Permalink

0

Weihnachtsbeleuchtung – Lichterglanz in Ihrem Garten

Beitrag Weihnachtsbeleuchtung

Sobald es dämmert, beginnt es nicht nur in den Gärten zu glitzern und zu funkeln. Es ist wieder soweit. Auch wenn es mittlerweile zahlreiche stromsparende Varianten gibt, haben die Energieanbieter allen Grund zur Freude, denn unzählige Häuser, Wohnungen, Balkone, Terrassen und Gärten strahlen in hellem Lichterglanz. Und auch die Weihnachtsmärkte lassen es erahnen: Es ist Weihnachtszeit. Zeit für viele Enthusiasten aufzurüsten und Haus und Garten mit dekorativer Weihnachtsbeleuchtung in ein Lichtermeer zu verwandeln. Spätestens dann, wenn der Nachbar seine Lichterkette dekorativ in Szene setzt, wird die Herausforderung angenommen. Selbst wenn es viel Zeit und Geld kostet.

Wie statten Sie Ihren Garten mit Weihnachtsbeleuchtung aus? Beleuchten Sie Haus und Garten mit energieeffizienten Lämpchen oder sogar mit Solar-Paneelen? Wirkt es ein wenig kitschig oder lässt sich eine künstlerische Note erkennen? Haben Sie das richtige Maß gefunden oder wollen Sie Aufmerksamkeit? Sicher ist vieles erlaubt – aber macht es wirklich Sinn?

 


 

Schönheit liegt im Auge des Betrachters

Es ist in jedem Jahr das gleiche Phänomen. Die Tage werden dunkler und die Nächte dominieren. Bereits in der Vorweihnachtszeit sind immer häufiger „leuchtende Kunstwerke“ und blinkende Lichterketten anzutreffen. Lebensgroße Figuren, Renntiergespanne oder der beliebte Santa Claus zieren die Vorgärten und Gärten. Über Geschmack lässt sich nicht streiten, denn was der eine als schön und stimmungsvoll empfindet, bereitet dem anderen Unwohlsein.

Beleuchtung Außen
zurück nach oben

Schlechter Geschmack ist nicht strafbar

Bei der privaten Weihnachtsdekoration gibt es nur wenige gesetzliche Vorgaben. In vielen Gemeinden und Städten haben die Behörden eigene Regeln und Vorschriften zur Weihnachtsbeleuchtung aufgestellt. Im Allgemeinen wird auf eine gegenseitige Rücksichtnahme gesetzt. Schließlich ist schlechter Geschmack nicht strafbar – guter Geschmack allerdings ebenfalls nicht. Es ist empfehlenswert, sich nach den lokalen Vorgaben zu erkundigen. Je weiter Sie außerhalb der „Stadt“ leben, desto höher ist der Toleranzbereich, gerade wenn es um die Helligkeit der Leuchten in der Nacht geht. Auch hier sollten Sie dennoch Rücksicht nehmen. Insbesondere bei der Art und Menge der Weihnachtsdekoration scheiden sich in der Nachbarschaft sehr schnell die Geister.

Nachbarschaftliche Beziehungen nicht beeinträchtigen

Grundsätzlich gilt, dass privater Raum, also auch der Garten, geschmückt werden darf. Allerdings sollte diese Dekoration nicht ausarten und behindern. Wenn z. Bsp. das leuchtende Kunstwerk dem Nachbarn in die Räume scheint und somit die Privatsphäre stört. Weiterhin darf die Beleuchtung keine Gefährdung bedeuten. So dürfen Sie auf keinen Fall Ihre Mitmenschen durch herumliegende Kabel oder Autofahrer in der Sicht behindern.

Sehr unangenehm sind auch blinkende Lichterketten oder Figuren mit musikalischer Untermalung. Besonders zur Weihnachtszeit nehmen Beschwerden sehr häufig zu, denn eine bunte Lichterkette mit exorbitanten Blinkfunktionen, eine Tier-Karawane mit Weihnachtsschlagern oder Christmas Lights Gangnam Style (s. Video) können auch gerne mal schnell stören. In diesen Fällen hilft eine Zeitschaltuhr, die nicht nur zur Stromersparnis führt sondern auch die Nerven der Nachbarn schont.

Alternativ lassen sich Lichtakzente (nicht nur in der Weihnachtszeit) sehr schön mit Lichterbäumen setzen. Dies habe ich in dem Beitrag – Wenn im Garten der Lichterbaum brennt… – bereits ausgeführt.

 


Quelle: Christmas Lights Gangnam Style (Original) – youtube

 

zurück nach oben

Kaltes Weiß oder warmes Gelb?

Für ein schönes Stimmungsbild greifen die meisten Gartenbesitzer seit der Umstellung von Glühlampen auf LED-Technologie auf die langlebigeren und umweltfreundlicheren LED Lampen zurück. Diese haben jedoch den Nachteil, dass gerade bei den Billigprodukten aus den Baumärkten vorrangig Lämpchen mit einem bläulich-weißen Licht angeboten werden. Dieses kalt wirkende Licht schafft nur wenig stimmungsvolle Atmosphäre. Für mehr Anspruch ist daher eher ein warmweißes oder gelbes Licht anzuraten. Die Wirkung in der winterlichen Dunkelheit ist viel effektvoller.

Warm Kaltweiß

Glühlampen oder energieeffiziente LEDs?

