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➤ Gartenarbeiten im Mai

Die Gartenarbeiten im Mai stellen jedes Jahr aufs Neue eine Geduldsprobe dar. Es heißt abzuwarten, bis die Gefahr eines möglichen Kälteeinbruchs der Ihren Garten und Ihre Pflanzen noch einmal empfindlich treffen könnte, gebannt ist. Denn die Eisheiligen namens Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius sowie die Sophia (“kalte Sophie“) schaffen es tatsächlich immer wieder, in der Zeit zwischen dem 11. und 15. Mai Nachtfröste auftreten zu lassen. Das führt bei manchen Gärtnern durchaus zu Enttäuschungen, wenn sie sich von einem warmen April haben verleiten lassen. Meist sind dann hektische Aktivitäten angesagt, um die bereits ins Freiland gesetzten Pflanzen schnell noch zu schützen. Insbesondere frostempfindliche Pflanzen wie Bohnen, Tomaten, Gurken, Paprika, Sellerie, Zucchini, Basilikum oder Blumen wie Dahlien, Begonien sowie diverse Kübelpflanzen (Hibiskus, Bougainvillea, Engelstrompete, Zierbanane, Phönixpalme etc.) reagieren sehr schnell mit Wachstumsstörungen auf kalte Temperaturen.

Gar fürchterlich sind diese drei, wenn sie besuchen uns im Mai.

Kalte Sophie wird sie genannt, denn oft kommt sie mit Kälte daher gerannt.

Bauernsprüche

Sie tun sich selbst einen großen Gefallen, die Eisheiligen ganz in Ruhe abzuwarten und erst danach mit dem Auspflanzen zu beginnen. Ab der zweiten Maiwoche sind die Meteorologen in der Lage, mit relativ hoher Genauigkeit die Wettertendenzen für die kommenden Tage zu bestimmen. Und dann kann es endlich losgehen mit den Gartenarbeiten im Mai. Schließlich gilt dieser Monat als Auftakt für die anstehende Gartensaison. Jetzt werden die Voraussetzungen für volle Obst- und Gemüsekörbe geschaffen. Was gibt es also alles zu tun in diesem Monat Mai? Welche Arbeiten stehen im Garten an? Welche Pflanzen bedürfen der Aufmerksamkeit?

Der Mai ist gekommen …

… und mit ihm die Zeit für leckeres Gemüse. Frostempfindliche Gemüsesorten wie Zucchini, Tomaten, Salate oder Mangold können Sie nach den Eisheiligen aussäen oder als Jungpflanzen in die Beete setzen. Gemüsesorten wie Brokkoli, Rosenkohl, Buschbohnen, Salat, Spinat, Möhren, Zuckermais, Artischocken, Rote Beete, Grünkohl, Chicorée, Rettich, Porree, Endivien, Fenchel, Zucchini und Radieschen wollen ebenfalls ins Beet.

Ganz auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie bis Ende Mai warten. Alternativ schützen Sie die Pflanzen bis dahin mit Zeitung oder Vlies vor (seltenem) spontanem Nachtfrost. Die beliebten Kartoffeln können noch bis Mitte Mai gelegt werden. Unter Glas werden hingegen Paprika, Stangenbohnen, Kürbis und Gurken ausgesät.

Der Schlüssel für ein ertragreiches Gartenjahr

Die richtige Vorbereitung des Bodens ist der “magische” Schlüssel für eine erfolgreiche Gartenarbeit. Präsentieren Sie den Pflanzen einen guten und nährstoffhaltigen Boden, damit dieser wiederum die besten Wachstumsbedingungen bereithält. Denn ein nährstoffreicher, gesunder Boden wird nicht nur zu einer reichen Ernte, sondern zu einer reichen, geschmackvollen und zudem gesunden Ernte führen. Ein Garten mit kargen und nährstoffarmen Böden kann unmöglich Obst oder Gemüse hervorbringen, die gehaltvoll und wohlschmeckend aromatisch sind. Hinzu kommt noch, dass Pflanzen, die in einem gesunden Boden angebaut werden, viel weniger Probleme mit Krankheiten und Schädlingen haben.

