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✅ Regrowing – den Pflanzen ein zweites Leben schenken

Regrowing – den Pflanzen ein zweites Leben schenken. Für diese Art von Recycling brauchen Sie noch nicht einmal einen eigenen Garten. Wieso Recycling fragen Sie sich jetzt vielleicht? „Regrow“ oder „Regrowing“ bedeutet pflanzliche Lebensmittel „selbst nachwachsen“ zu lassen.  

Statt die Reste auf den Kompost oder in den Abfall zu geben, haben die Pflanzen Chance auf ein „neues Leben“. In den vergangenen Jahren hat sich weltweit mehr und mehr die Erkenntnis durchgesetzt, dass es für unsere einzigartige Erde nur gut sein kann, insgesamt weniger Abfall zu produzieren. 

Mittlerweile werden viele Dinge wiederverwertet… und es geht noch mehr. Damit sind wir bei den Pflanzen. Warum nicht auch Gemüse, Kräuter und Obst recyceln? 

Wie das funktioniert, was dabei zu beachten ist, welche Pflanzen sich dazu eignen und vieles mehr erfahren Sie, wenn Sie dran bleiben… 


Regrowing – ein zunehmend beliebter Trend 

Eigentlich ist Regrowing nur ein neuer, stylischer Begriff für Stecklingsvermehrung oder vegetative Vermehrung. Wenn das für die Sache an sich förderlich ist, dann soll es so sein.  

Viele Pflanzensorten eignen sich dafür, aus ihren Abfällen neues Leben zu gewinnen. Und das geht leichter, als Sie vielleicht jetzt vermuten würden. 

Es ist ein kleiner Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung und spart Geld. Der wahre Grund, warum Regrowing immer mehr Menschen begeistert, ist vermutlich aber der einfach unglaubliche Spaß bei dieser Sache. Zuzusehen, wie aus einem übrig gebliebenen Strunk, einem Stück Knolle oder Obstkernen eine ganz neue Pflanze wächst.  

Besonders auch für Kinder kann sich dies zu einem ganz spannendes Projekt entwickeln. Mit dem Highlight, dass sie dann stolz eigene Früchte ernten können.  

Absolut frische Lebensmittel mit einer top Ökobilanz zum Nulltarif, nachhaltig, resourcenschonend, einfach und gesund – das alles spricht für Regrowing. 

Selbst wenn Sie keinen eigenen Garten zum Anpflanzen haben, gelingt dies im Hochbeet, in Blumentöpfen oder -kästen. Ein Platz auf der Küchenfensterbank oder Regale an hellen Standorten reichen bereits aus. 

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Regrowing – das steckt dahinter 

Es kommt immer mal wieder vor, dass Sie zu viel Obst, Gemüse oder Kräuter einkaufen. Mehr jedenfalls, als Sie aktuell verwenden können. Oder denken Sie an die Schnippelreste, die sich beim Kochen anhäufen.  

Aus vielen dieser Reste lassen sich einfach wieder neue Pflanzen für den Selbstversorger heranziehen. Bei Regrowing handelt es sich um eine vegetative, also ungeschlechtliche Vermehrung mithilfe von Stecklingen. Die neuen Pflanzen sind tatsächlich Klone der Mutterpflanze. Ihr genetischer Steckbrief gleicht dem der Mutterpflanze. 

Besonders eignet sich Regrowing für den Salatnachschub, denn ein Strunk beinhaltet alle Zellinformationen, um daraus eine komplette Pflanze wachsen zu lassen. Die Zellen sind totipotent.  Sie haben die Fähigkeit, eine vollständig neue Pflanze zu bilden. 

Wurzelgemüse wie Möhren hingegen entwickeln nur frisches Grün. Doch aus das lässt sich prima für Salate oder Smoothies verwenden. 

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Regrowing – so geht’s 

Um mit Regrowing zu beginnen, benötigen Sie kein großes Equipment. Ein paar Utensilien und schon kann es losgehen: 

Geeignete Gemüsereste 

Stellplatz mit Tageslicht – Fensterbank, Regal, Terrasse 

Pflanzgefäß – Glas, Blumentopf, Schale 

Wasser und Erde 

+ etwas, das Sie nicht kaufen können: Geduld 

Ein paar Faktoren wie Licht, Wärme und das Substrat sind für den Erfolg des Regrowing ausschlaggebend.  