Mit der Änderungsverordnung (EU) 2015/1428, die Ende Februar 2016 in Kraft getreten ist, wurde die mit der EU-Ökodesignrichtline (2005/32/EG) verabschiedete „Verordnung zu Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Haushaltslampen“ weiter verschärft. Es dürfen zwar Glühlampen noch verwendet werden, Sie werden aber kaum noch Nachkäufe tätigen können. Die LEDs zeichnen sich durch die höhere Energieeffizienz und den deutlich geringeren Stromverbrauch aus. Das sind Eigenschaften, die besonders im Außenbereich für Lichterketten mit moderner Ausstattung sprechen.Bei einem Test wurde der Verbrauch einer konventionellen Lichterkette mit 120 kleinen Glühbirnen und den einer Lichterkette mit 120 warmweißen LEDs gemessen. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Die herkömmliche Kette verbrauchte im Betrieb etwa 20 Watt, während die LED-Kette nur etwa 4 Watt benötigte.

Dennoch haben LEDs im Vergleich zur klassischen Glühlampe einen ganz entscheidenden Nachteil: Da sie das Licht nicht brechen und auch kein Spektrum erzeugen, fehlt das für die Weihnachtsstimmung unerlässliche Glitzern und Funkeln. Zudem strahlen LEDs das Licht nur in einem bestimmten Winkel ab. Wenn Sie also ein rundherum Licht, das glitzert und funkelt, haben wollen, dann kommen Sie um eine echte Flamme oder eine Glühlampe, die Sie vielleicht noch im Keller oder auf dem Boden „geparkt“ haben, nicht umhin.

zurück nach oben

Richtig und sicher planen

Eine Verkabelung mit der GS-Kennzeichnung IP 44, die Wetterfestigkeit in Schnee und Regen bescheinigt, ist zu dieser Jahreszeit unbedingt anzuraten. Dies gilt auch für Sie wassergeschützte Außensteckdosen. Da sich der Winter nicht nur mit seiner Schneepracht zeigt, sondern auch heftige Windböen mit sich bringen kann, achten Sie auf die richtige Sicherung Ihrer Dekorationen gegen Umfallen. Denn wenn sich der Renntierschlitten auf dem Garagendach oder der Weihnachtsmann inklusive Strickleiter selbstständig machen und zu Beschädigungen führen, sind Auseinandersetzungen mit den Nachbarn und auch den Versicherungsunternehmen anzunehmen.

Die Kabel sind unbedingt so zu verlegen und anzubringen, dass diese nicht zu gefährlichen (Stolper-) Fallen werden. Das ist ganz besonders wichtig, wenn sich Kinder in der Nähe aufhalten. Möchten Sie sich der Kabel ganz entledigen und die Weihnachtsdekorationen bequem per Fernbedienung illuminieren, dann haben Sie mittlerweile eine recht große Auswahl. Diese Produkte sind allerdings in einem höheren Preissegment angesiedelt. Darüber hinaus sind solarbetriebene Varianten durchaus in Betracht zu ziehen.

Ein Tipp: Dekorieren Sie die Bäume und Sträucher bevor die Zweige gefroren sind. Ansonsten könne diese leicht brechen und Sie verletzen die Pflanzen.

Weihnachstdeko
zurück nach oben

Fazit

Finden Sie das richtige Maß. Wie bereits erwähnt, ist die Weihnachtsbeleuchtung, wie vieles andere auch, reine Geschmackssache. Oft ist weniger „Mehr“. Mit einer einzelnen beleuchteten Tanne oder einer schönen Dekoration lässt sich mehr Stimmung erzeugen als es eine Ansammlung verschiedenster Lichterquellen und Farben jemals vermag. Wenn Sie in „die Vollen“ gehen und Ihr Haus und Ihren Garten in ein Lichtermeer verwandeln wollen, dann sollten Sie die Verläufe der Beleuchtungskörper rechtzeitig planen und auch die Sicherheitskriterien nicht außer Acht lassen. Sollten Sie dann auch noch mit Farben arbeiten wollen, müssen Sie darauf einstellen, dass dies Zeit und Geld erfordert. Und gute Kenntnisse im Hinblick auf Lichtdesign können nicht schaden.

Leider sind die Tests, die von der Stiftung Warentest vorgenommen wurde, bereits ein wenig veraltet. Deshalb will ich diese gar nicht weiter erwähnen. Aktuell finden Sie keine renommierte Verbraucherorganisation, die sich diesem Thema gewidmet hat. Was von den Testberichten diverser „privater Testlabore“ 😉 zu halten ist, überlasse ich ganz Ihnen.

Ein paar Tipps

  • Je aufwändiger Ihre Licht­installationen im Haus und Außenbereich sind, desto mehr lohnt sich die Anschaffung von Zeit­schalt­uhren. Damit lassen sich die Ein- und Abschaltzeiten sehr gut planen.
  • Irgendwann gehen Lämpchen oder LEDs auch mal kaputt. Wenn Sie einen Austausch vornehmen, dann verwenden Sie nur gleich­artigen Ersatz. Beschädigte Lichterketten sollten Sie hingegen aus Sicherheitsgründen entsorgen.
  • Lichter sollen sowohl Indoor als auch Outdoor glitzern und nicht stinken. Ist das der Fall, machen Sie von Ihrem Rückgaberecht Gebrauch.
  • Bringen Sie Lichterketten nicht in Reich­weite von Klein­kindern an – schon gar nicht am Kinderbett. Es besteht Strangulations­gefahr!

Wenn Sie diese Punkte umsetzen, werden Sie viel Freude an Ihrer Weihnachtsbeleuchtung haben und den Lichterglanz in Ihrem Garten genießen.
 

In diesem Beitrag enthaltene Links:

Garten Pflanzen Grüner Daumen



 

zurück nach oben

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.