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Chilis selbst anbauen – so gelingt es ✅

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Chilis im eigenen Garten anbauen erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Sie sind leicht zu pflegen sind und bieten eine große Vielfalt an Aromen und Schärfegraden. Pflanzen Sie Ihre eigenen Chilis im Garten, dann haben Sie immer frische und gesunde Zutaten für Ihre Küche zur Verfügung. Sie können in Salaten, Suppen, Saucen und als Gewürz verwendet werden und sogar als natürliches Heilmittel verwendet werden.

Ein weiterer Vorteil des Anbaus von Chilis im eigenen Garten ist, dass Sie die Kontrolle darüber haben, welche Pestizide und Düngemittel verwendet werden. Indem Sie auf natürliche Methoden zur Schädlingsbekämpfung und Düngung zurückgreifen, können Sie sicherstellen, dass Ihre Chilis gesund und sicher zu essen sind.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie die Exoten im eigenen Garten anbauen, welche Arten am besten geeignet sind und welche Anforderungen erfüllt sein müssen, damit diese gedeihen – sofern Sie dranbleiben

Die Geschichte der Chilis im Zeitraffer

Die Geschichte der Chilis geht weit zurück in die Zeit und hat tiefe Wurzeln in Mittel- und Südamerika. Chilis wurden von den indigenen Völkern in dieser Region lange vor der Ankunft der Europäer angebaut und verwendet. Sie waren ein wichtiger Bestandteil der Ernährung und Medizin der Azteken, Maya und anderer indigener Völker und beeinflussten religiöse Praktiken und Riten.

Die Azteken glaubten, dass ihnen Chili von den Göttern geschenkt wurde und es diente oft als Opfergabe. Sie haben zudem Chili in ihrer Medizin eingesetzt, um Schmerzen zu lindern und als natürliches Antibiotikum zu nutzen. Die Maya haben Chili ebenfalls in ihrer Ernährung und Medizin verwertet und in ihrer Architektur und Kunst verewigt.

Mit der Entdeckung Amerikas durch die Europäer im 15. Jahrhundert wurde Chili schnell in Europa und Afrika eingeführt und begann, von dort aus die Welt zu erobern. Es fand sehr schnell Verwendung in der Küche und nahm eine immer wichtigere Rolle in der Medizin und Agrarwirtschaft ein.

Heute werden Chilis weltweit angebaut und ist eine wesentliche Zutat in der Küche vieler Kulturen. Darüber hinaus hat sich Chili in vielen Ländern zu einem wichtigen Exportartikel entwickelt.

Die Geschichte der Chilis zeigt, dass diese kleinen Früchte bis heute einen großen Einfluss auf die Welt im Hinblick auf Kultur, Ernährung, Medizin und Tradition sowie Wirtschaft nehmen konnten.

In den letzten Jahrzehnten hat die Nachfrage nach verschiedenen Arten und Schärfegraden von Chili zugenommen, was zu einer größeren Vielfalt an Sorten und Anbaumethoden führte. Die modernen Technologien zur Züchtung haben dazu beigetragen, dass Chilis in vielen verschiedenen Regionen der Welt angebaut werden können und nicht mehr nur in ihrem ursprünglichen Heimatgebiet.

Was ist ein Chili überhaupt?

Ein Chili ist eine Schotenfrucht, die zur Pflanzenfamilie der Solanaceae gehört. Es gibt viele verschiedene Arten und Sorten von Chilis, die sich in Größe, Form, Farbe und Schärfe unterscheiden. Einige der bekanntesten Arten sind Jalapeño, Habanero und Cayenne.

Chilis enthalten Capsaicin, ein Alkaloid, das für die Schärfe verantwortlich ist. Je höher der Capsaicin-Gehalt, desto schärfer ist die Chili. Die Schärfe wird in Scoville-Einheiten gemessen, wobei die meisten Jalapeños etwa 2.500-8.000 Scoville-Einheiten aufweisen, während Habaneros etwa 100.000-350.000 Scoville-Einheiten aufweisen können.

Die kleinen Schoten sind außerdem reich an Vitamin C, Vitamin A, Vitamin B6, Vitamin E und verschiedenen Mineralstoffen. Sie haben auch entzündungshemmende Eigenschaften und können helfen, den Stoffwechsel zu verbessern und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken.

