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Unkraut allgemein – und Giersch insbesondere – wirksam bekämpfen

Unkrautpflanzen Löwenzahn

Endlich ist es soweit, dass die Pflanzen, die mit viel Schweiß und Liebe gesetzt wurden, endlich üppig blühen. Eigentlich ist es Zeit, diese Pracht zu genießen. Doch dann: Wir kennen es. Nun treten die Störenfriede an, die dazu neigen, den gesamten Garten zu übernehmen. Unkrautpflanzen machen sich breit! Überall tauchen Unkrautpflanzen wie Hirtentäschel, Brennnessel, Löwenzahn oder Distel auf. Während die einen Gartenfreunde diese Tatsache recht gelassen hinnehmen und sich auf die Aufgaben angemessen vorbereiten, verbrauchen die anderen ihr gesamtes Repertoire an hingebungsvollen Flüchen. Eins ist gewiss, Spaß macht das Unkraut nicht.

Unkrautpflanzen breiten sich schnell aus

Unbeliebt sind diese lästigen Wildkräuter nicht nur, weil sie das schön hergerichtete Blumenbeet verschandeln oder zwischen den Stauden einfach unansehnlich sind. Unkrautpflanzen rauben den Stauden und Blumen viele Nährstoffe, Wasser und Licht. Die logische Folge: Das Wachstum wird gebremst. Hinzu kommt, dass sich die wuchsstarken Unkrautpflanzen so weit ausbreiten, dass andere Arten völlig verdrängt werden. Daher muss jeder für sich selbst die Entscheidung treffen, inwieweit er dem Wildwuchs entgegenwirken möchte.

Unkraut richtig entfernen

Also, auf ans Werk! Die beste Technik gegen Unkraut ist das…. Jäten. Also das manuelle Entfernen des Unkrauts mit der Hand oder Hilfsmitteln. Diese Methode ist die älteste und auch umweltfreundlichste Maßnahme. Hier sollten Sie je nach Art des Krauts unterschiedlich vorgehen. Samenunkräuter sollten Sie mit der Hand ausreißen. Wenn Sie hingegen Wurzelunkräuter nur einfach ausreißen, werden diese wieder schnell zum Vorschein kommen. Es bietet sich also an, diese komplett auszugraben und gründlich zu entfernen. Unkräuterarten wie Brennnessel, Ackerdistel, Spitz- oder, Breitwegerich können Sie sowohl mit einem spitzen Gegenstand oder Spaten ausstechen als auch mit der Hand jäten. Für Löwenzahn gibt es sogar spezielle Löwenzahnstecher zu kaufen, da die im Boden verbleibenden Reste wieder eine neue Pflanze bilden. Hier gilt nicht einfach abschneiden, sondern ausgraben oder ausstechen.

Sollte sich Wildwuchs auf Ihrer Terrasse oder auf Ihren Wegen breitmachen wollen, so lassen sich mit einem Fugenkratzer oder Messer die Ritzen zwischen den Platten gut vom Unkraut befreien. Auch das Abflammen des Plattenbodens mit einem Unkrautbrenner ist durchaus wirkungsvoll.


Zeitpunkt zur Unkrautentfernung

Ein aufgeweichter Boden nach einem Regenguss vereinfacht diese Arbeiten. Denn wenn der Boden im Garten sehr hart ist, dann lässt sich das lästige Kraut meist nur sehr schlecht entfernen. Sollte es an Regen mangeln, befeuchten Sie den Boden also am besten mit einer Gießkanne oder mit dem Gartenschlauch. Das Unkraut lässt sich dann besser fassen und entfernen. Somit kann man viele Unkrautpflanzen sogar ganz ohne Werkzeug herausziehen. Eine Gartenkralle ist bei trockenem Boden angebracht, da sich damit die Erde gut auflockern und das Unkraut anschließend einfach entfernen lässt. Übrigens: Als beste Zeit für die Unkrautentfernung hat sich sehr dichte Bewölkung herausgestellt. Denn wenige Sonnenstrahlen reichen schon aus, um das Wachstum von Samen und Wurzelresten der Wildkräuter unmittelbar wieder anzuregen. Bei der These, dass sich Unkraut am effektivsten um den Neumond herum entfernen lässt, da es nach dem Mondkalender in dieser Zeit im Wachstum gehemmt ist, handelt es sich doch eher um eine Mär.

Heißes Wasser und andere Lösungen

Kochendes Wasser ohne Zusätze ist ein probates und bewährtes Mittel gegen Unkraut. Gießen Sie das heiße Wasser einfach über die Pflanzen, geben diesen Gelegenheit zum Trocknen und anschließend entfernen Sie einfach die Pflanzenreste. Durch das Abbrühen wird der überaus empfindliche Organismus der Pflanze zerstört. Diese Methode ist äußerst effektiv und zudem noch ökologisch vollkommen unbedenklich.

 

 

Es gibt Ratschläge dahingehend, auf Salz- und Essiglösungen als Unkrautvernichtungsmittel zurückzugreifen. Davon sollten Sie aber Abstand nehmen, denn der Einsatz dieser Hausmittel für diesen Zweck ist gesetzlich verboten. Essig und Salz fallen offiziell unter die nicht erlaubten Pflanzenschutzmittel. Das hat auch einen Hintergrund: Die Konzentration der Substanzen wird im Boden sehr hoch und kann somit nicht in einem akzeptablen Zeitraum abgebaut werden kann. Auf die Dauer würden diese aggressiven Substanzen den Boden, die Pflanzen und auch Insekten belasten. Sollten Sie dennoch Salz einsetzen wollen, dann verwenden Sie am besten Bullrichsalz aus dem Reformhaus oder der Apotheke. Ein Esslöffel auf einen Liter Wasser reicht meist schon aus. Wenn Sie damit Ihre Beete begießen, werden Sie für längere Zeit Ruhe vor den lästigen Kräutern haben.

Einsatz von Chemikalien

Wenn das Jäten aus den verschiedensten Gründen zu anstrengend ist oder bestimmte Pflanzen trotz mehrmaligem Entfernen immer wieder nachwachsen, liegt die Verwendung chemischer Mittel nahe. Bedenken Sie allerdings hierbei, dass der Einsatz solcher Herbizide sehr umstritten ist. Diese Unkrautvernichter sind auch für Menschen, Tiere und andere Pflanzen gefährlich. Daher tragen Sie das Mittel am besten direkt auf die Pflanze auf. So wirkt das Herbizid gezielt gegen das ungewünschte Gewächs. Wenn es jedoch irgendwie möglich ist, sollten Sie lieber mit harmlosen biologischen Mitteln arbeiten. Das schont Umwelt und Gesundheit.

Vorbeugende Maßnahmen und das wirksame Entfernen der Giersch sind weitere Themen, wenn es um Unkraut und Unkrautvernichtung geht.

Fortsetzung folgt….

Garten Pflanzen Grüner Daumen



 

2 Kommentare

  1. Danke für die Tipps! Ich hoffe, dass ich dieses Jahr verschont werde, aber so wie’s aussieht fühlen sich vor allem Löwenzahn und Giersch schon wieder sehr wohl in meinem Garten 🙁 Ich habe in einem Blog mal gelesen, dass ein Unkrautvlies etwas bringen soll. Habe das bei der Neuanlage eines Gemüsebeetes mal versucht. Bin gespannt… haben Sie damit Erfahrungen?

    • Ja, ein Unkrautvlies funktioniert. Voraussetzung ist jedoch, dass die Beete frei von den lästigen krautigen Gewächsen sind.

      Beste Grüße
      Volkmar Neumann

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