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Skimmie – die asiatische Beere für den Farbtupfer im Winter

Skimmie Raute

Sie suchen die perfekte Pflanze, um im Winter einen Farbtupfer im Garten genießen zu können? Dann werden Sie Ihre Freude an der der asiatischen Beere Skimmie, einem Rautengewächs, haben. Diese Pflanze hat ihren Ursprung in Japan und zwar in den kühlen Regionen der Gebirgswälder. Von daher ist sie geringe Temperaturen gewöhnt und bevorzugt einen schattigen Platz im Garten.

Was zeichnet diese Pflanze aus? Wie wird sie richtig gepflegt? Warum ist die Skimmie etwas für Ihren Garten? Bleiben Sie dran.
 


 

Was macht die Skimmia Japonica so besonders?

Obwohl die Pflanze in ihrer Pflege sehr anspruchslos ist und auch mit niedrigen Temperaturen gut zurechtkommt, zeigt sie dennoch das ganze Jahr über hübschen Blüten- und Beerenbesatz. Die ledrigen Laubblätter der frischgrünen Skimmie behalten ihre Farbe während der gesamten kalten Jahreszeit.

Im Spätsommer macht die Pflanze auf sich aufmerksam. Dann setzt die Skimmie bereits ihre rosafarbenen bis rötlich-braunen Blütenstände für das kommende Jahr an, die den Winter über die Pflanze schmücken und sich im Frühjahr zu weißen Blüten öffnen.

Das Besondere: Ab Oktober entwickeln sich nach der Befruchtung durch Bienen und Schmetterlinge aus den abgeblühten weiblichen Blütenständen die leuchtenden roten Beeren. Ein echter Hingucker! Dieser prachtvolle Schmuck bleibt den ganzen Winter über sichtbar.

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Die besten Bedingungen für die Skimmie

Die Pflanze hat ihre Heimat in Japan, Korea und China. Sie ist dort als Unterbewuchs von Bäumen zu finden. Dennoch kann dieser immergrüne Strauch Wuchshöhen bis 7 m erreichen. Doch keine Sorge, in gemäßigten Breiten erreichen die Exemplare selten mehr als 1,5 m.

Um der Skimmie die besten Bedingungen zu bieten, sollten Sie sich ihren Ursprung einmal vor Augen führen. So sind z. Bsp. in den etwas unterkühlten Gebirgswäldern die riesigen Bäume Ursache dafür, dass permanent schummrige Lichtverhältnisse herrschen. Gleichzeitig sorgt der Pazifische Ozean für regelmäßigen, gut dosierten Niederschlag.

Je besser es Ihnen gelingt, solche Bedingungen zu adaptieren, desto mehr Freude werden Sie an der Skimmie haben. Denn eine Pflanze die sich wohlfühlt, dankt es Ihnen mit einem gesunden, üppigen Wachstum.

Vermeiden Sie daher direkte Sonneneinstrahlung, denn damit kann die Skimmie nicht gut umgehen. Die geeignete Lage finden Sie im Halbschatten oder lichten Schatten. Auch als Unterpflanzung von Nadelbäumen, am Gehölzrand oder im Schattenbeet fühlt sich die Pflanze gut aufgehoben.

Die beste Pflanzzeit für die Skimmie ist der Wonnemonat Mai. Dann hat die junge Pflanze den ganzen Sommer hindurch Zeit, sich an ihrem Standort einzugewöhnen. Eine Pflanzung im Herbst ist ebenfalls möglich. Es besteht dann jedoch die Gefahr, dass ein möglicher verfrühter Wintereinbruch dem Rautengewächs Schaden zufügen könnte.

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Skimmie Beere

So klappt es mit den Beeren

Haben Sie vielleicht auch bereits die Erfahrung gemacht: Sie haben eine Skimmie mit schönem Fruchtbehang gekauft und eingepflanzt. Und im Folgejahr warten Sie vergeblich auf die erbsengroßen, leuchtend roten Beeren?

Nicht verzagen, denn dafür gibt einen Grund. Zuerst einmal haben Sie sich für die Skimmia japonica entschieden. Viele Ziersträucher lieben genau wie die Skimmia japonica die Geselligkeit. Damit sich also die kleinen Beeren bilden, benötigen Sie unbedingt Sie einen männlichen und einen weiblichen Zierstrauch. Beide müssen gleichzeitig blühen. Früchte bilden sich nur nach einer Bestäubung. Dazu ist die Unterstützung von fleißigen Insekten oder der Einsatz eines feinen Bestäubungspinsels erforderlich.