Um einen fruchtbaren Boden aufzubauen und langfristig zu erhalten, muss dieser bis in die tieferen Schichten hinein locker und krümelig gehalten werden. Im konventionellen Gartenbau wird der Boden deshalb recht gedankenlos einfach umgegraben. Das erfolgt meist mit einem Spaten. Auf größeren Flächen wird sogar ein Pflug eingesetzt.

Die Konsequenz: Der Aufbau einer fruchtbaren Krümelstruktur mit intensiver Bodenfauna wird durch diese Störung um Wochen, manchmal um Monate verzögert.

Sollten Sie sich dabei ertappen, versuchen Sie einmal umzudenken und das sensible Boden-Nahrungs-Netzwerk möglichst nicht zu stören. Vielmehr soll das natürliche Bodenleben erhalten und unterstützt werden. Während beim Umgraben die oberste Schicht nach unten verbracht wird, setzen Sie Garten-Geräte ein, die den Schichtenaufbau und vor allem die vorhandene Humusschicht erhalten. Grabegabeln, Krallen, sogenannte Sauzähne, Hacken, Rechen, Bodenlüfter oder Grubber sind insofern als Geräte vorzuziehen.

Idealerweise beginnen Sie damit schon im Herbst, sodass das Beet fürs Frühjahr optimal vorbereitet ist. Ein so vorbereitetes Beet benötigt kaum Düngezugaben. Und wenn, dann sollte es organischer Dünger wie z. B. ein stickstoff- und kalihaltige Jauchdüngung sein, die einen Wachstumsschub bewirkt.

Zum Thema Gartenkrallen lesen Sie hier meinen ausführlichen Beitrag: Gartenkralle oder Grabegabel – oder beides?

Kompost - das "schwarze Gold"

Als Kompost sind die Verrottungsprodukte organischer Abfälle zu verstehen. Diese entstehen nicht durch Verfaulen, sondern über die biologische Aufbereitung des organischen Materials durch Bakterien, Pilze und Kleinstlebewesen.

Kompost düngt und ist als Dauerhumus die reinste Verwöhnkur für den Boden. Er stellt die Nahrung für Regenwürmer und Mikroorganismen, ohne die im Gartenboden gar nichts läuft. So können selbst Sandböden nach einem Tuning mit Kompost, Wasser und Dünger besser halten. Es versickert nicht mehr so viel nutzlos im Boden. Selbst für schwere Lehmböden ist Kompost das richtige Mittel, um dort für eine gute Durchlüftung zu sorgen.

Der einfachste Komposter ist eine geschichtete Miete mit einem Rahmen, bestehend aus Brettern und Pfosten. Ein solcher Komposter eignet sich bei größeren Mengen von Gartenabfällen. Vorrangig Laub und Rasenschnitt, weniger hingegen Obst- und Gemüseabfälle, werden so kompostiert. Mittlerweile werden im Handel werden verschiedene Komposter-Behälter angeboten. Diese sind in der Handhabung sehr einfach. Variationen, die durch ihre Bauweise und Farbe im Inneren hohe Temperaturen entstehen lassen, erzielen sehr schnell gute Rotteergebnisse.

Beim Kompost ist die Anordnung geeigneter Zutaten entscheidend, damit die Rotte schnell in Gang kommt und sich das Kompostinnere auf ca. 70 °C aufheizt. Nur so haben Unkrautsamen und Bodenschädlinge keine Chance. Ideal ist eine Mixtur von 4 Teilen Materialien mit einem hohen Kohlenstoffgehalt und 1 Teil mit einem hohen Stickstoffgehalt. Schmeißt man die Zutaten dagegen wild auf einen Haufen, bleibt der Kompost kalt und die Samen von Vogelmiere etc. bleiben intakt.

Aktuell im Trend und immer beliebter werden die Thermo-Komposter. Erfahren Sie hier mehr dazu: Kompostieren mit einem Thermokomposter.

Von Fruchtwechsel und Mischkultur

Es hat sich mittlerweile “herumgeschwiegen”, dass Fruchtwechsel, Fruchtfolge und Mischkulturen in der Konsequenz zu wesentlich mehr Ernteerträgen führen. Mühevoll und anfangs ein wenig nachteilig ist der hohe Arbeits- und Planungsaufwand. Haben Sie jedoch ein Gartenplan erst einmal erstellt und erprobt, reduziert sich der Aufwand erheblich.

