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Naturmittel gegen Stechmücken

Mittel gegen Stechmücken

Allein das Geräusch dieser kleinen Plagegeister lässt viele von uns mit „wilden“ Armbewegungen verzweifelt versuchen, ein Stechen zu vermeiden. Gerade in nassen Sommern treten sie verstärkt auf – die Stechmücken. Diese Zweiflügler sind in der Lage, uns manchmal die Stimmung zu vermiesen und den Aufenthalt im Garten oder anderen freien Plätzen unangenehm zu machen. Dabei sind es lediglich die Weibchen, die uns mit Hilfe eines ganz speziellem Mundwerkzeug wirklich quälen. Mit dem stechend-saugenden Rüssel, können die weiblichen Stechmücken die Haut ihrer Wirte durchstechen und Blut saugen. Für die Produktion der Eier sind die dabei aufgenommenen Proteine (Körpereiweiße) erforderlich. Ansonsten gehören zum Speiseplan dieser Insekten Nektar und andere zuckerhaltige Pflanzen- oder Fruchtsäfte.

Ein Jahr mit optimalen Vermehrungsbedingungen

In weiten Teilen Österreichs werden Stechmücken Gelsen genannt, in Teilen der Schweiz und Süddeutschlands Staunsen, Stanzen oder Schnaken. Die Überschwemmungsgebiete, die vielen Wasserpfützen und ausgedehnten Überschwemmungswiesen bzw. Altarme, die durch die feuchte Witterung nicht abtrocknen, haben den Stechmücken ideale Vermehrungs- und Brutbedingungen beschert. Mit einem massenhaften Auftreten vor allem zu Beginn der Dämmerung macht sich die erfolgreiche Vermehrung bemerkbar. Mückenstiche und juckende Hautstellen beeinträchtigen den Tag im Garten, am See oder den Grillabend und sind mehr als unangenehm.

Was zieht die Stechmücken an?

Mit Hilfe verschiedener Experimente wurde herausgefunden, dass Stechmücken vor allem durch ausgeatmetes Kohlenstoffdioxid und Körperdüfte (zum Beispiel verschiedene Fettsäuren und Ammoniak) ihre Blutwirte finden. Wenig hilfreich ist es daher, das Licht auszuschalten, da Sie damit lediglich die harmlosen Zugmücken abhalten. Warum werden also manche Menschen viel öfter gestochen als andere, warum leiden manche weniger am Juckreiz? Den wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge ist es nicht, wie oft angenommen, der Zuckergehalt im Blut. Die Mücken werden eher durch bestimmte Fettsäuren im Schweiß angelockt. Je nach Art und Wirtsspezifität können dabei einzelne Substanzen eine besondere Bedeutung haben.

Einsatz von natürlichen Mitteln

Ohne gleich zur „chemischen Keule“ greifen zu müssen oder mit High-Tech ausgestattet gegen diese Winzlinge vorzugehen, gibt es ein paar bewährte natürliche Mittel. So sind es insbesondere intensive Gerüche, die diese Wesen fernhalten. Für viele als Favorit wird die halbierte Zitrone mit getrockneten Gewürznelken gehandelt. Wenn Sie diese zwischen Lavendel legen, erhöhen Sie ihre Abwehrchancen. Auch Duftkerzen mit den Aromen von Zitrone oder Lavendel können Mücken abhalten. Oder Sie nehmen etwas Lorbeeröl, das Sie mit Wasser in ein Duftstövchen geben.

Eine weitere Möglichkeit, um einen ungestörten Grillabend im Garten zu erleben, ist, wenn Sie geriebene Salbeiblätter in eine Schale geben und diese anzünden. Der kräftige und würzige Duft vertreibt die Mücken aus dem Garten. Auf Abstand halten können Sie die Tiere auch mit Teebaumöl, da Mücken diesen Duft überhaupt nicht mögen. Stellen Sie einfach eine mit Teebaumöl gefüllte Duftlampe in der Mitte des Tisches auf.
Darüber hinaus gibt es zum Glück gibt es viele weitere Düfte, die wir als angenehm empfinden, die die lästigen Blutsauger jedoch nicht riechen können. Dazu zählen: Bergamotte, Zimt, Eukalyptus, Sandelholz und Kampfer.

Mit Pflanzen gegen Mücken

Möchten Sie Mücken aus Ihrem Garten vertreiben, so können Sie verschiedene nützliche Pflanzen in Ihren Beeten im Garten aussäen oder anpflanzen. Zu den geeigneten Pflanzen gehören Tomaten, Zitronengeranien, Lavendel, Tagetes, Salbei oder Pfefferminze. Die Duftaromen wirken sehr abschreckend auf die Mücken und daher bleiben sie diesem Garten fern. Auch das das Anpflanzen eines Trompetenbaumes, welcher von Juni bis Juli blüht, oder das Aufstellen von Weihrauchpflanzen bieten natürlichen Schutz.

Erste Hilfe bei Mückenstichen

Sollten Sie dennoch gestochen werden, halbieren Sie eine Zwiebel und pressen Sie mit der Schnittfläche auf den Stich. Das Schwefelöl, das uns sonst beim Zwiebelschneiden die Tränen in die Augen treibt, leistet hier wirklich gute Dienste. Es hemmt Entzündungen und wirkt abschwellend. Den gleichen Effekt erzielen Sie mit Teebaumöl oder Apfelessig. Sofern Sie dies alles nicht zur Hand haben, hilft auch ein in heißes Wasser getauchtes Tuch oder ein Eiswürfel. Ja, sowohl Hitze als auch Kälte helfen gegen den Juckreiz.

Wenn Sie ein paar dieser Hinweise beherzigen, dann werden Sie auch in diesem Jahr viele schöne Stunden in Ihrem Garten erleben – trotz der Stechmücken.
Garten Pflanzen Grüner Daumen




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