Zuvor jedoch treiben im Frühjahr männliche und weibliche Sträucher duftende weiße Blüten. An den weiblichen Pflanzen wachsen nach der Befruchtung im Herbst knallrote Beeren. Daher Achtung: Abgeblühte weibliche Blüten nicht ausputzen! Aus ihnen entwickeln sich später die Früchte.

Mittlerweile gibt es allerdings für den Garten auch zweigeschlechtliche Züchtungen. So die „Skimmia reevesiana“, die sich selbst befruchtet.

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Die richtige Pflege

Feuchter Humusboden, gut durchlässig, ist am besten für den Beerenstrauch geeignet. Alkalischer Boden funktioniert dann, wenn Sie durch die regelmäßige Beigabe von Kompost, Torf oder Granitmehl den pH-Wert senken. Der Zierstrauch braucht viel Licht, verträgt aber keine pralle Sonne. Färben sich die Ränder und Spitzen braun, ist dies ein Zeichen für zu trockene Luft. Dann sollten Sie Beeren und Blätter häufiger mit Wasser besprühen.

Gießen Sie mäßig, jedoch regelmäßig. Vermeiden Sie unbedingt, dass der Wurzelballen besonders im Sommer austrocknet. Abhilfe schaffen Sie beispielsweise mit einer Schicht Mulch, die das Austrocknen der Erde verhindert. Ab August vermindern Sie die Wasserzugaben, um das Wachstum zu hemmen. Denn junge, zarte Triebe bekommen im Winter Probleme mit dem Frost.

Das Gießen vollständig einzustellen ist nicht ratsam, denn die Pflanze soll ja den Winter hindurch den Garten mit ihrem Laub und den roten Früchten dekorieren.

Um die Pflanze mit Nährstoffen zu versorgen, reicht es vollkommen aus, im Frühjahr und Herbst mäßig dosiert Rhododendrondünger hinzu zu geben. Mehr Düngezugaben sind nicht erforderlich.

Es kommt durchaus mal vor, dass der Strauch von Schildläusen befallen wird. Dann kann es helfen, die betroffenen Stellen mit einem scharfen Messer abzukratzen und mit einem alkoholgetränkten Wattebausch einzureiben.

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Der richtige Schnitt

Sofern Sie bei dem langsam wachsenden Beerenstrauch einen Beschnitt zum Auslichten vornehmen wollen, ist nach der Blüte der richtige Zeitpunkt. Schere oder Messer kommen ab und zu zum Einsatz, damit die Pflanze nicht von unten her verkahlt. Dabei gehen Sie so vor, dass Sie sämtliches Totholz regelmäßig auslichten, unerwünschte Nebentriebe an der Basis abschneiden, einen richtigen Formschnitt jedoch nur in Ausnahmefällen durchführen.

Verwelkte Blüten können ebenfalls entfernt werden. Denken Sie bei der Skimmia japonica daran, nur die männlichen Blüten zu entfernen.

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SK Arten

Die Skimmie im Winter

Grundsätzlich ist das Überwintern bei einer gut eingewurzelten Skimmie im Garten kein Problem. Schließlich gehört die Skimmie zu den beliebtesten Winterschmuck-Pflanzen. Die asiatische Immigrantin überzeugt im Garten mit ihrer auffälligen Erscheinung und ihrer Frosthärte. Trotzdem sollten Sie bei sehr niedrigen Temperaturen einen Frostschutz wie Jute oder Nadel-Reisig verwenden.

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Fazit

Dieses Rautengewächs ist berechtigterweise als Zierpflanze im Garten sehr beliebt. Besonders im Winter werden Sie sich über den Farbtupfer, der sich sehr auffällig mit dem Laub und den Beeren zeigt, freuen.

Anspruchslos, genügsam und pflegeleicht sind sicher weitere Pluspunkte, die für die asiatische Beere sprechen. Die Skimmie ist ganz problemlos auch für Newbies geeignet.

Ein Hinweis jedoch: Die ganze Pflanze ist schwach giftig. Achten Sie bitte darauf, dass Kinder die Beeren nicht als leckere Nascherei betrachten.

Sofern Sie keinen Platz in Ihrem Garten zur Verfügung haben, eignet sich die Skimmie auch als Kübelpflanze für die Terrasse oder den Balkon. Hier ist es allerdings erforderlich, dass Sie im Winter einen kühleren Platz im Haus zur Verfügung haben.

Probieren Sie es aus. Ich bin davon überzeugt, dass die Skimmie, die asiatische Beere, auch bei Ihnen für den Farbtupfer im Winter sorgt.

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