Wer verträgt sich mit wem?

Mischkultur macht nur dann wirklich Sinn, wenn gute Nachbarschaftsverhältnisse gegeben sind. Manche Pflanzen – ganz klassisch z. B. Erbsen und Kartoffeln – kommen einfach nicht miteinander klar. Ein ganz entscheidender Faktor bei der Mischkultur ist das harmonische Miteinander der Pflanzen. Die Pflanzen dürfen sich während der Wachstumsperiode weder „oben noch unten” – also weder mit dem Blattwerk noch mit den Wurzeln – behindern. Sie benötigen ausreichend Platz und Nährstoffe.

Daneben gibt es die grundsätzliche Unverträglichkeit mancher Gattungen untereinander. Zu ihnen gehören neben den Kreuz- und Doldenblütler auch die Hülsenfrüchtler. Zwischen diesen Pflanzen sollten Sie unbedingt ausreichend Abstand halten, damit sie sich optimal entwickeln können. Zusätzlich sollten Sie in Ihrer Mischkultur beachten, dass manche Pflanzen schlecht wachsen, wenn die Vorkultur aus „schlechten Nachbarn” bestand.

Erfreulicherweise liegen heutzutage aufgrund langer Erfahrung die Erkenntnisse vor, welche Pflanzen am besten zueinander passen.

Einen ganzen Sommer mit frischen Kräutern

Für Kräuter wie Dill, Petersilie oder Basilikum gelten die Eisheiligen ebenfalls als wichtiger Termin. Bis dahin sollten sie in Töpfen vorgezogen werden. Anschließend können Sie diese Kräuter direkt ins Freie säen oder nach draußen setzen. Zwischen Gemüsepflanzen kommen die Kräuter besonders gut zur Geltung und es ergibt ein schönes Bild in Ihrem Beet. Mehrjährige Kräuter, dazu gehören Salbei, Lavendel und Thymian sollten ausgelichtet und um gut ein Drittel zurückgeschnitten werden. Erfrorene Triebe können Sie sogar bis in das gesunde Holz hinein kürzen.

Um den ganzen Sommer frische Kräuter genießen zu können, sollten Sie Kerbel, Dill, Koriander und Basilikum immer regelmäßig nachsäen. Wenn Sie mehrere „Generationen” im Beet haben, ist für Ihren frischen Genuss immer genügend Blattmasse vorhanden. Und das auch dann, wenn eine Pflanze zum Blühen kommt.

Das genau brauchen Ihre Gemüse- und Kräuterpflanzen

Seien Sie allzu nicht pikiert, sobald Sie sich diesen Gartenarbeiten im Mai widmen. 🤗

Ihre ausgesäten Gemüse und Kräuter sind es auch nicht, wenn Sie diese pikieren. Das Ausdünnen verhindert nämlich, dass sich die Pflanzen gegenseitig Licht und Nährstoffe rauben. Wenn Sie den Boden im Beet ein wenig mit der Hacke oder der Gartenkralle lockern, kann die Feuchtigkeit länger im Boden bleiben, was für den Wasserhaushalt sehr wichtig ist. Ansonsten tritt, wenn Sie die feinen Kapillargänge im Boden nicht zerstören, das gespeicherte Wasser schneller an die Oberfläche und verdunstet.

Bereit für die Ernte

Im Mai ist Saison für Gemüse wie Spargel, frühe Blumenkohle und Brokkoli, Kohlrabi, Poree, Radieschen und Mangold direkt aus dem Freiland. Diverse Salate, Spinat und der letzte Bärlauch kommen im Mai ebenfalls aus dem Beet. Frühe Erbsen, Frühlingszwiebeln und erste Speiserüben ergänzen die Ernteausbeute.

Aus geschütztem Anbau geerntet lassen sich ab Ende Mai neben diversen Blattgemüsen und Kohlrabis die ersten frühen Kohl-Sorten, ebenso Knoblauch, Karotten, Fenchel und Stangensellerie ernten. Rhabarber wächst sehr schnell heran. Die Erntezeit für Rhabarber beginnt Anfang Mai und endet Ende Juni.