Chilis sind in vielen Regionen der Welt in Kulturen und Küchen sehr präsent und beliebt. Sie kommen häufig in der mexikanischen, asiatischen, indischen und südamerikanischen Küche zum Einsatz.

Was ist der Unterschied zwischen Chili und Paprika?

Grundsätzlich kommen Chili und Paprika erst einmal aus der gleichen Pflanzenfamilie, genannt Solanaceae. Die Familie umfasst auch andere bekannte Pflanzen wie Tomaten, Auberginen und Kartoffeln. Chilis und Paprika sind beide Mitglieder der Gattung Capsicum, die mehr als fünfzig verschiedene Arten umfasst. All diese verschiedenen Arten und Sorten von Chilis und Paprikas unterscheiden sich in Größe, Form, Farbe und Schärfe. Dennoch haben alle trotz der Unterschiede gemeinsame Eigenschaften und Anforderungen für den Anbau.

Beim Pflanzen unterscheiden sich Chili und Paprika vor allem in Bezug auf ihre Schärfe und die Art der Pflege, die sie benötigen. Chilis sind in der Regel schärfer als Paprika und benötigen daher in der Regel besondere Vorsichtsmaßnahmen im Umgang. Paprika hingegen sind in der Regel milder und benötigen im Normalfall weniger Pflege. 

Die feinen Unterschiede

Im Aussehen unterscheiden sich Chili und Paprika in Größe, Form, Farbe und Textur. Chilis sind weitestgehend kleiner und haben eine schlankere Form als Paprika, die sich meistens größer und rundlicher zeigen. Chilis kommen auch in einer Vielzahl von Farben vor, von grün über gelb, orange, rot bis schwarz. Paprika hingegen zeigt sich als unreife Frucht in grüner Farbe. Erst im Reifezustand variieren die Farben in rot, gelb, orange oder sogar schwarz. Chilis haben in der Regel eine glatte, glänzende Textur, während diese bei Paprika oft mehr matt und samtig ausgeprägt ist.

Vom Geschmack her unterscheiden sich Chili und Paprika aufgrund ihrer Schärfe. Chilis verfügen über eine höhere Schärfe als Paprika, da sie mehr Capsaicin enthalten. Paprika sind zumeist milder im Geschmack und haben weniger Schärfe.

In Bezug auf die Pflege unterscheiden sich Chili und Paprika weiterhin. Chilis benötigen regelmäßiges Gießen und eine Düngung mit einem Langzeitdünger, um eine reiche Ernte zu erzielen. Paprika benötigen zwar auch regelmäßiges Gießen und Düngen, aber in geringerem Maße als Chilis. Beide Pflanzen sollten regelmäßig von Unkraut befreit werden, um sicherzustellen, dass sie genügend Nährstoffe erhalten.

Warum Chilis im Garten anbauen?

Obwohl Chilis ihren Ursprung in überaus warmen Ländern haben, sind sie dennoch eine beliebte Wahl für den Anbau im eigenen Garten. Es gibt zwar ein paar Dinge, die es zu beachten gilt, doch ansonsten sind sie leicht zu pflegen. Überzeugend ist die große Vielfalt an Aromen und Schärfegraden, die Salaten, Suppen, Saucen oftmals erst die richtige Würze geben.

Pflanzen Sie Chilis, um Ihre eigenen frischen Zutaten zur Hand zu haben und Ihr Essen aufzupeppen. Darüber hinaus ist ihr Anbau eine interessante und nachhaltige Erfahrung für Gärtner jeden Levels.

Schließlich ist der Anbau von Chilis im eigenen Garten umweltfreundlicher da Sie vermeiden, Lebensmittel zu importieren und so dazu beitragen, den CO₂-Fußabdruck zu reduzieren.

Der perfekte Standort für die Chilipflanzen

Ein wichtiger Faktor beim Anbau von Chilis ist der Standort, an dem sie gepflanzt werden. Chilis bevorzugen einen sonnigen Standort mit mindestens 6 – 8 Stunden direktem Sonnenlicht pro Tag. Da starke Winde die Pflanzen beschädigen und die Früchte verformen können, ist ein windgeschützter Platz ebenfalls von Vorteil.

