Permalink

0

Die Frühjahrs-Fitness-Kur für den Garten

Spatengabel

Ein prächtiger Garten im Sommer hängt immer mit den richtig getimten und notwendigen Vorbereitungen zusammen. Beginnen Sie also rechtzeitig mit der Frühjahrs-Fitness-Kur für Ihren Garten. Wenn Sie in diesem Zusammenhang an die erforderlichen Maßnahmen denken – was fällt Ihnen zuerst ein? Was ist die Voraussetzung für alles Wachstum? Richtig: Der Boden. Denn nur ein nährstoffreicher, gesunder Boden wird nicht nur zu einer reichen Ernte sondern zu einer reichen, geschmackvollen und zudem gesunden Ernte und wunderschönen Blumen führen.

Ein Garten mit kargen und nährstoffarmen Böden kann unmöglich Obst oder Gemüse hervorbringen, die gehaltvoll und wohlschmeckend aromatisch sind. Wie sollen sich in einer Erde mit wenig Nährstoffen prachtvolle Blumen und Stauden entwickeln? Hinzu kommt noch, dass Pflanzen, die in einem gesunden Boden angebaut werden, viel weniger Probleme mit Krankheiten und Schädlingen haben.

„Es gibt doch nichts Besseres, als den Pflanzen einen herrlich krümeligen, schwarzen und nährstoffreichen Boden in Ihrem Garten anzubieten.“

 

 

Frühjahr – die Saison beginnt

Stimmen die Bedingungen im Boden nicht, wird dies unmittelbare Auswirkungen auf das Wachstum und das Aussehen Ihrer Pflanzen haben. Daher ist das Frühjahr der Beginn der neuen Saison. Im Frühjahr zeigt sich der Boden in aller Regel sehr nährstoffarm und kompakt. Die meisten Nährstoffe haben die Pflanzen dem Boden bereits im vorherigen Sommer entzogen. Ohne Ihre Unterstützung kann in der Folgezeit nichts grün und saftig wachsen. Daher gilt es, rechtzeitig mit den Vorbereitungen für den anstehenden Sommer zu beginnen.

Der Startschuss für die Gartenarbeit hängt natürlich von den Witterungsbedingungen ab. An frostfreien Tagen lassen sich die Arbeiten bereits gut durchführen. Allerdings sollte der Boden auch bereits abgetrocknet sein. Bevor die eigentliche Bodenbearbeitung beginnt, sind die Beet zu räumen, Reste im Beet zu entfernen und erstes Unkraut zu beseitigen. Sofern Laub vorhanden ist, sollten Sie auch dieses entsorgen, denn unter den Blättern kann sich Feuchtigkeit ansammeln, die zu Fäulnis führt.

Auflockern statt Umgraben

Um den Boden nun aufzulockern und zu belüften ist es ganz wichtig, dass Sie nicht komplett umgraben. Denn das würde das empfindliche Bodenleben sehr stören. Dennoch ist das Auflockern nach der Winterperiode sehr wichtig, damit der Boden Wasser und Nährstoffe aufnehmen kann. Als Werkzeuge sind dazu sehr gut eine Gartenkralle oder eine Grabegabel geeignet.

Gartenkralle

Eine Gartenkralle ist ein Gartengerät zum Auflockern des Bodens. Die Modelle der anbietenden Hersteller haben meist eine Länge von etwa 1 m. Die Geräte bestehen aus einem Handgriff, einem Stiel, einer gedrehten Gabel sowie den Zinken, die unterschiedlich lang und sinnigerweise in verschiedene Richtungen gebogen sein sollten. Denn dann lassen sich Gartenkrallen einfach bedienen und der Boden wird schnell und ausreichend mit einfachen Drehbewegungen aufgelockert.

Kralle für den Garten

Grabegabel

Eine Grabgabel oder auch Spatengabel dient hingegen zum Graben und zum Auflockern des Bodens. Dieses Werkzeug wird ähnlich verwendet wie ein Spaten. Sie besteht aus einem Handgriff, einem Stiel und dem Kopf mit meistens vier Stahlzinken. Der Boden wird mit einem solchen Werkzeug in abgestochen und somit auch gelockert, ohne dass er gleich umgegraben wird.