Unkrautregulierung ist immer ein Thema

Das Unkrautjäten gehört sicher nicht zu den liebsten Gartenarbeiten im Mai. Leider scheint das Unkraut im Garten immer zur falschen Zeit und ein bisschen schneller zu wachsen als die gewünschten Blumen oder Nutzpflanzen. Wobei es Unkraut im engeren Sinne gar nicht gibt – viele der Pflanzen, die wir als Unkraut bezeichnen, dienen in einem anderen Kontext als Wildkräuter oder Zeigerpflanzen. Andere Bezeichnungen für Unkraut sind Begleitvegetation oder Beikraut.

Als Unkraut werden allgemein die Pflanzen bezeichnet, die nicht gezielt angebaut werden. Sie kommen aus dem Samenpotential des Bodens, über Wurzelausläufer oder über Zuflug der Samen zur Entwicklung. Eins haben diese Pflanzen gemeinsam – sie sind unerwünscht.

Und das hat seinen Grund. Denn dank seiner Widerstandskraft und der schnellen Verbreitung stellt Unkraut eine direkte Konkurrenz zu den eingesetzten Kultur- und Nutzpflanzen dar. Es stiehlt den anderen Pflanzen Wasser, Nahrung und Licht. Im Gegensatz zu Stauden, Gehölzen und anderen Pflanzen, die Sie gezielt auswählen und im Garten einpflanzen, wächst Unkraut dort, wo es sich wohlfühlt.

Die verschiedensten Wildkräuter beginnen bereits jetzt ihr Unwesen im heimischen Garten zu treiben. Sofern Sie jetzt schon regelmäßig jäten und Unkraut zupfen, halten Sie die Wildkräuter über den Sommer in Schach. Ein erster Schritt zur Regulierung ist, das Unkraut zu bestimmen. Grundsätzlich werden zwei Arten von Unkraut unterschieden: Wurzelunkraut und Samenunkraut. Sowohl die Hauptvermehrungsweise als auch die Art der Regulierung sind jeweils anders.

Beeren vor Unkraut schützen

Da Sträucher wie Johannis- und Stachelbeeren flache Wurzeln haben, reagieren sie sehr empfindlich auf Unkraut. Ein lichtdurchlässiges Unkrautvlies, unter den Pflanzen ausgelegt, verhindert, dass sich Unkraut überhaupt ausbreiten kann.

Ein solches Vlies legen Sie einfach großflächig auf den Pflanzplatz und graben Sie es an den Rändern ein. Kreuzweise Schnitte ermöglichen, dass Sie an diesen Stellen die Sträucher setzen. Das Vlies kann auch nachträglich eingebracht werden, das erfordert dann aber mehr Geschick beim Einpassen und ist letztlich viel aufwändiger.

Wildkräuter einfach essen

Eine vielleicht noch nicht so populäre Maßnahme ist die Unkrautregulierung durch Aufessen! Viele der unliebsamen Kräuter sich eine echte Bereicherung für die gesunde Küche. Die Wildkräuter sind besonders widerstandsfähig und verfügen über wertvolle Eigenschaften und Inhaltsstoffe. Wussten Sie, dass so manches “Unkraut” weit mehr Vitamine, Mineralien und andere Vitalstoffe liefert als sorgfältig gezüchtetes Kulturgemüse?

Sehr gesund und küchentauglich sind Wildkräuter wie Brennnessel, Giersch, Sauerampfer, Quecke, Franzosenkraut, Löwenzahn, Gundermann, Vogelmiere oder weißer Gänsefuß. Dafür finden Sie im Netz bereits viele Rezepte. Probieren Sie es doch einfach mal aus.

Mehr und ausführlichere Informationen finden Sie in den bereits von mir geposteten Beiträgen zum Thema: Unkraut.

Das Gewächshaus vorbereiten

Damit die Hauptkulturen ins unbeheizte Gewächshaus einziehen können, muss es erst einmal gründlich gesäubert werden. Denn wärmeliebende Pflanzen wie Tomaten, Paprika, Gurken, Auberginen, Melonen lechzen nach jedem verfügbaren Sonnenstrahl, um gut wachsen zu können. Die Beete wollen im Gewächshaus mit nährstoffhaltiger Erde präpariert werden und die Rankhilfen können ebenfalls bereits platziert werden.