Die Temperaturen an dem Standort sollten mindestens 20 °Grad betragen. Wenn die Temperaturen in der Nacht sinken, kann dies die Pflanzen schädigen und die Fruchtreife verlangsamen. Sofern Sie in einem Gebiet mit kühlen Nächten leben, sollten Sie Chilis in einem Gewächshaus oder unter Schutznetze pflanzen, um sie vor niedrigen Temperaturen zu schützen.

Weiterhin kommt der Bodenbeschaffenheit bei der Wahl des Standorts eine große Bedeutung zu. Chilis bevorzugen einen nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7.

Ein zu schwerer oder lehmiger Boden beeinträchtigt in den meisten Fällen das Wachstum der Pflanzen, da sich das Wasser stauen und zur Wurzelfäule führen kann.

Wenn der Boden in Ihrem Garten sandig oder kalkhaltig ist, reichern Sie ihn besser mit Kompost oder anderen organischen Materialien an, um die Bodenbeschaffenheit zu verbessern. Organische Substanzen gewährleisten eine gute Wasser- und Nährstoffaufnahme.

Wann ist die beste Zeit zum Pflanzen von Chilis?

Die beste Zeit zum Pflanzen von Chilis hängt von Ihrem Klima und Standort ab. In milden Klimazonen, wo Wintertemperaturen nicht unter den Gefrierpunkt fallen, können Chilis das ganze Jahr über gepflanzt werden. In kälteren Klimazonen sollten Chilis vorzugsweise im Haus vorgezogen und erst im Sommer nach den letzten Frühlingsfrösten gepflanzt – normalerweise im Mai oder Juni – draußen gepflanzt werden.

Es ist wichtig, dass die Bodentemperatur und die Lufttemperatur warm genug sind, damit die Pflanzen gut wachsen können.

Chilis selbst ziehen

Wenn Sie sich mit dem Anbau von Chilis im eigenen Garten beschäftigen, werden Sie schnell feststellen, dass es von Vorteil ist, die Chilis selbst zu ziehen. Chilis können entweder aus Samen oder aus Stecklingen gezogen werden.

Oft sind exotische Chili-Sorten nur als Saatgut erhältlich und auch die Vermehrung der eigenen Chili-Pflanzen erfolgt am besten durch Aussaat. Zwar ist das Ziehen von Chilis nicht schwer, jedoch sollten Sie die Anzuchtzeit im Auge behalten. Viele Chili-Sorten benötigen über 100 Tage von der Aussaat bis zur Ernte, deshalb sollten Sie möglichst früh mit der Anzucht beginnen – idealerweise zwischen Mitte Januar und Anfang März.

Bevor Sie aussäen, können Sie die Samen bereits aus ihrem Winterschlaf wecken, indem Sie diese einige Stunden in handwarmen Wasser quellen lassen. Anschließend pflanzen Sie die Samen in Anzuchttöpfchen mit Erde. Da Chilis zu den Dunkelkeimern zählen, ist es wichtig, dass jeder Samen sorgfältig mit Erde bedeckt wird. Für die Aussaat empfiehlt sich eine gute Anzuchterde wie Bio-Kräuter- & Aussaaterde, um die Entwicklung der Jungpflanzen zu unterstützen.

So geht es weiter mit den Chilis

An einem mindestens 20 °C warmen, hellen Standort benötigen die Chilis etwa 10 bis 20 Tage, um zu keimen. Während dieser Zeit sollte das Substrat stets feucht gehalten werden und es ist empfehlenswert, ein Mini-Gewächshaus oder einen Anzuchtkasten zu verwenden. Sobald sich das zweite Blattpaar an den Pflanzen zeigt, sollten die Chilis vereinzelt und in neue, nährstoffreichere Erde gepflanzt werden.

Um eine erfolgreiche Anzucht zu gewährleisten, ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Erde der Chilis dauerhaft feucht gehalten wird, ohne dass es zu Staunässe kommt.

Haben Sie sich dazu entschieden, die Chilis aus Stecklingen zu ziehen, sollten Sie gesunde junge Triebe von einer bereits bestehenden Pflanze abschneiden und in feuchtem Anzuchtsubstrat oder Wasser einpflanzen. Stellen Sie den Behälter an einen warmen, hellen Ort und halten Sie das Substrat feucht. Die Stecklinge sollten innerhalb von 1-2 Wochen Wurzeln bilden, um dann in Töpfe oder im Freien gepflanzt zu werden.