Grabe- oder Spatengabel

Zum Thema Gartenkralle und Grabegabel gibt es einen gesonderten Beitrag mit dem Titel: Gartenkralle oder Grabegabel – oder beides?

Richtig Düngen

Dieser Arbeitsschritt eignet sich natürlich sehr gut, um gleichzeitig eine weitere Maßnahme zu erledigen: das Düngen. Welcher Dünger sich am besten eignet hängt im Wesentlichen von der Bodenbeschaffenheit ab. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie sich der Boden in Ihrem Garten zusammensetzt, gibt es heute einfache Hilfsmittel, um Bodenanalysen durchzuführen. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, Bodenproben in eine landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt oder in ein privates Labor zu senden. Es gibt verschiedene staatlich überwachte und private Labore, die solche Untersuchungen – natürlich gegen Gebühr – vornehmen. Mit dem Ergebnis erhalten Sie meist zusätzliche Empfehlungen zu den Düngegaben.

Bodentester

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass ein eher lehmiger Boden gut ein wenig Sand vertragen kann. Sandiger Boden hingegen braucht mehr Substrate wie Humus oder Mulch, um das Wasser gut speichern zu können. Sollten Phosphor und Kali bereits im Boden ausreichend vorhanden sein, wirkt gesiebter Kompost als Wachstumsbeschleuniger. Und auch Stickstoffzugaben in Form von Hornspänen kann den meisten Böden sehr gut zugeführt werden. Das Material streuen Sie um die Pflanzen herum und arbeiten es leicht mit der Harke in den Boden ein.

Zu berücksichtigen sind jedoch die unterschiedlichen Bedürfnisse der Pflanzen. So gibt es Stark-, Mittel- und Schwachzehrer, die dem Boden unterschiedlich viele Nährstoffe entziehen und daher auch jeweils einen entsprechend anderen Stickstoffbedarf haben.


Beispiele für Starkzehrer

  • Broccoli
  • Endivien
  • Gurke
  • Kartoffel
  • Kohl
  • Kürbis
  • Lauch
  • Mais
  • Melone
  • Paprika
  • Porree
  • Rhabarber
  • Sellerie
  • Sonnenblume
  • Spargel
  • Tagetes
  • Tomate
  • Zucchini

Beispiele für Mittelzehrer

  • Chicorée
  • Chinakohl
  • Erdbeere
  • Fenchel
  • Karotte
  • Knoblauch
  • Kohlrabi
  • Lauch
  • Mangold
  • Möhre
  • Pastinake
  • Radicchio
  • Rübe
  • Rettich
  • Salat
  • Schnittlauch
  • Schwarzwurzel
  • Spinat
  • Zwiebel

Beispiele für Schwachzehrer

  • Bohne
  • Erbse
  • Feldsalat
  • Kräuter
  • Kresse
  • Radieschen
  • Rucola

Soweit zu den Vorbereitungen im Beet. Ein guter Boden und eine richtig abgestimmte Düngerzugabe gibt den Pflanzen im Frühjahr alles, was an optimalen Startbedingungen erforderlich ist.

Düngemittel

Den Rasen vorbereiten

Rasen bearbeiten

Etwas anders sieht es bei den Vorbereitungsmaßnahmen von Rasenflächen aus. Der Rasen genießt gewissermaßen einen Sonderstatus. Auch hier gilt es grundsätzlich erst einmal die Rasenflächen zu säubern. Das bedeutet, dass die Laubreste und eventuell vorhandener grober Filz mit einem Rechen entfernt werden. Der pH-Wert der Rasenfläche ist maßgeblich entscheidend dafür, ob gekalkt werden sollte oder in Ausnahmefällen sogar saurer Dünger zugegeben werden muss. Ein paar Wochen später ist der Rasen zu düngen zu belüften.

Das Thema Rasen ist jedoch sehr speziell und daher werde ich in diesem Beitrag nicht weiter auf die Sonderbehandlung eingehen. Dies wird in entsprechenden Beiträgen geschehen.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die neue Gartensaison und ein gutes Händchen bei der Frühjahrs-Fitness-Kur für den Garten!

In diesem Beitrag enthaltene Links:

Kralle für den Garten

Grabe- oder Spatengabel

Bodentester

Düngemittel

Garten Pflanzen Grüner Daumen



 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.