Für Gewächshäuser gibt es mittlerweile viel nützliches Zubehör. Besonders empfehlenswert ist ein automatischer Fensteröffner. Dabei handelt es sich um ein temperaturgesteuertes, vollautomatisches Gerät, das Ihre Pflanzen durch temperaturgesteuerte Öffnung & Schließung optimal belüftet.

Temperaturabhängig bewegt sich der Kolben des hydraulischen Zylinders nach oben oder unten und öffnet bzw. schließt das Fenster.
So brauchen Sie sich um eine manuelle Belüftung nicht mehr zu kümmern. Der automatische Fensteröffner arbeitet vollautomatisch, ganz ohne Strom und ohne Batterien. Dazu lässt er sich anhand der Bedienungsanleitung leicht und schnell für die Fenster der gängigen Gewächshäuser einbauen.

Mehr zum Thema Gewächshäuser lesen Sie in dem Gastbeitrag: Das eigene Gewächshaus im Garten.

Gießen - aber richtig

Eine der derzeit wichtigsten Gartenarbeiten im Mai ist das Gießen, möglichst mit lauwarmen Wasser aus der Regentonne oder dem Wasserfass. Besonders die „zarten Pflänzchen“ im Beet benötigen regelmäßig Wasser. Auch junge Gehölze haben noch keine tiefen Wurzeln wie eingewachsene Bäume. Die eingewachsenen Bäume sind in der Lage, sich aus tiefen Schichten zu versorgen. Außerdem kann es im Mai bereits die ersten heißen Tage geben.

Wichtige Regel: Lieber selten, aber lange

Wenn Sie nur oberflächlich wässern, ist der Nutzen für die Pflanzen sehr gering, da das Wasser sehr schnell verdunstet. Daher macht es viel mehr Sinn, wenn Sie lange und direkt an der Pflanze wässern. Damit kommt das Wasser auch dort an, wo es gebraucht wird. Der Boden sollte bei jedem Wässern mindestens 10 cm tief durchfeuchtet werden. Gießen sie also erst eine geringe Menge, sodass die obere Erdschicht durchfeuchtet wird. Dann können Sie langsam weiter gießen bis sich die Erde ganz mit Wasser vollgesogen hat.


Lesen Sie dazu auch den ausführlichen Beitrag: Richtig Gießen mit den richtigen Tipps.

Topfpflanzen wollen raus

Wenn Sie bis jetzt gewartet haben, um Ihre Töpfe mit Oleander und Bougainvillea auf die Terrasse zu stellen oder Tomaten in den Garten zu setzen, denke ich, dass Sie nun auf jeden Fall die Dinge in die Tat umsetzen können. Auch wenn die Zeit der Eisheiligen nach dem alten Kalender am Ende des Monats lagen, empfiehlt es sich in einem solch warmen Jahr wie in diesem besser auf den Wetterbericht zu vertrauen als auf die Bauernregel.

So gelingt ein kräftiger Rasen

Für einen schönen Rasen, der besonders kräftig, dicht und grün werden soll, ist eine Frühjahrskur ganz besonders hilfreich. Die Schritte dafür sehen wie folgt aus: Entfernen Sie dafür zuerst das Unkraut. Anschließend ist das Kürzen des Rasens auf vier bis fünf Zentimeter angesagt. Zum guten Schluss verpassen Sie ihm danach eine Düngerkur.

Tipp: Rasenschnitt können Sie übrigens sehr gut zum Mulchen verwenden. Anderenfalls geben Sie den Rasenschnitt gemischt mit anderen Gartenabfällen auf den Kompost. Denn wenn der Rasenschnitt nicht vermischt wird, entsteht ein typischer Silage-Geruch bei der Zersetzung. In jedem Fall den Kompost gut belüften.