Die Pflege der Chili-Pflanzen

Einmal gepflanzt, benötigen die Chilis regelmäßig Wasser und Nährstoffe, um gesund und stark zu wachsen. Eine hochwertige Gemüseerde und gelegentliche Düngergaben sorgen dafür, dass die Pflanzen alle notwendigen Nährstoffe erhalten. Es ist wichtig, die Pflanzen regelmäßig zu überwachen und sicherzustellen, dass sie genug Sonnenlicht und Schutz vor zu viel Feuchtigkeit und Niederschlag erhalten. Mit der richtigen Pflege und dem richtigen Timing werden Sie so erfolgreich Chilis selbst ziehen und genießen.

Chilis benötigen die regelmäßige Pflege, um gesund zu bleiben und eine reiche Ernte zu erzielen. Es gilt zu beachten, dass die Pflegebedürfnisse von Chili-Sorten unterschiedlich sein können. Einige Sorten können empfindlicher oder anspruchsvoller sein als andere. Es ist daher ratsam, sich über die spezifischen Anforderungen der gewählten Sorte zu informieren, bevor Sie diese pflanzen.

Einige wichtige Aspekte bei der Chili-Pflege

💦 1. Wässerung: Chilis bevorzugen einen dauerhaft feuchten Boden und sollten daher regelmäßig, insbesondere im Sommer täglich gegossen werden. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass der Boden nicht zu feucht wird, da dies zu Wurzelfäule führen kann.

🥔 2. Düngung: Um eine reiche Ernte zu erzielen, ist eine Düngung der Chilis mit einem Langzeitdünger zu empfehlen. Ein organischer Langzeitdünger wie Bio-Tomatendünger, liefert den Pflanzen alle wichtigen Nährstoffe und gibt diese langfristig und bodenschonend ab. Es ist empfehlenswert, beim Auspflanzen der Chilis eine Langzeitdüngergabe zu machen und zusätzlich zu düngen, wenn die Pflanzen Blüten bilden.

🌿 3. Unkrautentfernung: Es ist wichtig, das Beet regelmäßig von Unkraut zu befreien, da dieses mit den Pflanzen um wichtige Nährstoffe konkurriert.

🌦️ 4. Luftfeuchtigkeit: Wenn die Chilis im Gewächshaus angebaut werden, sollte die Luftfeuchtigkeit bei 75 % gehalten werden. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit kann die Bildung von schädlichen Pilzen fördern, während eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit zu schneller Verdunstung und Austrocknung führen und den Fruchtansatz beeinträchtigen kann.

✂️ 5. Beschneiden: Es ist ratsam, die ersten Blütenknospen an der Pflanze auszubrechen, um eine zusätzliche Verzweigung und dadurch einen höheren Blüten- und Fruchtansatz zu erreichen. Um das weitere Wachstum der Pflanzen zu unterstützen, kann es hilfreich sein, sie regelmäßig zu beschneiden. Entfernen Sie welke Blätter und Triebe, um Luftzirkulation und Licht in das Innere der Pflanze zu ermöglichen. Stellen Sie sicher, dass die Pflanzen genug Platz haben, um sich auszubreiten und dass sie nicht von Unkraut erstickt werden.

🐛 6. Schädlings- und Krankheitsbekämpfung: Überwachen Sie Ihre Chilipflanzen regelmäßig auf Anzeichen von Schädlingen oder Krankheiten. Verwenden Sie natürliche Methoden wie Nützlinge oder Seife-Wasser-Lösungen, um Schädlinge abzuwehren, anstatt chemische Pestizide zu verwenden. Sobald Sie Anzeichen von Krankheiten bemerken, sollten Sie die betroffenen Pflanzen so schnell wie möglich entfernen, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Chilis auspflanzen

Sobald die Pflanzen groß genug sind, können Chilis in ein Beet oder Gewächshaus umgepflanzt werden, um weiter zu wachsen und Früchte zu tragen. Für das Freiland warten Sie besser so lange, bis die Nachttemperaturen stabil über 10 °C liegen.

Abhängig von der Art und Größe der Chili-Pflanze sollte der Abstand zwischen den Pflanzen variieren. In der Regel reicht es aus, wenn Sie die Pflanzen mindestens 30 – 45 cm voneinander entfernt pflanzen. So geben Sie ihnen ausreichend Platz für das Wachstum und ermöglichen die erforderliche Luftzirkulation. Dicht gepflanzte Pflanzen können zu Pilzbefall und Feuchtigkeitsproblemen führen.

