der Garage geholt. Und so manch einer hat auch chemische Mittel zur Beseitigung eingesetzt. Darüber habe ich bereits einmal ausführlich in dem Beitrag berichtet: Unkraut und Moos aus Pflasterfugen entfernen. Es gibt sogar „Betroffene“, die auf den Mondkalender oder andere esoterische Ansätze vertrauen, um den Schandflecken wirkungsvoll und langanhaltend zu begegnen.

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Von der Idee bis zur Umsetzung

Vor einer solchen Aufgabe stand auch ein junger, innovativer Erfinder aus dem Sauerland. Um dem Garten am Haus wieder eine schöne Optik zu verleihen, war es mal wieder an der Zeit, das Moos und das Unkraut an der Mauer zu entfernen. Da es im Sauerland viel Hauseigentum mit schönen Gärten gibt, gilt auch hier – mit Blick auf das Umfeld – die Aussage: „Es muss ja schließlich gepflegt aussehen – was sollen sonst die Nachbarn denken“.

Als er sich an die Arbeit machte, um mit der Drahtbürste und dem Handkratzer in schweißtreibender Arbeit das lästige Übel zu entfernen, hatte er ausreichend Zeit, über einfachere Lösungen nachzudenken. Möglichkeiten also, um den Ärgernissen schnell, kraftsparend, bequem und zudem Umweltschonend beizukommen.

Zeit für eine Erfindung

Natürlich konnte er in seiner Garage nichts Geeignetes finden. Das brachte den umtriebigen, jungen Mann auf die Idee, ein neuartiges Arbeitsgerät zu erfinden. Dabei galt zu berücksichtigen, dass diese  Innovation markttauglich und somit nützlich für private Haus- und Gartenbesitzer sowie für die gewerbliche Garten- und Landwirtschaftspflege werden sollte. Das Werkzeug sollte zudem ohne den Einsatz von Wasserdruck, Flammhitze oder Chemie möglich sein. Und das zu einem besonders günstigen Preis für das Starter-Kit sowie erschwinglichen Preisen für Ersatzteile.

Eine Bürste für das Bohrfutter

Erst der Akkuschrauber brachte ihn auf die Idee, eine Art „Bürste“ zu bauen, die in das Bohrfutter des Schraubers passt und durch eine Drehbewegung die Flächen säubert. Dies ist ein sehr positiver Aspekt, da nahezu jeder Haushalt über einen Akkuschrauber oder eine Bohrmaschine verfügt, sodass keine teuren Neuanschaffungen erforderlich sind.

Die fachliche Kompetenz

Zugute kam dem jungen Erfinder sein beruflicher Background als Industriemeister Fachrichtung Metall (IHK) mit seiner langjährigen Erfahrung in der Herstellung von komplexen Bauteilen aus dem Werkstoff Aluminium sowie seiner besonderen Kompetenz im Bereich der zerspanenden Mechanik mit Fachrichtung Drehtechnik. Klingt kompliziert? War aber auf jeden Fall bei der Entwicklung hilfreich.

Die Komponenten dieser Innovation

Die Komponenten der Bürste

Er stellte aus zwei verschiedenen Werkstoffen die Bürste her. Der Grundkörper der Bürste besteht aus einem gedrehten Stück Aluminium. Das Material des Grundkörpers ist eine hochfeste Aluminiumlegierung (AlCuMgPb) und diese Art findet häufig im Fahrzeug- und Flugzeugbau sowie in vielen Bauteilen der Luft- und Raumfahrtindustrie ihren Einsatz. Der Vorteil des Leichtmetalls ist sein geringes Gewicht, die Korrosionsbeständigkeit, die Schlagunempfindlichkeit und ein hohes Maß an Festigkeit.

Durch die gezielt angesetzten Bohrungen werden die Spezialfäden – je nach Grad und Art der Verschmutzung entweder vier oder acht Fäden – gezogen. Die Spezialfäden werden aus einem harten, flexiblen Kunststoff hergestellt. Die Spezialfäden aus PET haben eine 5-Kantige Form und besitzen somit auch 5 “Schneidkanten“. Die stabilen Fäden haben jeweils einen Durchmesser von circa 4,4 mm und bieten durch die besonders geeigneten Eigenschaften des Polyethylenterephthalats    (PET) eine hohe Verschleißfestigkeit und eine garantiert lange Lebensdauer. Bereits seit einiger Zeit werden die fünfkantigen, neongelben Fäden in der Unkrautbeseitigung eingesetzt.

