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Fruchtige Kräuter aus dem Garten

Pfefferminze

Sommerzeit – die Garten-Saison wird begleitet von schönen Grillabenden, von geselligem Zusammensein auf der Terrasse mit leckeren Speisen und erfrischenden Getränken. Es ist die Zeit der Grilldelikatessen, die sich auf dem Rost ihrem Schicksal ergeben. Und es ist die Zeit der schmackhaften Salate. Was gibt es da Gelungeneres, als die Speisen mit herrlich aromatischen Kräutern zu verfeinern?

 

 

Doch zu den kulinarischen Raffinessen, die die Tische erobern, gehören auch Getränke. Selbst hier sind die vielfältigen, fruchtigen Kräuter – am besten aus dem eigenen Garten – nicht mehr wegzudenken. Obwohl in diesem Zusammenhang sicherlich zuerst an die Kräutertees gedacht wird, gibt es längst unzählige Rezepte für alkoholische und anti-alkoholische Erfrischungen. Die Kräuter machen selbst, was zu Großvaters Zeiten undenkbar gewesen wäre, vor den unantastbaren Brauspezialitäten nicht Halt.

Kräuergarten

Es macht also in jeder Hinsicht Sinn, sich einen eigenen Kräutergarten anzulegen. Viele der Kräuter sind sehr pflegeleicht und wachsen im Garten, auf dem Balkon und sogar auf der Fensterbank. Wenn dann je nach Herkunft ausreichend Sonne und Wasser hinzukommen, sind viele der Kräuter recht anspruchslos. Auf einige der fruchtigen Kräuter, die sich auch für Getränke gut eignen, werde ich in diesem Beitrag einmal eingehen.

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Wo sind die richtigen Standorte für Kräuter?

Kräutertopf

An erster Stelle muss da natürlich der Garten genannt werden. Sehr ansehnlich und praktisch, mit ausgezeichneten Ergebnissen, funktioniert eine Kräuter-Spirale. Alles rund um eine Kräuter-Spirale habe ich bereits in dem Beitrag – Bauanleitung – eine Kräuterspirale selber bauen, richtig anlegen und bepflanzen -recht ausführlich behandelt. Doch selbst auf der Terrasse, dem Balkon oder auf der Fensterbank können Sie Kräuter ziehen. Geeignete Lichtverhältnisse sind dabei immer grundsätzliche Voraussetzung, denn Kräuter benötigen viel Sonne!

Sofern Sie die Möglichkeit haben einen Kräuter-Garten anzulegen, sollten Sie dieses Vorhaben unbedingt in Angriff nehmen. Ein Kräuter-Garten ist nicht nur schön anzusehen, sondern erfüllt die Luft mit seinen Düften. Dabei ist es noch nicht einmal erforderlich, die Kräuter auch wirklich zu verwenden. Es ist einfach nur eine Bereicherung für den Garten und Sie genießen die Farbenpracht und die Gerüche, die von Ihrem Kräutergarten ausgehen.

Kräuter – die „Wunderkräfte“ aus dem Garten

Kräuter lassen sich bekanntermaßen vielfältig verwenden. Sie können als frische, gekochte oder getrocknete Zugaben eingesetzt werden. Grillgütern und Räucherwaren geben sie ein unverkennbares Aroma. Die heilende Kraft der Kräuter und die Linderung von Beschwerden mit Hilfe von Kräutern wurden bereits im Altertum erkannt und von „Gelehrten“ sowie von „HeilerInnen“ genutzt. Und auch heutzutage wird das Wissen um die Kräuter-Heilkunde sehr geschätzt.

Cocktail mit Kräutern

Doch auch zahlreiche Getränke lassen sich mit Kräutern zubereiten oder geschmacklich verfeinern. Dabei muss gar nicht immer eine heilende Wirkung von Bedeutung sein. Allein die Tatsache, dass Sie mit Kräuterzugaben in den Getränken sehr gut funktionierende und wohlschmeckende Durstlöscher zu sich nehmen, ist doch bereits Grund genug, oder?