Jetzt sind die Sträucher und Hecken dran

Formschnitte und das Kürzen haben jetzt Hochkonjunktur. Dies gilt für Hecken und Sträucher. Buchsbaum, Forsythie, Hibiskus, Goldregen und Flieder werden jetzt geschnitten, gekürzt und bei Bedarf geteilt. Für eine optimale Generierung müssen alte Zweige direkt am Ansatz der Pflanzen entfernt werden, um somit den jüngeren Trieben Platz zu machen. Die verbleibenden Zweige können Sie einfach nach Bedarf in Form schneiden. Bei der Teilung werden die Pflanzen samt Wurzelballen im Erdreich getrennt. Damit gewinnen Sie aus einem Exemplar eine zweite Pflanze, die Sie an einer Stelle Ihrer Wahl pflanzen können.

Wichtiger Hinweis: Zwischen März und Oktober sind aufgrund brütender Vögel nur Formschnitte erlaubt.

Damit der Nachbar nicht alles sieht

Einen optimalen Sichtschutz im Garten bieten sommergrüne Blütensträucher wie Sommerflieder und Weigelien oder immergrünes Buschwerk wie Kirschlorbeer und Eibe. Auch das gehört zu den Gartenarbeiten im Mai, denn diese können Sie jetzt noch in den Garten pflanzen, sofern Sie dazu ausschließlich Containerpflanzen verwenden.

Die jetzt gesetzten Pflanzen brauchen unbedingt Wurzelballen, ohne die sie nicht schnell anwachsen können und vorzeitig einzugehen drohen.

Klassiker für den Garten

Diese Sträucher und Büsche machen sich besonders gut im Garten:

Fliederbusch

Sehr beliebt sind auf jeden Fall die Fliederbüsche, die zu richtigen Bäumen heranwachsen können. Die verschiedenen Blau-, Rosa- und Weißtönen sind jedes Jahr ein Hingucker im Garten. Der süßliche Duft der Blüten weht im Mai durch die Gärten und lockt damit Bienen und Hummeln zum Nektarsammeln an – das ist Frühling pur. Nach der Blüte wird der Flieder ausgelichtet und gestutzt.

Ranunkel

Der Ranunkelstrauch oder Kerrie ist mit seinen gefüllten gelben Blüten ein Farbtupfer im Garten und bietet einen sehr imposanten Sichtschutz. Gleiches gilt für die erst rosa und später weiß blühenden Rhododendren.

Brautspiere

Die Brautspiere zeichnen sich durch ihre blütenreichen Äste, die weit im Bogen wachsen, aus. Sie bildet so ein dichtes weißes Buschwerk von April bis Mai. Nach der Blüte können Sie den stark verzweigten Strauch stutzen, indem Sie einfach die neuen Triebe einkürzen.

Weigelie

Sehr üppig blüht die Weigelie. Dieser Strauch zeigt sich im Mai in einem dichten rot-grünen Kleid. An ausladenden, zum Teil überhängenden Zweigen bildet die Weigelie dann unzählige ihrer Blütenbüschel aus. Diese trichter- bis glockenförmigen Blüten zeigen sich in hell- bis dunkelrosa oder zart gelben Tönen.

Sommerflieder

Der Sommerflieder bildet am Ende der feinen Äste eine große Blütentraube. Diese Traube hat eine unwiderstehliche Wirkung auf Schmetterlinge und zieht diese wie ein Magnet an. Daher auch die umgangssprachliche Bezeichnung als Schmetterlingsstrauch.

Blauregen und Goldregen

Die beiden Kletterpflanzen Glyzine (Blauregen) und Goldregen sind wirklich erstaunliche Kletterer. Richtig angebracht an Hauswände können diese beiden Pflanzen sehr prächtig aussehen.

Es empfiehlt sich auf jeden Fall, Klettergerüste anzubringen, da ansonsten Gebäudeteile beschädigt werden können. Anders als der Blauregen ähnelt der Goldregen mit seinen Blüten dem Raps. Die Trauben sind jedoch größer und hängen wie beim Blauregen von den Ästen herab.

Mandelbäumchen

Das Mandelbäumchen ist eine Zierde und die Mandelblüte ein Highlight in jedem Garten. Obwohl der Mandelbaum aus Fernost stammt, hat er sich auch in Mitteleuropa gut etabliert und ist in vielen unserer Gärten zu Hause. Mandelbäumchen sind eigentlich Sträucher. Sie sind nur auf Stamm veredelt, um sie so einfach besser aussehen zu lassen. Im Mai blüht es zu Hochform auf, bevor das eigentliche Blätterkleid herauswächst. Nach der Blüte werden die dichten Zweige radikal herunter geschnitten. An den neuen, schnell heranwachsenden Trieben bilden sich im folgenden Jahr die neuen Blüten.