Und aus diesen beiden Komponenten besteht sie:

>> Die Sauerländer Pflasterbürste Typ I <<.

Die Fäden der Bürste

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Die Anwendung und Funktion der Pflasterbürste

Durch die einfache, aber geniale Befestigungsmethode ist ein selbstständiges Lösen der Fäden auch bei härterem Gebrauch ausgeschlossen. Die Fäden werden einfach paarweise in die Bohrungen der beiden verschiedenen Teilkreise eingeführt, sodass sie eine Nutzlänge von circa. 12,5 cm besitzen.

Schon ist die Pflasterbürste einsatzbereit und kann mit dem Schaft, welcher einen Durchmesser von 10 mm besitzt, in jede handelsübliche Bohrmaschine oder Akkuschrauber eingespannt werden. Eine  Drehzahl von mindestens 1000 U/min sollten die Geräte jedoch besitzen, um auch effektiv mit der Bürste arbeiten zu können. Die Fäden ziehen sich während des Gebrauches in die Fugen und mit ein wenig Anpressdruck entsteht eine gute Traktion. So kann eine voll besetzte Bürste mit 8 Fäden reinigt eine Fläche von ca. 15 – 20 qm reinigen. Dies hängt vom Verschmutzungsgrad ab.

Die Sauerländer Pflasterbürste dient in erster Linie zur Anwendung im Garten- und Landschaftsbereich. Sie eignet sich besonders gut, um komfortabel Moos aus Fugen von gepflasterten Wegen zu entfernen. Darüber hinaus lässt sich mit der Pflasterbürste auch sehr schnell und ohne großen Kraftaufwand das Moos oder Grünbefall von Mauern, Hauswänden oder anderen Flächen entfernen.

Selbst die Beseitigung von Unkraut mit einer gröberen Struktur wie z. Bsp. Löwenzahn ist möglich. Für hartnäckiges Unkraut, wie zum Beispiel Gräser, sind andere Typen in Entwicklung. Damit erklärt sich auch die Typenbezeichnung – Typ I.

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Unterschied zu herkömmlichen Werkzeugen

Der Unterschied zu herkömmlichen Werkzeugen zur Unkraut- und Moosbeseitigung besteht im Wesentlichen darin, dass sich beim Einsatz an Fugen die rotierenden Fäden den Weg in die Fuge suchen und somit leicht zu kontrollieren sind. Beim Einsatz an Mauern oder Wänden beweist die der Pflasterbürste ihre volle Leistungskraft. Durch die langen, stabilen und kantigen Fäden ist eine großflächige Bearbeitung innerhalb kürzester Zeit zu schaffen. Hierbei wird die gesamte Länge der Fäden als Bürste benutzt.

Vorbei sind die Zeiten, dass unbedingt Chemie eingesetzt werden musste. Es wird kein Wasserdruck durch einen Hochdruckreiniger benötigt und auch keine Flammhitze von einem Bunsenbrenner. Genauso wenig ist das mühselige, zeit- und kräfteraubende Arbeiten mit einem herkömmlichen Fugenkratzer erforderlich. Und auch die Einsätze der Wildkrautbürsten mit Stahlfäden, die bleibende Spuren auf empfindlichen Untergründen hinterlassen, sind passé.

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Fazit

Es ist eine interessante und innovative Pflasterbürste entstanden, mit der sich leicht und effektiv Moose und Unkraut entfernen lassen. Die eigentliche Arbeit erledigt nun der Akku-Schrauber oder die Bohrmaschine. Ein Gedanke, der allein für sich betrachtet, bereits ein großes Plus bedeutet.

Doch es kommen weitere Pluspunkte wie umweltschonend, langlebig, zeitsparend und kostengünstig hinzu. Ein Produkt, dass es aufgrund der vielen Vorteile verdient, sich auf dem Markt erfolgreich zu positionieren.

Dem Jungunternehmer ist zuzutrauen, dass er mit seinen Ideen und Visionen in Zukunft für das eine oder andere Ausrufezeichen verantwortlich sein wird. Einige weitere Bürstentypen für andere Verwendungszwecke sind jedenfalls bereits in der Entwicklungs- und Entstehungsphase.

Meine ganz persönliche Meinung: Die Sauerländer Pflasterbürste Typ I ist TOP!

In diesem Beitrag enthaltene Links:

Die Sauerländer Pflasterbürste Typ I.

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