Darüber hinaus sind Kräuter nicht nur den Menschen gesund und von großer Bedeutung, auch für viele Insekten sind sie wertvolle Futterpflanzen. Einige Kräuterpflanzen tragen mit ihren Wurzelausscheidungen zu einer verbesserten Bodengare bei. Insgesamt können Ihnen die Kräuter somit auf verschiedenste Art und Weise von Nutzen sein.

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Gartenkräuter für Getränke

Minze

Minze Pflanzen

Pfefferminztee

An welche Getränke denken Sie zuerst – wenn Kräuter verwendet werden? Klar, an Tee. Wenn es um das Thema Tee geht, kommen Sie zwangsläufig nicht an den Minzen vorbei. Sie sind die Klassiker der Kräutertee-Pflanzen aus dem eigenen Garten. Die Geschmacksrichtungen reichen von Spearmint (der Kaugummi-Geschmack, der nicht jedermanns Sache ist – von Kindern zumeist geliebt wird) bis hin zur Pfefferminze. Den Pfefferminz-Tee werden wahrscheinlich auch Sie bereits irgendwann einmal als probates Mittel bei leichten Beschwerden von Magen, Darm und Galle verabreicht bekommen haben.

Minze breitet sich im Garten sehr schnell durch unterirdische Ausläufer aus. Um dem Einhalt zu gebieten, haben Sie auch die Möglichkeit, diese Pflanze in einem großen Topf oder im Kübel zu ziehen. Hier sind dann allerdings zusätzliche Düngergaben erforderlich. Minzen bevorzugen einen durchlässigen, nahrhaften und feuchten Boden. Daher bekommen ihnen gelegentliche Kompostgaben ausnehmend gut.

Recht gute Standorte für Minzen sind Beete an den Sockeln von Gebäuden. Sie vertragen, anders als die meisten anderen Heil- und Würzkräuter auch leichten Schatten. So sind diese Pflanzen auch unter Beerensträuchern oder Obstbäumen zu finden. Wenn Sie verschiedene Minzen anbauen möchten, sollten Sie diese besser weit voneinander entfernt pflanzen. Die Ausläufer werden ansonsten schnell zusammen und ineinander wachsen. Sie werden die unterschiedlichen Sorten dann nicht mehr auseinander halten können.

Neben den Minzen lassen sich auch mit Salbei, Lavendel oder Indianernessel oder der Gewürztagetes Tees zubereiten. Auch die Blüten der Ringelblume, Königskerze oder Weißklee eignen sich für Tee-Varianten.

Anisagastache

Agastache Anisata

Weniger bekannt ist da vielleicht die Anisagastache. Wie der Name bereits annehmen lässt, besitzt diese Kräuterpflanze ein Anis-Aroma mit einer leichten Minze-Note. Es handelt sich um eine blaublühende Solitärstaude, die in ihrer Heimat Lateinamerika auch als typische Teepflanze konsumiert wird. Sie treibt im Frühjahr zuverlässig aus und blüht von Juni bis September.

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Zitronenverbene oder Verveine

Zitronenverbene

Ebenfalls nicht wirklich bekannt, aber mit einem genialen Zitronenaroma, ist die Zitronenverbene oder Verveine. Sie kann für Tees, aber auch für andere Getränke verwendet werden. Die Pflanze ist recht problemlos und selbst die Überwinterung stellt Sie vor keine große Herausforderung. Die Zitronenverbene friert im Winter ganz zurück. Ein Winterschutz aus einem Gärtnervlies oder einer Mulchschicht hilft der Pflanze, die kalte Jahreszeit zu überstehen. Als Kübelpflanze kann sie auch an dunkleren Standorte im Winterquartier untergebracht werden, da sie ihre Blätter verliert und kein Licht benötigt. Aus dem Wurzelstock treibt die Pflanze im kommenden Frühjahr, wenn auch recht spät, wieder aus. Die Heimat dieser Pflanze ist Südamerika, doch bereits im Mittelalter hielt sie wegen ihres Duftes in den Gärten Europas als Zierpflanze Einzug.