Kirschlorbeer

Als immergrüne Sichtschutzhecke eignet sich der Kirschlorbeer oder die Lorbeerkirsche, die sich großer Beliebtheit erfreut. Die Blätter des Strauches erinnern an die des Gewürzlorbeers und die Früchte werden als Kirschen bezeichnet. Sie sind allerdings nicht genießbar.

Eiben mit Formschnitt

Für die Fans der auffälligen Formschnitte bietet die immergrüne Eibe optimale Voraussetzungen. Diese Hecken bieten sich an als kreative Gestaltungsobjekte in Ihrem Garten. Sehr schön stehen sie in der Kombination mit farbenfrohen Sträuchern.

Obstgehölze stutzen und stärken

Diese Gartenarbeiten im Mai stehen an, wenn Sie Obstbäume kultivieren. Neue Obstbäume lassen sich mit einem großen Wurzelballen jetzt noch in den Garten pflanzen – also auch hier Containerpflanzen nehmen. Damit sich das Wurzelwerk gut ausbilden kann, sollten Sie die Früchte im ersten Jahr am Ausreifen hindern.

Trockenes Wetter ist ideal, wenn es darum geht, sowohl bei Obstbäumen als auch Ziergehölzen die nach innen wachsenden Triebe und Wasserruten zurückzuschneiden. Die Infektionsgefahr durch Pilzsporen ist bei solchen Witterungsbedingungen einfach geringer. Junge Obstbäume tragen eher Früchte, wenn Sie die senkrechten Triebe mit kleinen Gewichten beschweren oder nach unten binden. Trockenheit stresst die Obstbäume. Ohne regelmäßiges Gießen werfen diese ihre Früchte ab.

Insektenfreundlichen Garten anlegen

Vielleicht fragen Sie sich spontan: Wozu das? Schließlich lässt sich die Kaffeetafel im Freien ohne das lästige Herumgeschwirre und ohne Krabbeltiere viel besser genießen.

Nun, wenn Sie die Artenerhaltung der Tierklasse Insekten fördern, tun Sie zuerst einmal etwas für die Vielfalt der Pflanzenwelt. Denn viele Pflanzen können ohne die Bestäubung durch die unterschiedlichsten Insekten gar nicht überleben bzw. sich nicht entwickeln.

Ein weiterer Aspekt ist, dass den Insekten eine wichtige Funktion in der Nahrungskette zukommt. Dienen sie doch als Futter für Vögel, Reptilien, Amphibien und diverse Säugetiere. In diesem Zusammenhang macht das Insektensterben durchaus Sinn. Unter den Vogelarten heben sich der Große Abendsegler, Amseln oder Meisen als hungrige Insektenfresser hervor.

Und zuletzt ist da noch der Aspekt der biologischen Schädlingsbekämpfung. Marienkäfer, Florfliegen, Schwebfliegen oder Schlupfwespen kümmern sich mit großem Appetit um die Blattläuse und deren Larven. Laufkäfer sind die natürlichen Feinde der Nacktschnecke.

So werden einige unerwünschte Schädlinge ohne Ihr Zutun in Ihrem Garten bekämpft.

Wie Sie einen insektenfreundlichen Garten anlegen und was die Vielfalt fördert, lesen Sie in diesem Beitrag: Insektensterben im Garten? – Nein Danke!

Die Gartenarbeiten im Mai sind sehr vielfältig. Im Mai geht es endlich so richtig los im Garten! Ein sehr arbeitsintensiver Monat steht an. Vieles kann jetzt neu gesät und gepflanzt werden. So manches ist schon reif und bereit für die Ernte. Es gibt also genug zu tun.

Natürlich gibt es noch die eine oder andere zusätzliche Arbeit, auf die ich jetzt nicht eingegangen bin. Aber ich will Sie ja nicht von den wichtigsten Arbeiten abhalten und Sie zum ausdauernden Lesen dieses Beitrags anhalten. Es gibt draußen genug zu tun!😉 

Viel Vergnügen bei den Gartenarbeiten im Mai.

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