Bevor Sie die Pflanzen auspflanzen, bereiten Sie den Boden gründlich vor, indem Sie ihn lockern und das Unkraut entfernen. Fügen Sie auch Kompost oder andere organische Düngemittel hinzu, um den Boden zu verbessern und den Pflanzen genügend Nährstoffe zur Verfügung zu stellen.

Um das Wurzelsystem zu fördern, werden die Pflanzen tiefer ausgepflanzt, als sie in den Töpfen waren. Stellen Sie sicher, dass die Pflanzen ausreichend Abstand voneinander haben, damit sie genügend Platz zum Wachsen haben.

Nach dem Auspflanzen sollten die Chilis regelmäßig gewässert werden. Damit stellen Sie sicher, dass der Boden immer feucht bleibt, ohne dass es zu Staunässe kommt.

Die ersten Wochen entscheiden es

Gerade in den ersten Wochen nach dem Auspflanzen ist es wichtig, die Pflanzen zu beschatten, um sie vor zu viel direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Nach einigen Wochen haben sich die Pflanzen an die volle Sonneneinstrahlung gewöhnt und können ab diesem Zeitpunkt ohne Schattenpflanzung wachsen.

Mit regelmäßigen Düngezugaben sorgen Sie für eine ausreichende Nährstoffzufuhr. Eine gute Wahl ist ein stickstoffreicher Dünger, der das Wachstum der Pflanzen fördert. Während der Wachstumsphase kontrollieren Sie regelmäßig, ob die kleinen Pflanzen genügend Wasser und Nährstoffe erhalten und ob sich Unkraut zeigt. Auch ein regelmäßiger Rückschnitt der Pflanzen kann helfen, das Wachstum zu fördern und die Ernte zu erhöhen.

Wann und wie werden Chilis geerntet?

Chilis lassen sich dann ernten, wenn sie vollständig ausgereift und in ihrer endgültigen Farbe (meistens rot, orange oder gelb) erschienen sind. Die Reifedauer variiert je nach Art und Sorte, also beobachten Sie die Pflanzen sorgfältig. Es ist wichtig, die Chilis rechtzeitig zu ernten, bevor sie überreif werden, da dies ihre Qualität beeinträchtigen kann.

In Abhängigkeit von der Sorte und dem beabsichtigten Verwendungszweck der Chili ist es durchaus möglich, sie früher zu ernten, wenn sie noch grün sind. Einige Sorten haben eine höhere Schärfe, solange sie noch grün sind, andere entwickeln ihre Schärfe erst bei voller Reife.

Die beste Tageszeit zur Ernte von Chilis variiert je nach Sorte und Wachstumsbedingungen. Im Allgemeinen werden Chilis jedoch in den frühen Morgenstunden geerntet, wenn die Luftfeuchtigkeit am höchsten ist und die Pflanzen am wenigsten gestresst sind.

Die Ernte sollte sorgfältig durchgeführt werden, um die Pflanze nicht zu beschädigen. Chilis können entweder von Hand gepflückt oder mit einem scharfen Messer dicht an der Basis der Frucht abgeschnitten werden. Denken Sie unbedingt daran, beim Pflücken der Schoten Handschuhe zu tragen, da einige Sorten sehr scharf sind und die Haut reizen oder verbrennen können.

Nach der Ernte lassen sich die Chilis am besten an einem kühlen, trockenen Ort lagern. Sie können entweder frisch verwendet oder eingefroren, getrocknet oder eingemacht werden, um sie länger haltbar zu machen.

Wie oft sollten Chilis gepflanzt werden?

Chilis sind einjährige Pflanzen, das heißt, sie wachsen, blühen und fruchten innerhalb eines Jahres und sterben danach ab. Nehmen Sie daher jedes Jahr neue Pflanzungen vor. So haben Sie immer frische Chilis zur Verfügung.

Dabei ist es ratsam, immer mehrere Pflanzen zu pflanzen, um einmal eine kontinuierliche Ernte sicherzustellen und natürlich auch für den Fall, dass einige Pflanzen nicht gut gedeihen oder von Schädlingen oder Krankheiten befallen werden.