Melisse

Melisse Pflanzen

Unbedingt zu erwähnen sind die Melissen, die auch eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Bienen ausüben. Das bekannteste Gewächs aus dieser Pflanzengattung ist mit Sicherheit die Zitronenmelisse. Als Teeaufguss hat die Melisse eine leicht beruhigende Wirkung und wird bei starker Nervosität aber auch bei vielen anderen Beschwerden angewendet. Anderen Getränken wie Mineralwasser oder Limonade verleiht die Melisse als Zugabe eine herrlich frische Note.

Ideal für diese Kräuter-Pflanze sind durchlässige, nicht zu trockene Böden mit ausreichendem Nährstoffgehalt. Der Standort sollte sonnig und windgeschützt sein. Die Zitronen-Melisse ist weitgehend winterhart, verträgt aber keine strengen Kahlfröste.

Sobald sich neue Knospen zeigen oder die unteren Blätter beginnen zu vergilben, sollten Sie die Pflanzen zurückschneiden, um einen frischen Austrieb anzuregen. Die Zitronen-Melisse hat kurz vor der Blütephase die meisten Aromastoffe gespeichert. Während der Blüte verliert sie zunehmend an Aroma.

Auch die aus Griechenland stammende Kreta-Melisse kann mit ähnlichen Eigenschaften aufwarten. Im Gegensatz zur Zitronenmelisse erinnert der Duft der Blätter an das fruchtige Aroma von Limetten. Limetten werden geschmacklich als Aroma-Mix von Mandarinen und Limonen wahrgenommen.

Daher lassen sich die leckeren Blätter der Kreta-Melisse in der Kräuterküche vielfältig verwenden. Getrocknet oder frisch dienen sie als Gewürz für Speisen, Salate und Desserts. Sehr gut lässt sich mit den getrockneten Blättern Tee zubereiten. Ganz besonders beliebt sind die frischen Blätter als Zugaben zu Long-Drinks.

Im Garten sollte der Standort sonnig bis sehr sonnig sein. Ein lockerer Boden, der nicht unbedingt gleich zum Austrocknen neigt, ist ideal. Ein Winterschutz hilft der Pflanze, die kalte Jahreszeit zu überstehen.


Die Limonenmelisse stellt ähnliche Anforderungen an Standort und Bodenverhältnisse wie die Zitronenmelisse. Sie besitzt somit alle guten Eigenschaften einer Zitronenmelisse, hebt sich jedoch durch ein deutliches Limonenaroma geschmacklich ab. In der Küche und auch als Tee wird diese Melisse gerne verwendet. Doch besonders gut macht sie sich in kühlen Getränken. Probieren Sie es mal aus – der Geschmack ist herrlich erfrischend.

Im Garten steht Limonenmelisse gerne an einem sonnigen oder halbschattigen Platz in feuchter Erde. Die Blätter zeigen sich kräftig dunkelgrün. Im Sommer – nach der Blüte – schneiden Sie die Pflanzen am besten zurück, um diese neu austreiben zu lassen. Da der neue Austrieb im Frühjahr aus der Wurzel erfolgt, kann die Pflanze für den Winter ganz zurückgeschnitten werden. Das meiste Aroma besitzen die Blätter im Frühling, wenn die Pflanze noch jung und kompakt ist und die Blütenbildung noch nicht eingesetzt hat.

Haben Sie schon einmal den Türkischen Drachenkopf, auch Moldawische Melisse oder Moldawien-Drachenkopf genannt, probiert? Mit viel Phantasie ähneln die weißen oder blauvioletten Blüten dem Kopf eines Drachens mit aufgesperrtem Maul. In Eurasien wird diese Melisse mit dem zitronigen Geschmack als Tee oder Gewürz verwendet. Besonders gut kommt der Geschmack aber in einer Kräuterlimonade.

Darüber hinaus verschönert der Drachenkopf Ihren Garten mit dauerhaften Schnittblumen und ist eine hervorragende Bienenweide. Im Frühling nach dem letzten Frost kann die Moldawische Melisse ins Freiland gesät werden. Der Boden sollte humos und durchlässig sein und der Standort sonnig bis halbschattig gewählt werden. Diese Melisse mag viel Wasser und sollte ein wenig gedüngt werden, da sich sonst nur spärlich Blüten bilden.