Gerade zu Beginn, wenn sich die neuen Wurzeln bilden, benötigen die Pflanzen viel Licht. Insofern bieten sich der Frühling und der frühe Sommer aufgrund der Helligkeit an. Für die Wurzelbildung und das Wachstum der neuen Pflanzen sind Temperaturen um die 20°C für die meisten Pflanzen passend. 

Um Staunässe zu vermeiden, wählen Sie eine sehr wasserdurchlässige Erde. Damit sich die Wurzeln intensiver bilden können, sollte die Erde nicht zu viele Nährstoffe besitzen. Nachdem die ersten Wurzeln gewachsen sind, können die Pflanzen anschließend in normale Erde umgesetzt werden. 

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Die praktische Umsetzung des Regrowings 

Sie haben die Wahl: Entweder setzen Sie den Strunk in ein Glas Wasser oder stecken diesen in feuchte Erde.  

Das Gemüse gut zwei Zentimeter über der Wurzel abschneiden und in ein mit Wasser gefülltes Glas stellen. Das Wasser sollte regelmäßig gewechselt werden, damit es nicht zu Fäulnis kommt.  

Feuchtigkeit ist auch für das Wachstum in der Erde sehr wichtig. Vermeiden Sie daher das Austrocknen der Erde. 

Um gerade zu Beginn die Wurzelbildung zu unterstützen, kann auch Feuchtigkeit aus der Luft für die Pflanzen sehr hilfreich sein. Einfach ein wenig abdecken, aber das Lüften nicht vergessen.  

Sobald sich die ersten Triebe zeigen, ist es an der Zeit, den Strunk vom Wasser in einen Topf mit Erde zu setzen. Für die Nährstoffversorgung eignet sich ein organischer Flüssigdünger, der alle zwei Wochen in das Gießwasser gegeben wird. 

Nachdem die Pflanzen das Wurzelwerk fertig ausgebildet haben, können die Pflanzen auch ins Beet umziehen. 

Die Vorgehensweise bei Kräutern ist im Wesentlichen gleich. Kürzen Sie die Stängel unterhalb der Blätter, wobei die Gesamtlänge zwischen fünf und sieben Zentimeter betragen sollte. Stellen Sie die Stängel in ein Glas mit Wasser (regelmäßig wechseln). 

Wenn sich die ersten Wurzeln sichtbar zeigen, pflanzen Sie die Stängel in einen Blumentopf mit Erde und weiter pflegen. 

Knoblauch können Sie übrigens sowohl als Knolle in der Erde nachziehen oder als Triebe im Wasserglas. 

Die Kartoffeln lassen sich ebenfalls sehr einfach nachziehen. Nehmen Sie sprossende Kartoffelstücke, die mindestens einen Zentimeter Durchmesser aufweisen. Lassen Sie die Stücke etwa zwei bis drei Tage austrocknen. Denn sonst besteht die Gefahr, dass sie zu faulen beginnen. Anschließend werden die Kartoffeln werden beim Regrowing einfach in die Erde gesetzt. Bereits nach kurzer Zeit kämpfen sich die ersten Triebe an die Oberfläche. Die Kartoffelpflanze beginnt sich zu entwickeln. Nach drei bis vier Monaten bilden sich die „tollen“ Knollen aus und sind erntereif.  

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Regrowing – die Tauglichkeitsprüfung bestanden 

Diese Pflanzen eignen sich für das Regrowing besonders gut: 

Salate • Lauchzwiebeln • Stangensellerie • Möhren • Rettich • Wurzelpetersilie • Rote Bete • Kohl • Porree • Frühlingszwiebeln • Knoblauch • Ingwer • Kartoffeln • Rosmarin • Salbei • Minze • Basilikum • Oregano • Bohnenkraut 

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Nachwachsen Ja – Regrowing Nein 

Fruchtgemüse wie Avocados, Gurken, Hülsenfrüchte, Auberginen, Paprika, Tomaten, Zucchini, Melonen und Kürbisse und Obst bilden hier eine Sonderform. Bei diesen Pflanzen entstehen die Früchte aus befruchteten Blüten mittels Samen. 

Hier lassen sich oft aus den Kernen, diese Sie in die Erde geben, neue Pflanzen ziehen. Diese können Sie auch im eigenen Garten anpflanzen, jedoch hat das dann nichts mehr mit Regrowing im engeren Sinne zu tun.  

Doch ist das wirklich wichtig, wenn es den Zweck erfüllt? 

Regrowing – den Pflanzen ein zweites Leben schenken.

Machen Sie mit – Sie werden begeistert sein! 

 

 

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