Alternativ halten Sie einige Sorten von Chilis als Kübelpflanzen, die Sie je nach Wunsch aufstellen und dann im Haus oder an einem anderen geeigneten Standort überwintern lassen.

Chilis auf dem Balkon oder im Topf kultivieren

Chilis können sowohl im Topf als auch auf dem Balkon gepflanzt werden. Der Vorteil dabei ist, dass sich die Pflanzen leicht überwachen und kontrollieren lassen. Bei ungünstigen Witterungsbedingungen wie Regen, Sturm oder niedrigen Temperaturen sind die Behälter leicht ins Innere zu bringen.

Wenn Sie Chilis in einem Topf pflanzen, ist es wichtig, dass der Topf ausreichend groß ist, damit die Wurzeln genügend Platz haben, um sich auszubreiten. Verwenden Sie einen qualitativ hochwertigen Pflanzentopf, der wasserdurchlässig ist. Füllen Sie den Topf mit einer gut durchlässigen Erde wie z. B. einer speziellen Kräuter- & Aussaaterde.

Stellen Sie den Topf an einem sonnigen Ort auf, aber achten Sie darauf, dass die Pflanze nicht von der direkten Sonne beschienen wird. Dies gilt insbesondere dann, wenn es sehr heiß ist. Stellen Sie sicher, dass der Boden immer feucht gehalten wird, ohne dass es zu Staunässe kommt.

Stellen Sie gleiche Bedingungen für die Chilis auf einem Balkon her. Hier sollte der Standort ebenfalls ausreichend sonnig sein und die Pflanzen benötigen genügend Platz, um sich auszubreiten. Verwenden Sie hier ebenfalls einen qualitativ hochwertigen Pflanzentopf und eine gut durchlässige Erde. Ein Schutznetz oder Gewächshaus kann helfen, die Pflanzen vor zu viel Wind und Regen zu schützen.

Fazit

Chilis sind eine leckere und vielseitige Ergänzung für jeden Garten. Sie sind relativ einfach zu pflanzen und zu pflegen und bieten eine große Vielfalt an Aromen und Schärfegraden. Um erfolgreich Chilis anzubauen, ist es lediglich wichtig, den richtigen Standort auszuwählen, die Pflanzen zur richtigen Zeit zu pflanzen und sie regelmäßig zu gießen und zu düngen. Natürlich gilt es zusätzlich Unkraut zu entfernen und auf Schädlinge und Krankheiten zu achten. Insgesamt ist der Anbau von Chilis jedoch sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Gärtner geeignet.

Wenn Sie sich an diese grundlegenden Pflegetipps halten sowie ein wenig Sorgfalt und Geduld aufbringen, werden Sie mit ziemlicher Sicherheit eine reiche Ernte von frischen und schmackhaften Chilis einfahren.

Also, wenn Sie jemals Zweifel haben, ob der Anbau von Chilis sich lohnt: Denken Sie daran, dass es nichts Besseres gibt, als frisch geerntete Chilis auf Ihrem Burger, in Ihrer Suppe oder in Ihrem Essen zu haben. Plus, wenn Sie wirklich mutig sind, können Sie immer noch einen Wettbewerb mit Ihren Freunden und Bekannten starten, wer die schärfste Chili-Schote essen kann.

Übrigens ist es seit November 2013 offiziell: Carolina Reaper amtiert als schärfste Chili der Welt. Der Eintrag befindet sich im Guinness-Buch der Rekorde. Am legendären Chile Pepper Institut der New Mexico State University unter Leitung von Paul Bosland wurde die Schärfe dieser Schoten gemessen. Dabei erreichten Carolina Reaper Schoten Schärfewerte von 1,5 Mio. bis 2,2 Mio. Scoville Einheiten.

Anandita Dutta Tamuly, eine assamesische Frau aus der Stadt Titabor im Distrikt Jorhat in Assam (Indien), hält aktuell den Weltrekord. Sie hat 2009 in zwei Minuten 51 Bhut Jolokia peppers (bis zu diesem Zeitpunkt die schärfsten Schoten der Welt) im Beisein von dem britischen Starkoch Gordon Ramsay sowie vielen weiteren Zeugen gegessen.

Ich denke mal: Da ist noch viel Training angesagt, um diese Frau bei einem Wettessen zu schlagen.


Gutes Gelingen beim Anbau und guten Appetit!

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