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Und noch mehr Zitronengeschmack

Thymian Pflanzen

Der fruchtig schmeckende Zitronenthymian eignet sich ebenfalls sehr gut für heiße und kalte Getränke. Dieser Halbstrauch gedeiht am besten in mildem Klima und auf durchlässigem Boden. Zum Ernten der verholzten Triebe nehmen Sie am besten die Schere.

So viel einmal zu den anregenden, fruchtigen Kräutern. Es handelt sich allerdings nur um eine kleine Auswahl aus der unglaublichen Kräuter-Vielfalt, die die Natur für uns bereithält. Dies wird sicher immer wieder mal ein Thema meiner Beiträge sein.

Ohne nun die unzähligen Rezepte, die im Netz zu finden sind, wiederholen zu wollen, hier ein paar meiner persönlichen Favoriten:

Kräuterlimonade

Kräuterlimonade

Zutaten:

  • 1 Liter Mineralwasser
  • Saft einer ganzen Zitrone
  • 50 gr. frische fruchtige Kräuter (Zitronenverbene, Limonenmelisse oder Drachenkopf)
  • 1 Löffel Zucker

Den Zitronensaft und den Zucker in eine Literflasche geben. Anschließend mit Mineralwasser auffüllen. Die gewünschten Kräuter hinzugeben und eine Stunde evtl. mehr ziehen lassen. Die Kräuter entfernen, einschenken, Eiswürfel dazu – und genießen.

Apfel-Kräuterlimonade

Zutaten:

  • Verschiedene Kräuter (Melisse, Basilikum, Minze, Zitronenthymian, Rosmarin, Salbei und evtl. ein paar Wacholderbeeren)
  • 1 Löffel Zucker
  • Zitronensaft nach Wunsch
  • 1 Liter Apfelsaft
  • Mineralwasser

Die Kräuter wie Melisse, Basilikum, Minze und Zitronenthymian, Rosmarin und Salbei in einen Topf mit einem Liter Apfelsaft geben. Ein paar Wacholderbeeren zerdrücken und Zucker sowie Zitrone hinzugeben. Die Flüssigkeit mit den Zutaten einmal aufkochen lassen. Anschließend lassen Sie die Kräuter eine halbe Stunde in der Flüssigkeit ziehen. Den Sud abseihen und in mehrere Flaschen füllen. Diese Mischung ist ein Limonaden-Grundstoff, der mit Mineralwasser in mindestens gleicher Menge aufgefüllt wird. Eis dazu – echt lecker!

Erdbeer-Ingwer-Wasser

Zutaten:

  • 5 Erdbeeren
  • 1 Stück frischen Ingwer
  • 2 Stiele Minze

Die Erdbeeren spülen, putzen und halbieren. Ingwer schälen und in Stücke schneiden. Minze abspülen. Erdbeeren, Minze mit Stiel und Ingwer in eine Karaffe geben. Nun 1 Liter kaltes Wasser hinzugeben. Mindestens 10 Minuten durchziehen lassen. Kühl servieren – ein Genuss!

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Sicher werden Ihnen noch viele Variationen einfallen, die sich sehr schnell zubereiten lassen, erfrischen und vielleicht sogar überraschen. Haben Sie eine schöne Zeit mit vielen frischen und fruchtigen Kräutern aus Ihrem Garten.

Garten Pflanzen Grüner Daumen



 

 

2 Kommentare

  1. Tolle, übersichtlich gestaltete Seite mit hervorragenden Beiträgen.
    Ja, Mann/Frau sollte sich wieder mehr auf die natürlichen Ressourcen, die unsere Mutter Erde zur Verfügung stellt, zurück besinnen (solange es sie noch gibt).
    Danke für diesen sehr informativen Beitrag.
    Weiterhin alles Gute und viel Erfolg!
    Walter Bracun

    • Hallo Herr Bracun,

      das sehe ich genauso. Wenn wir mit der Natur richtig umgehen, gibt uns diese bereitwillig viel zurück. Vielen Dank für die Wertschätzung meiner Arbeit und das freundliche Feedback.

      Mit freundlichen Grüßen
      Volkmar Neumann

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